BfR-Verbraucherkonferenz Genome Editing

  • Es kommt hinzu, dass es eine Abkehr von der "ohne Gentechnik" Philosophie einleutet, die ja unterschwellig schon länger läuft.

    Das hoffe ich doch sehr. Gentechnik, mit Bedacht und Augenmaß eingesetzt, begrüße ich. Daher begrüße ich diesen Workshop auch außerordentlich und hoffe auf entsprechende Empfehlungen. Aber wird sind uns wohl darin einig, dass wir uns nicht einig werden ;)

  • Stimmt, aber wenn hier alle einer Meinung wären, wäre es gähnend langweilig und lernen könnte man auch nichts mehr. Ich schätze Denkanstösse und andere Sichtweisen, um die eigene Haltung zu überdenken, über Bord zu werfen oder, wie in diesem Fall, beizubehalten.

  • Es kommt hinzu, dass es eine Abkehr von der "ohne Gentechnik" Philosophie einleutet, die ja unterschwellig schon länger läuft.

    Das hoffe ich doch sehr. Gentechnik, mit Bedacht und Augenmaß eingesetzt, begrüße ich. Daher begrüße ich diesen Workshop auch außerordentlich und hoffe auf entsprechende Empfehlungen. Aber wird sind uns wohl darin einig, dass wir uns nicht einig werden ;)

    ... ihr habt es doch selber gewollt; wir haben euch sogar gefragt!

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

  • Eine ernsthafte und kritische Auseinandersetzung mit dem Thema "genome editing" ist sicher vernünftig. Und damit alle wissen, wovon geredet werden soll, mal diese Info:


    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Genome_Editing


    Letztlich entzünden sich die Streitereien immer am Kernpunkt gezielter Eingriff ins Genom oder durch bestimmte Methoden (Strahlungs- oder Chemikalienbehandlung) mit anschließender Selektion der entstandenen Mutanten im Hinblick auf die Zielstellung.


    Letzteres wird oft als "natürlicher" eingestuft, da es die Umwelteinflüsse z. B. durch kosm. Strahlung oder solche aus erdgebundenen Mineralien imitiert (ja, wir sind ständiger Bestrahlung ausgesetzt, auch nach Abschalten der Atommeiler).


    Bei solchen breitgestreuten Mutationsversuchen entstehen, biologisch gesehen, hauptsächlich nicht oder ungenügend lebensfähige Organismen und nur sehr selten etwas, das der Zielsetzung nahe kommt.


    Bei den gezielten Methoden des "genome editings" lassen sich z. B. mittels Crispr/Cas9-Technologie sehr gezielt kleinste Veränderungen mit durchaus zielführenden Ergebnissen erreichen. Ob derartige Ziele im Sinne einer nachhaltigen Landwirtschaft sind und die Folgen, außer den ökonomischen, beherrschbar bleiben, dürfte in diesen Workshops hoffentlich Thema werden.


    Unabhängig, wie man dazu steht, ist es m. E. eine Chance, sich "schlau zu machen" und seine Meinung zum Besten zu geben. Wenn wir als "Verbraucher"( den Ausdruck mag ich gar nicht - ich bin Bürger) nicht unsere Meinung zu kontroversen Themen kundtun, werden andere für uns entscheiden.


    Leider bin ich in Urlaub...

  • Entschuldigung !


    Das ich diesen Faden eröffnet habe.


    Muß einfach selbstkritischer mit mir sein,

    welche Informationen hier im Imkerforum Ihren Platz haben und welche nicht.


    Gruß

    der Bienen

    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Entschuldigung !


    Das ich diesen Faden eröffnet habe.

    NEIN, bitte keine Entschuldigung, weil es nichts zu entschuldigen gibt!

    Das Thema ist viel zu wichtig ,als dass man es verschweigen sollte!


    Das Problem heutzutage ist doch, dass wir verlernt haben, miteinander zu diskutieren. Vor allem bei sehr strittigen Themen wird's doch sofort persönlich oder politisch. Und der Inhalt interessiert bald gar nicht mehr.


    Das Thema Genome Editing wird uns doch sowieso bald in verschiedenen Bereichen berühren (Pflanzen-, Tierzüchtung und in der Medizin!) und da sollte man doch auch als Nicht-Genetiker wissen, was es damit auf sich hat.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal gefährlich."

  • Danke wald&wiese für Deinen Beitrag. Die Sache ist zu wichtig; denn es gibt ja schon, das zielgerichtete Genome editing":


    https://patents.google.com/patent/US20190203206A1/en


    eben auch für imkerliche Fragestellungen. Calmodulin-Strukturen sind Calcium bindende Eiweiße, die bei der Muskelkontraktion oder bei Erregungsleitung eine Rolle spielen. Ob und wie sich das am Ende auf Milb und Bien auswirkt, vermag ich nicht zu überblicken. Aber Monsanto weiß sicher, was man tut / auf welches Pferd man setzt.


    Und die Mechanismen und daraus möglichen Optionen etwas näher zu kennen, ist wichtig. Ansonsten setzt man irgendwann etwas ein, was mglw. wirkt aber warum es das tut und was mglw. dabei an unerwünschten Begleiteffekten auftritt, versteht kaum jemand.