Milbenbefall 2019

  • Über den hiesigen (praktischen) Umgang mit kleinen Zellen wurden in diesem Forum bereits viele Erfahrungen ausgetauscht. Schaut mal nach!

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

    Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Kant)

  • Hi Manne !


    Einen Zusammenhang zwischen kleinen Zellen und besserer Überlebensfähigkeit von Honigbienen hat man wissenschaftlich gesichert (leider?) nicht feststellen können.


    Und es gibt verschiedene Strategien von Honigbienen, sich gegen die Varroamilben zur Wehr zu setzen.


    Lange Phasen ohne Brut (z.B. Norwegen), höhere und gleichmäßigere Brutnesttemperatur (z.B. kleinere Zellen und hohe Außentemperatur wie in Arizona), auch viele Schwärme und damit ständige Brutunterbrechungen sind für die Bekämpfung der Varroamilbe förderlich. Und es gibt noch einige Mechanismen die Varroatoleranz erhöhen.

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Ich erinnere mich grad an Donaueschingen letztes Jahr mit dem Imker aus Tibet, nach 4 Wochen (nagelt mich nicht fest) auf dem Berg waren die Völker milbenfrei. Schöne Sache, nur nicht überall praktikabel.


    Gruß Chris

  • ...gleichmäßigere Brutnesttemperatur (z.B. kleinere Zellen und hohe Außentemperatur wie in Arizona)...

    In Arizona gibt es auch Spuren der Scutellata (afrikanisierte amerikanische Honigbienen). Und diese haben kein Problem mit den Varroen. Leider fällt das kaum einem auf.

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

    Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Kant)

  • Sehr aufschlussreich!

    Neben einigen anderen Dingen folge ich der Theorie der kleinen Zellen. die Größe wird aber nicht vorgegeben, sondern mit dem Wabenabstand beeinflusst.

    Die Milbenzahl ist rückläufig.

    Ich züchte aber nicht!

    Mann Mann Mann, sind das Aussagen:

    :oops:

    "Ich züchte aber nicht!"


    Einfach so dahin gesagt, oder?


    Machst Du Ableger?

    Machst Du Schwarmkontrolle?

    Machst Du Varroabehandlung?

    Löst Du Schwächlinge vor dem Winter auf?


    Lass uns doch mal an Deiner "Nicht-Zucht"-Betriebsweise teilhaben...

    :wink:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • In Arizona gibt es auch Spuren der Scutellata (afrikanisierte amerikanische Honigbienen). Und diese haben kein Problem mit den Varroen. Leider fällt das kaum einem auf.

    Es fällt schon jemanden was auf: Sie sind kaum ohne "Sheriff-Stichfest-Imkeranzug" zu bearbeiten und machen 5 bis 8 Schwärme im Jahr.


    Was schrieb ich gerade, als gängige Strategie gegen die Varroamilbe bei Bienenvölkern...

    :wink:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • luffi , also ich züchte auch nicht sondern vermehre, das ist ein großer Unterschied. Aber ich beschaffe mir gezüchtete Königinnen. VG Jörg

    Sorry, aber alleine das ist schon Zucht.

    Mach dir das mal bewusst.

    Du selbst machst das nicht, aber jemand anderes für dich...


    Imker nennt man auch landsläufig "Bienenzüchter"...

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • ... die Größe wird aber nicht vorgegeben, sondern mit dem Wabenabstand beeinflusst.

    Sind die Zellen dann nicht so tief, weil Du einen geringeren Wabenabstand bastelst?


    Die Hypothese heißt also "kleinere Zellen" meint nicht den Wabendurchmesser sondern das Wabenvolumen ist entscheidend?


    Gruß, Jörg

    Eine Fischsuppe aus einem Aquarium zu machen, ist leichter als ein Aquarium aus einer Fischsuppe.

  • Hallo Jörg!


    Das Thema hatten wir wirklich schon oft:


    Zu kleinen Zellen gehören auch kleinere Abstände der Waben.

    Statt 35 mm nimmt man hier 32 mm.

    Erst dann macht sich das mit den kleinen Zellen (=Small cells = SC) "bemerkbarer".

    :wink:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • die Größe wird aber nicht vorgegeben, sondern mit dem Wabenabstand beeinflusst.

    Ich würde aus dieser Aussage schließen, dass keinimker Rähmchen mit geringerem Abstand und Anfangsstreifen / Schiffsrumpfprofil benutzt und erwartet oder beobachtet, dass die Bienen Zellen mit kleinerem Durchmesser bauen.

    Mich würde interessieren, ob der Einfluss in diesem Fall Richtung kleine Zellen war, Harald.


    LG

    Marieke

  • Ja! Die Zellen werden kleiner.

    Das Maß liegt so bei 4,8 bis 5,3mm bei Brutwaben.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?