Milbenbefall 2019

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    Das Brutgeschäft hat wieder begonnen. Die Milben flüchten in die Brutzellen und können sich so wieder vermehren.

    Allerdings, wenn man die Meldungen hört, dann sind bereits sehr viele Völker ohne Bienen. Die diesjährigen Winterverluste scheinen sehr hoch zu sein (wie sich das bereits im August andeutete).

    Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht. (Papst Gregor I.)

  • Hm, unser Verein kann und wird sich wieder an der Initiative des Thür. Landesverbandes gegen Bienenimporte beteiligen und nennenswert Völker zum Verkauf anbieten. Die genaue Anzahl steht noch nicht fest. Unsere Vereinsmitglieder haben aber auch engmaschig den Befallsgrad v.a. im Sommer und Herbst kontrolliert. Wir sind gerade dabei, Anpaarungszonen für eine varroatolerantere Genetik auszuweiten. Vielleicht sind das schon die ersten Ergebnisse unserer Bemühungen, die natürlich ihre Vorläufer haben. Es hat durchaus Vorteile, mit alten erfahrenen Imkern zusammenzuarbeiten...

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  • p.s.: Noch ein Umstand ist bei unserem Verein zu erwähnen: Die meisten Kollegen arbeiten nur mit Eigenwachs (selbst bzw. von einem Vereinsmitglied umgearbeitet). Ein Kollege läßt sein Bioland-Entdeckelungswachs bei Josef Muhr umarbeiten - bisher ohne Probleme.


    Meine Befürchtung: Mglw. könnten hohe Völkerverlustraten auch etwas mit dem Rücklauf von verfälschtem Wachs bspw. aus dem letzten Wachsskandal zu tun haben (nach 3 Jahren würde es passen) oder mit der Kumulation von Landwirtschaftsgiften in Altwachs, welches die QMS-Systeme der anderen Branchen (Pharma-, Lebensmittelindustrie) aussortieren und was die Wissenden aus der Umarbeiterszene dann in dem ungesicherten Loch des Imkerbedarfshandels versenken. Die Imkerschaft hat es ja bis heute nicht geschaffft, ebenfalls wie alle anderen Abnehmer durch ein eigengesteuertes QMS die Kontrolle über Produkt-, Prozeß- und Systemqualität zu gewinnen. Den Imkern kann bis heute das verkauft werden, was alle anderen Abnehmer ablehnen.

  • Bernhard Heuvel hat in seiner Monatsbetrachtung Juni-2019 folgendes geschrieben:

    "Gerade in diesem Jahr rechne ich mit einer übermäßig starken Entwicklung der Varroa in den Völkern, die so manchen Imker kalt erwischen könnte. Schaut also

    bitte unbedingt in eure Völker!"

    https://www.bienenundnatur.de/…2019-mit-bernhard-heuvel/


    Rolf

    Konfuzianer:

    "Man soll ein anständiges Menschenleben führen, aus dem einfachen Grund, weil man ein anständiges Menschenwesen ist."

  • Schaut also

    bitte unbedingt in eure Völker!"

    Jetzt? Und was dann?

    Zur Zeit kann meiner Meinung nach nur die "Windel" betrachtet werden. Eine Völkerdurchsicht um diese Zeit ist nicht indiziert.

    Durch den Beginn der Bruttätigkeit sind Milben wieder in den Brutzellen. Ein geringer Milbenfall sagt daher zur Zeit nicht viel aus.

    Der Behandlungszeitraum ist um diese Zeit übrigens vorbei.

    Ich wurde gut erzogen. Keine Ahnung, was dann passiert ist...

  • Hätte man so ein Volk, (Drobi hat ja eins) wars das jetzt mit Behandlung. Das lässt man jetzt in Ruhe. Das lässt man ganz normal durchlenzen, wenn es denn den Winter überstanden hat. Ist der Varroabefall im Mai schon zu hoch (muss man beobachten), kann man immer noch mit gängigen Massnahmen reagieren.


    Gruss

    Ulrich

  • Sehe ich nicht so. Bevor ein Volk durch die Varroa verloren geht, wird behandelt und auf eine Honigernte verzichtet.

    Mit Verlaub, wer macht das wirklich? Es verzichtet doch niemand auf eine Honigernte aus einem Volk, nur weil man im Januar oder Februar gegen die Milbe behandelt hat.


    Wir sollten doch hier Klartext reden: Eine Behandlung bringt doch jetzt (Mitte Januar) gar nichts mehr. Die Milben sitzen doch bereits wieder in der Brut und vermehren sich. Solche Völker brechen spätestens im Mai zusammen. Und die, die nicht zusammen brechen, hatten im Januar nicht so viele Milben.

    Pferden gibt man den Gnadenschuß und "schwindsüchtige" Völker sollte man mit einem Schwefelfaden erlösen (aber bitte NICHT jetzt, sondern erst in April/Mai!).

    Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht. (Papst Gregor I.)

  • Mit Verlaub, wer macht das wirklich? Es verzichtet doch niemand auf eine Honigernte aus einem Volk, nur weil man im Januar oder Februar gegen die Milbe behandelt hat.

    Ich schon, kann auch für die fütterung von Ablegern gut verwendet werden.

    Der Pessimist ist ein Optimist, der aus seinen Erfahrungen gelernt hat.