• Hallo zusammen,


    ich würde mein erstes Bienenjahr gern abschließen, allerdings gibt es in ca. 2km Entfernung zu meinem Standort größere Heideflächen.

    Bis jetzt hieß es das Jahr wäre zu trocken für die Heide. Daher habe ich mir kurz selbst ein Bild gemacht:


    Nun ja, mit meinem begrenzen Gartenwissen würde ich sagen, da wird noch was blühen. Was sagen die Heideexperten?


    Viele Grüße

    Steffi

  • Ich bin auch mit meinen Bienen 2 km von der nächsten Heide/Moorfläche entfernt. Selbst wenn man sie direkt in die Heide stellt, kommt nur dabei heraus, dass die Völker schrumpfen und das schrumpfende Brutnest Heidehonigkränze hinterlässt. Wenn ich überflüssige Bienen loswerden möchte, werde ich sie in die Heide bringen, damit sie dort in den Spinnweben hängenbleiben. Das andere Problem wäre dann die späte anschließende Einfütterung und damit die Abarbeitung der Winterbienen.

  • Guten Morgen,


    Micha : naja, die Flächen in 2km Entfernung, die ich kenne würde ich eher als Randvegetation im Kiefernwald beschreiben. Etwas weiter (5km) gibt es größere Heidevorkommen.


    ManfredT : Zur Heide habe ich mich schon belesen bzw. überlegen wir gerade mit meinem Paten wie wir es nun am Besten machen. Daher auch meine Frage hier in die größere Runde, ob da noch etwas kommt.


    Mit meinem aktuellen Standplatz bin ich bisher zufrieden. Die mögliche Heidetracht wäre der einzige Nachteil.

  • Nun ja, mit meinem begrenzen Gartenwissen würde ich sagen, da wird noch was blühen.

    Blühen alleine reicht nicht.

    Ich verstehe das Problem nicht. Als zusätzliche, wahrscheinlich geringe Tracht, dürfte den Bienen dadurch kein Schaden entstehen. Den letzten Schub Futter brächte ich eh erst nach der Heideblüte ins Volk. Noch näher anwandern war bei der Entfernung ja eh nicht vorgesehen.

    Anwandern könnte auch allgemein, wegen der weit verbreiteten Trockenheit, vielleicht weniger erfolgreich sein.

  • Um die kleinen Flächen mach Dir mal keine Sorgen. Wenn ihr dann die großen Flächen anwandern wollt solltet Ihr euch schon ein Konzept überlegen.

    Ich wander die Heide nur mit meinen ersten Ablegern des Jahres an. Die Wirtschaftsvölker bleiben zu Hause. Weiterhin braucht es bestimmte Technik um den Heidehonig zu ernten. An Deiner Stelle würde ich mich hier im Forum belesen und mir für das nächste Jahr einen Plan machen.


    Gruß Micha

  • Mir geht es natürlich nicht ums „Anwandern“, die Flächen sind ja im Flugkreis meiner Bienen. Am Standort habe ich ja Wirtschaftsvölker und diesjährige Jungvölker, die ich alle gut ins nächste Jahr bringen möchte. Auf Heidehonig bin ich jetzt nicht sonderlich erpicht, aber falls etwas anfällt, dann nehme ich den natürlich mit. Die Technik zum Auspressen der Waben ist vorhanden.

  • Hier sieht die Heide ebenfalls besser aus als nach der Trockenperiode erwartet. Im Juli hatten wir mehrmals Gewitter mit Starkregen, der örtlich sehr verschiedene ausfällt, deshalb habe ich beim Bundesforst für das militärische Sperrgebiet einen Wanderparkplatz beantragt, leider wohl etwas spät, da ich nicht mit dieser Entwicklung gerechnet habe. Wandern werde ich nicht mit den besten Völkern, sondern mit brutverstärkten Ablegern. Heidehonig ist etwas für Liebhaber, große Erträge sind selten, Totalversagen auch. Da ich die Imkerei als Hobby betreibe und immer in die Heide gewandert bin, versuche ich es auch in diesem Jahr. Werde dann berichten. Viele Grüße aus dem Raum MD

  • Hier sieht die Heide ebenfalls besser aus als nach der Trockenperiode erwartet. Im Juli hatten wir mehrmals Gewitter mit Starkregen, der örtlich sehr verschiedene ausfällt, deshalb habe ich beim Bundesforst für das militärische Sperrgebiet einen Wanderparkplatz beantragt, leider wohl etwas spät, da ich nicht mit dieser Entwicklung gerechnet habe. Wandern werde ich nicht mit den besten Völkern, sondern mit brutverstärkten Ablegern. Heidehonig ist etwas für Liebhaber, große Erträge sind selten, Totalversagen auch. Da ich die Imkerei als Hobby betreibe und immer in die Heide gewandert bin, versuche ich es auch in diesem Jahr. Werde dann berichten. Viele Grüße aus dem Raum MD

    Hi,


    die haben dieses Jahr ganz komische Zeiten für die An- und Abwanderung.


    Ich hatte in der Linde nachgefragt und mir war es deutlich zu spät.


    Gruss Joachim

  • hansen77 , an der B189 bei Dolle und einer Fläche bei Ellersel. Hab heute ein Schreiben der Bundesforstverwaltung bekommen, Anwanderung am 21/22.08, Abwanderung 22.09.. Das passt nicht zur erwarteten Hauptblühzeit. Wenn’s nicht nochmal richtig bei Dolle regnet lass ich’s vielleicht doch. Werde noch mal an der B71 (bei Born) schaun aber dort stand ich noch nie.

  • Die Altvorderen sagen 8.8. bis 9.9. honigt die Heide, vorausgesetzt das Wetter stimmt, nämlich Hitze und Schwüle. Nur kann man solche Völker abschreiben, oder man versucht sie in Mini+ zu überwintern, zumindest bei uns. Die einzige gute Möglichkeit wäre, für die Heide wirklich dicke Völker zu machen, aber dann kein langes Gesicht, wenn sie klein zurückkommen. Haben doch hier die Alteingesessenen fast alle Bienen gehabt - in Körben - und sie tüchtig schwärmen lassen, um möglichst viele Völker für die Heide verbrauchen zu lassen; denn sie wurden bis auf die dicksten Völker alle abgetötet, geschlachtet sagte man, um dann den Heidehonig herauszuschneiden, auch aus schwarzen Waben.

    Heute, nach dem 9.9. noch rechtzeitig auffüttern zu können, wäre das nächste Risiko, wenn man nur wenig Bienen hat; denn schnell reduziert sich die Völkerzahl jedes Jahr um die Hälfte - und dann kommt noch die Varroa.

    Sollte ich einmal zu viele Bienen haben, dann packe ich die Kästen oder nur einige proppevoll mit Bienen und stelle sie in die Heide und presse danach die schwarzen Waben aus - Heidehonig schmeckt gut und einfach mal anders.

    Aber in 2-5 km Entfernung kann nichts passieren, die paar Tröpfchen mischen sich unter das Winterfutter.

    PS: Ich habe im Frühjahr die überschüssigen Winterfutterwaben ausgepresst und... es war Honig, goldgelb, mit Sicherheit aber verpanscht. Das kann nur von den allgegenwärtigen Senffeldern gekommen sein.