Milbenbefall 2019

  • Das ist das Mittel von Diagonale und Fläche.

    Und es werden nicht ausgesuchte Waben oder Flächen auf den Waben gemessen.

    Es sind auch Drohnen- und Speicherzellen dabei.

    Das wundert mich manchmal, dass auch Drohnenzellen nur 5,3 oder 5,4 mm groß sind. Oder waren das Speicherzellen an den unteren Wabenecken?

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • 1. Gut, dass wir drüber gesprochen haben ;)


    2. Ob es Drohnenzellen waren siehst du doch daran, ob (kleine) Drohnen draus geschlüpft sind. In 5,3 oder 5,4 mm-Zellen werden eigentlich Arbeiterinnen aufgezogen. Wenn die Zellen gar nicht bebrütet und leer waren, kann man auch nichts darüber aussagen.


    LG

    Marieke

    (jetzt völlig Milben-OT)

  • Was genau wird denn bei diesen Angaben gemessen? Die Diagonale zwischen den Spitzen oder zwischen den Flächen? Die Definition wäre beim selber messen schon wichtig.

    Wenn Du es genau wissen möchtest kann man hier etwas dazu nachlesen: http://www.bienenarchiv.de/ver…groesse/zellengroesse.htm


    Der Artikel erklärt genau wie gemessen wird, 10 Zellen "zwischen den Flächen" und das in alle drei Richtungen, dann wird gemittelt...

    Allerdings unterschlägt der Artikel das bis ca. 1900-1920 alle Angaben zu Zellgrößen fast immer in Zoll oder Inch waren, was ein Maß ist was aus der mittelalterlichen ELLE hervorgeht, welche in jeder Marktgemeinde anders lang definiert war und das in ganz Europa, dabei ist die Varianz über 10%.... - Daher sind Umrechnungen der Maße aus den alten Artikeln äußerst mühevoll, man muss immer überlegen/recherchieren, woher war der Author, wo hatte er geimkert und wie lang war daher wahrscheinlich sein Zoll/Inch. Wenn man das berücksichtigt dann kommen bei der Tabelle ganz andere Werte heraus....

    Allerdings der Rest des Artikels ist wirklich gut - auch wenn viele die Schlußfolgerung nicht teilen. Aber die Erklärung das die natürliche Zellgröße von der Genetik/Rasse abhängig ist und aus der Breitenlage deren natürlichen Vorkommens, ist sehr gut, sowie die Recherchearbeiten...

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von FranzXR ()

  • Das ist das Mittel von Diagonale und Fläche.

    Offensichtlich nicht.

    Berggeist: man misst die Strecke von 10 nebeneinanderliegenden Zellen (von Zellwandmitte bis Zellwandmitte der äußeren Zellen) und teilt durch10

    Danke für die Erklärung, aber auch hier wäre die Richtung der Messung wichtig. Nebeneinander liegende Zellen gibt es auch diagonal. Im Link aus 339 ist es dann aber deutlich erklärt. Danke dafür von mir und wahrscheinlich noch manchem anderen.

    ..."ist mir noch nie passiert" sagte der erfahrene Imker, "aber..."

  • Danke, luffi .


    Mir hilft da immer rechnen:


    Wenn also das Volumen entscheidend ist, so lässt sich ausrechnen, dass das Zellvolumen bei 5,4 mm Zellgröße und einem Wabenabstand von 35 mm bei 341 qmm liegt.

    Bei gleichem Wabenabstand (35 mm) resultieren bei 4,9 mm Zellgröße 281 qmm, also -17%.

    Vermindert amn nun also noch den Wabenabstand auf 32 mm kommen wir bei 4,9 mm-Zellen auf 250 qmm


    Ergo: sog. kleine Zellen (4,9 mm) mit einem Wabenabstand von 32 mm haben also ein um 27% geringeres Zellvolumen als "herkömmliche" Zellen (5,4 mm) mit 35 mm Wabenabstand

    - sind also ca. 1/4 kleiner.


    Das erscheint mir wirklich nicht gerade wenig. Wenn das eine "sinnvolle" Anpassungsstrategie für Varroa-Toleranz sein sollte (die Evidenz fehlt bisher), wäre mir interessant, welche Zellgröße VSH-Königinnen denn im Naturbau bauen. Gibt es dazu Erfahrung oder gar Daten?


    Gruß, Jörg

    Eine Fischsuppe aus einem Aquarium zu machen, ist leichter als ein Aquarium aus einer Fischsuppe.

  • welche Zellgröße VSH-Königinnen denn im Naturbau bauen. Gibt es dazu Erfahrung oder gar Daten?

    wirklich! Eine wichtige Fragestellung. Das habe ich bisher auch nochnicht gelesen. Irgendwer wird sicher etwas dazu finden.

    Das wäre sehr aufschlussreich.

    Denke aber, dass es auch da vom Wabenabstand abhängt und von den MWs, die ihnen reingehängt werden.

    Sicher wäre dann Natur- oder gar Stabilbau eine klarere Aussage.

    Gruß

    Harald

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Die Heidevölker behandel ich zur Zeit mit Ameisensäure. Hier sind so um die 500 Milben nach drei Behandlungen gefallen. Die Heimat -Völker und Ableger habe ich in diesem Jahr 3x mit Varromed behandelt. Hier fielen im Behandlungszeitraum von zehn Tagen zwischen 50 und 300 Milben. Die geringste Zahl zeigte sich bei den Völkern mit Elgonabstammung. Diese Völker waren allerdings einige Zeit weisellos.

  • Hallo Bernd!


    Leider wird dieses Thema immer und immer und immer wieder auf das Tablett geworfen um es zu diskutieren.


    Danke für das Ausgliedern!

    :liebe002:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)