Futterteig aus ausgeschleuderten ehemaligen Brutwaben?

  • Im Ernst, wohin führt das alles!? Diese Entwicklung ist ja weder neu noch überraschend, aber ich finde diese Art von Entfremdung total beängstigend. Es inzwischen fehlt jedes Augenmaß.

    Stimmt, ergänzend: genug Hirn (eigentlich Kenntnis und Eier zum Versuch) um etwa moralich verursachten Unsinn auszusortieren.

    Is halt einfach, immer den Bach runter, nur wer sich dagegen stemmen will/kann und aufwärts schwimmt wird neues entdecken, auch wenn die saft und kraflosen eben genau da her kommen.

    ZB

    Käme ICH nie auf den Gedanken Honig aus dem Brutraum zu verwerfen, kann der doch, wenn richtig geimkert, aus HELLEN unbebrüteten Waben geerntet werden.

    Aber, ich sehe, ich kämpfe mich schon wieder gegen den Strom vor.

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.

    sine missione

  • Im Ernst, wohin führt das alles!? Diese Entwicklung ist ja weder neu noch überraschend, aber ich finde diese Art von Entfremdung total beängstigend. Es inzwischen fehlt jedes Augenmaß.


    Is halt einfach, immer den Bach runter, nur wer sich dagegen stemmen will/kann und aufwärts schwimmt wird neues entdecken, auch wenn die saft und kraflosen eben genau da her kommen.

    ZB


    Ganz wichtig ist dabei den Mund geschlossen zu halten, sonst bekommt man die dahintreibenden in den falschen Hals ^^

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • ...In den Altwaben KÖNNTEN sich diverse Erreger besser halten.

    Warum man Honig, wenn man brav ist, aus bebrütete Waben nicht mehr verkaufen sollte... (?)

    Tatsächlich ist bei einem AFB- Fall der Verkauf von Honig FÜR DIE KONSUMATION, zumindest in Österreich, zulässig...

    Oder eine Futterkranzprobe damit machen lassen und dann erst betreffend einer Verfütterung weiter überlegen, wenn man es richtig machen möchte.


    1. Das ist mißverständlich, weil die Vermischung von 2 Fragen droht: a) Hygiene für die menschliche Ernährung und b) für die bienische Ernährung, resp. Herstellung von Futterteig.

    zu a) AFB-Sporen sind für die menschliche Ernährung völlig ungefährlich. Deswegen dürfen wir auch den mehrheitlich AFB-versporten Auslandshonig ohne jede Einschränkung essen, nicht nur in AT, auch in D und in den anderen EU-Staaten, ja weltweit.

    zu b) Sogar erwachsenen Bienen können AFB-Sporen nichts anhaben. AFB-Sporen keimen nur in Bienenbrut zu ihrer Lebendform aus, vermehren sich rasant und töten diese dadurch. Die Sporen sind sehr robust, überdauern Jahrzehnte, kochendes Wasser/-dampf etc. und sind hoch ansteckend. Sie können sich selbstverständlich auch hinter der bienischen Propolistapete verstecken.


    2. Bienen: Hygiene ist ihr Lebenselexier. Jede Zelle wird vor Wiederbenutzung gereinigt und mit einem keimabwehrenden Anstrich versehen (Propolis) und genau inspiziert (sogar unabhängig von einander von mehreren Tieren = QMS, Mehraugenprinzip). Das ist also nicht wie im Saustall. Deshalb sahen die Alten früher auch keinen Grund, Honig aus Altwaben für die menschliche Ernährung zu verwerfen. In vielen - auch zivilisierten - Ländern dieser Welt sieht man das übrigens noch immer so.


    3. Vermutlich hängt die Empfehlung der Honiglehrgänge, nur unbebrütete Waben auszuschleudern, mit einem besseren Hygiene"gefühl" zusammen. Das ist auch fotogener.

    Und es zwingt v.a. bei Betriebsweisen mit Rä. Tausch zwischen BrRaum und HoRaum zu häufigerer Wabenerneuerung. Letzteres ist - trotz der Eigenhygiene des Bien - als Vorsorgemaßnahme (im BrRaum) ein zusätzlicher Beitrag, Eigen-Reinfektionen des Bien auszuschließen - also wiederum ein quasi vorbeugender QMS-Schritt, der Hygienefehler des Bien ausschließen bzw. die Sozialhygiene des Bien unterstützen soll.

    Apfelbienchen : Also kein Grund, einzelne BrW, die ausnahmsweise im HoR landeten und dort mit Honig befüllt wurden, nicht auszuschleudern oder gar zu verwerfen/mit Honig zusammen auszuschmelzen. Unter dem Aspekt der AFB-Vorsorge wäre überdies besorgt zu fragen, was mit dem Schmelzabfall (Trester, Abwasser etc.) und den Gerätschaften geschah - ob sie zuverlässig bienendicht gehalten bzw. seuchenhygienisch fachgerecht desinfiziert oder bienendicht entsorgt wurden. Kochendes Wasser oder einfacher Wasserdampf reichen da nämlich bei weitem nicht. Das AFB-Verbreitungsrisiko war beim Ausschmelzen der verhonigten AltWaben mglw. viel höher als es durch (bienenunzugängliches) Ausschleudern gewesen wäre.

