Lustiger Zargentausch

  • Hitzige Grüsse in die Runde! :)


    Ich wollte rase klammheimlich folgende Frage stellen, aber sein Postfach ist voll … :whistling: Die Frage ist meiner Meinung nach etwas doof, aber ich brauche nun mal eine Antwort. :saint:


    An einem Stand stehen zwei Völker: Eins platzt aus allen Nähten und wird wohl nächste Woche abgeerntet (definitiv), das andere ist noch relativ stark, hat aber gerade aus einer Brutwabe des ersten Volks nachschaffen müssen, weil die davor geschlüpfte Königin beim Begattungsflug verloren gegangen ist. Beide Völker stehen dicht beisammen, auf einem gemeinsamen Bock. Meine Frage ist nun: Was geschieht, wenn ich die Bienenflucht auf das schwache Volk aufsetze und die Honigraumbienen dorthinein abwandern lasse? Für mich wäre das Vorgehen optimal, da ich dann die «überschüssige» Bienenmasse sinnvoll verwertet habe, aber ist das Vorgehen auch aus der Sicht der Bienen sinnvoll?


    Besten Dank jetzt schon für hilfreiche Hinweise! :)

    Tobias

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Hier bei uns würde ich so etwas jetzt nicht wagen aus Furcht, eine Räuberei auszulösen. Es reicht, nur wenige Flugbienen mit dem HoR zu exportieren. Die sagen sofort nach ihrem Ausflug zu Hause Bescheid und rücken mit Verstärkung an. "Nektar mit Wassergehalt von < 20% gleich nebenan!" - Da kennt die Tanzbegeisterung keine Grenzen und der Schwächere (hier noch dazu Weisellose) unterliegt sehr bald...

  • Hier bei uns würde ich so etwas jetzt nicht wagen aus Furcht, eine Räuberei auszulösen. Es reicht, nur wenige Flugbienen mit dem HoR zu exportieren. Die sagen sofort nach ihrem Ausflug zu Hause Bescheid und rücken mit Verstärkung an. "Nektar mit Wassergehalt von < 20% gleich nebenan!" - Da kennt die Tanzbegeisterung keine Grenzen und der Schwächere (hier noch dazu Weisellose) unterliegt sehr bald...

    Danke, ribes ! Das ist eben auch meine Befürchtung. Zuerst dachte ich, das sei eine super Idee von mir, aber dann kamen die Zweifel … Deshalb meine Rückfrage hier!


    (Der Schwächere sollte dann allerdings nicht weisellos sein. Er hat bereits nachgeschafft und die Königin sollte dieser Tage – noch vor der Ernte – begattet werden.)

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • swissmix : Da würde ich den "Schwächling" in Ruhe seinen Plan weiterverfolgen lassen. Wenn er gesund und milbenarm ist und von der Volksstärke her verteidigungsfähig, dann wird er durch eine legende JungKö. erstaunlich schnell erstarken. Jetzt ist wohl auch bei Dir noch Jahreszeit genug dafür.

  • Wenn du wirklich noch ausgleichen willst, warte doch bis die junge Königin legt und verstärke dann mit Bienenfreier schlüpfender Brutwabe.

    Wiedereinsteigerin nach 20 Jahren. :Biene:

    DN 1,5 in Segeberger Beuten

  • Oder noch ne Variante. Alle BW des Altvolkes ohne(!) Bienen dem Jungvolk über ASG aufsetzen. Altvolk mit neuen Waben und/oder MW ausstatten, HR wieder aufsetzen und Bienenflucht einlegen und nach Entnahme der HR sofort 1:1 füttern vornehmlich abends.

  • Danke für die weiteren Hinweise, Georgie , Catbee , rase und Schillbee ! Ich «muss» den Ableger nicht zwingend verstärken, wollte einfach das gesamthaft vorhandene Potential optimal nutzen. Wahrscheinlich werde ich sicherheitshalber eher nichts unternehmen. Und wenn doch, dann scheint mir der Tipp von rase eine gute Lösung zu sein. Ich habe mir was ähnliches überlegt, hätte aber den Ableger mit HR aus dem Flugkreis verbracht und mich dabei unnötig abgemüht. ;) Gute Idee, danke!

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Die Bienenflucht funktioniert besser auf dem starken Volk mit vollwertiger, stiftender Königin. Vielleicht solltest du sie dort anwenden. Mit einer Leerzarge, oder einer mit Mittelwänden drunter. Erst nachdem sich die Bienen dort gesammelt haben rübersetzen. Das sind dann zwar etwas weniger, aber es wird schon reichen.

    ..."ist mir noch nie passiert" sagte der erfahrene Imker, "aber..."

  • Alle HR über Bienenflucht auf den Ableger und die Kiste mit dem Altvolk außerhalb vom Flugkreis bringen :)

    Hallo, das hört sich gut an.

    Ich habe drei Wirtschaftsvölker und auf einem zweiten Stand 10km entfernt drei Ableger.

    Alle Ableger haben legende Königinnen und sind auf einzargig Zander. Eine mit 10 Waben, die anderen mit ca. 5-6.


    Somit könnte ich die zwei Honigräume jedes Wirtschaftsvolks einfach mit Bienenflucht über je einen Ableger setzen. Oder?

  • Bei der Hitze gerade aufpassen, dass Dir die Bienen nicht verbrausen beim Transport, besonders über der Bienenflucht.

    Ich würde auch die Variante mit dem Ausgleich von Brutwaben bevorzugen, geht schnell und ohne Bienenstress. Du brauchst die Bienen ja wahrscheinlich nicht mehr für Tracht zu dieser Jahreszeit.

    Gruss

    Jan

  • Ja, der Gedanke über den Transport mit Bienen bei der Hitze kam mir auch. Ich plane aber sowieso noch etwas zu warten. Muss das Wetter im Auge behalten bzw. werde es dann sowieso in der Früh oder am Abend machen.