Beute wiegen - Futter berechen (Dadant US)

  • Servus miteinander,


    ich wollte berechnen (oder abschätzen) wie viel Futter meine Bienen haben. Ich habe nun meine Beute von links und rechts gewogen.


    Was mir nun fehlt, sind die Gewichtsangaben des Bodens, des BR, des HR, der Rähmchen, des Deckels, der Bienen, des Wachses.


    Hat jemand Richtwerte was ich hier ansetzen muss?


    Vielen Dank schon mal

  • Tja, Richwerte gibt es hier sicher nicht, weil jede Beute anders gebaut ist - gerade bei Holz sind die Abweichungen enorm.

    Ich würde die klassische Methode zu Futterschätzung nehmen: Die Fläche, die eine Hand auf der Wabe abdeckt, macht (beidseitig) knapp ein Pfund Futter aus. Dann kannst Du hochrechen, wieviel jetzt drin ist und die Differenz zufüttern und wiegen.

    Ein Kilo mehr kann nie schaden. Man muss nicht ganz so genau arbeiten, d.h.: Vorsichtig schätzen und großzügig einfüttern!

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Faustregeln helfen, unabhängig vom Beutentyp.

    Einräumiger BR (DD oder DN1,5) bekommen bei mir nach der letzten Honigernte


    - 3- 5 MW zum Ausbauen (aufgefüllt auf 10 BR - je nachdem, ob WV oder Ableger) und 5 kg Zucker 1:1

    - Varroabehandlung

    - erneut 5 kg Zucker 1:1 (bis Mitte August)

    - 15 kg Sirup auf Weizen- oder Zuckerrübenbasis unverdünnt.


    Damit fertig.

  • Dodo  
    Moin,
    hier habe ich die Gewichte meine Beutenteile der Dadant US aus Weymuouthkifer von der Bergwiesenimkerei bezogen einmal festgehalten. Vielleicht dient dir dieses als Anhaltspunkt.

    Ich hoffe es klappt mit dem Einstellen.
    Grunddaten Dadant US .pdf

    Gruß
    Bernhard

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • ich wollte berechnen (oder abschätzen) wie viel Futter meine Bienen haben. Ich habe nun meine Beute von links und rechts gewogen.

    Was mir nun fehlt, sind die Gewichtsangaben des Bodens, des BR, des HR, der Rähmchen, des Deckels, der Bienen, des Wachses.

    Hat jemand Richtwerte was ich hier ansetzen muss?

    Was ist eigentlich so schwer daran, einmal alle diese Teile selbst zu wiegen und dann mit diesem Gewicht zu arbeiten, statt Werte von Fremden zu verwenden, wo man nicht weiß, was bei denen anders ist als bei einem selbst?


    Ich wette, euren Honig wiegt ihr auch ganz genau, statt andere zu fragen, wieviel Kg so in einem Eimer ungefähr sind! :wink:


    Und das Gewicht von Bienen beträgt etwa 1kg pro 10.000, bei Wachs kann man je nach Beutenmaß ca. 100g pro Wabe rechnen. Halt einfach mal ein paar Leerwaben wiegen, Durchschnitt bilden und gut ist.

  • Top vielen Dank. Das hilft mal auf jeden Fall als Anhaltspunkt

  • Was daran so schwer ist? Na wenn die Beute schon bewohnt ist, ist es schwer alles einzeln zu wiegen...

    --> Toller Post, Danke für nichts

  • Die meisten haben aber auch eine baugleiche Reservebeute, die man dann wiegen kann. Andere denken vor dem Füttern ans wiegen und ganz andere suchen hier im Forum nach dem Beitrag, in dem dieses bereits ausgiebig diskutiert worden ist (samt diverser Gewichtsangaben) und müssen dann nicht für nichts danken :/

    Bitte für ebenfalls nichts!

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Selbst wiegen ist natürlich in jedem Fall die sicherste Methode, hab ich auch gemacht und mir in den Stockkartenhefter geschrieben. Ich kann es aber auch nachvollziehen, wenn man als Anfänger nicht dran gedacht hat und vielleicht auch (noch) keine Ersatzbeute da hat.

    Vielleicht hilft ja ein Anruf beim Hersteller/Händler der betr. Beute - wenn man nett fragt, können die einem vielleicht helfen. Die brauchen die Gewichte ja eh für ihren Versand und ich könnte mir auch vorstellen, dass so eine Frage dort nicht zum ersten Mal gestellt würde.

  • Ich habe das ursprünglich ehrlich gesagt auch versäumt. Aber man kann ja jetzt in die Kiste gucken, die Futtervorräte abschätzen und wiegen. Dann hat man einen Näherungswert für das effektive Gewicht der Beute mit allem drum und dran (abzgl. geschätzter Futtervorrat). Das ist doch eine perfekte Ausgangsgrösse für die weiteren Schätzungen!

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Bei der Auffütterung wiege ich immer die komplette Dadant-Beute inkl. Bienen und Rähmchen, ohne Honigraum und Metalldeckel. Mein Mindestgewicht der Beuten zur Überwinterung liegt bei mir bei 40 Kg. Bin damit immer gut gefahren.