  • Ich hatte eigentlich gedacht, dass das nachgewiesene Vorhandensein von Giften im Wachs, insbesondere aus der Landwirtschaft und die Aufdeckung des Wachsskandals, die verbohrten Verfechter der Verteufelung von bebrüteten Waben zum reumütigen Umdenken veranlasst haben.

    Habe mich getäuscht !

  • Ach Du, in dem Satz sind soviele Verneinungen drin, da kann sich mit 'verbohrt' jeder angesprochen fühlen...


    Mach halt was Du für richtig hältst. Wird schon stimmen. Zumindest für Dich ;)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ich hatte eigentlich gedacht, dass das nachgewiesene Vorhandensein von Giften im Wachs, insbesondere aus der Landwirtschaft und die Aufdeckung des Wachsskandals, die verbohrten Verfechter der Verteufelung von bebrüteten Waben zum reumütigen Umdenken veranlasst haben.

    Habe mich getäuscht !

    Dem kann ich nicht genau folgen.

    Soll ich jetzt, weil es einen Wachsskandal gab, nie wieder einen Waben Wechsel ausführen?

    Oder isolieren die Brutablagerungen vor den Rückständen der Gifte aus der Landwirtschaft?


    Wiewohl es reinstes Wachs gibt Rückstandsfrei, Paraffinfrei, mit geringen Stearinanteilen, welche ein Zerfallsprodukt des Biene wachsen sein wird.

    Nur, man darf nicht nach dem Geiz ist Geil Gedanken einkaufen.....

    Und Proben einschicken....

    Kostet halt was....

    Braucht Zeit,

    ist hier allerdings:Off Topic

    Frage fünf Imker, bekomme sieben Antworten und bilde Dir die achte Meinung.

    Das sind Imker Foren...

    Keiner hat Unrecht, nur den Weg, den muss man selber finden.

    In der eigenen Lage, Höhe, Umgebung, mit der eigenen Genetik.

    Und können, oder Unvermögen.

    :thumbup:

  • Ach so war das gemeint... :D Naja, bin zwar Anfängerin in der eigenen Bienenhaltung, aber mit der Wirkungsweise von Honig habe ich mich schon seit längerem beschäftigt, das ist mir schon klar... Ich dachte, Du meintest da etwas ganz Spezielles!;)

  • Habe eine Frage: Ich habe im Frühjahr ein Bienenvolk auf DN Rähmchen bekommen, habe aber Zander-Beuten. Wir haben anfangs ein bisschen gebastelt und nach und nach ausgetauscht, das hat soweit gut geklappt. Einige der ehemals bebrüteten Rähmchen haben sich dadurch zwischenzeitlich im Honigraum befunden und es wurde natürlich nicht nur in die neuen Rähmchen fleissig Honig eingetragen, sondern auch in die alten. Diese Rähmchen benötige ich nicht mehr und schmelze sie nach und nach ein. Da das mit dem Honig darin eine ziemliche Schmiererei war, habe ich die letzten beiden Rähmchen ausgeschleudert (Mitte Juli, im Zuge mit der "normalen" Honigernte, natürlich hinterher, getrennt von dem "sauberen" Honig!). Könnte ich daraus nun Futterteig herstellen? Wie lange würde der Futterteig sich halten? Oder ist es besser den Honig aufzubewahren und bei Bedarf dann den Teig herzustellen? Ich glaube, ich habe mal gehört, dass man keinen Futterteig aus Waldhonig machen sollte, weiß aber nicht mehr warum... Der Wald ist bei mir nicht allzu weit weg, d.h. es können natürlich Waldhoniganteile mit drin sein. Oder sollte ich diesen Honig dann einfach besser entsorgen?

    Auch der aus Brutwaben geschleuderte Honig, ist ein guter Honig und viel zu schade um daraus Futterteig zu machen. Will man das trotzdem tun, ist es zeitsparender und besser dies sofort zu machen, besonders wenn der Honig einen höheren Wassergehalt hat. Futterteig hält sich jahrelang.

    Waldhonig ist ein besonders schmackhafter Honig. Er enthält mehr unverdauliche Mineralstoffe als Blütenhonig. Nutzt man ihn als Winterfutter, sammeln sich diese im Bienendarm. Können bei anhaltenden Kälteperioden die Bienen lange nicht zum abkoten ausfliegen, kann das zu Darmerkrankungen der Bienen führen.


    P.S. Als Imker sollte man sich an Sticheleien gewöhnen. Imkerliche Betriebsweisen ähneln religiösen Glaubensrichtungen und Gläubige sind oft intolerant.

  • Wenn dich das schneller nach vorne bringt

    sicher doch, der Widerstand bei geöffnetem Mund steigt erheblich. Mit geschlossenem Mund kann man viel einfacher vorwärts kommen. Im ganzen Leben so ;)

    Drann halten tust dich ja nich gerade.

    Jetzt aber, würde ich jedesmal den Mund aufmachen wenn ich das Bedürfnis hätte irgendwelchen Unfug richtig zu stellen, dann würde ich vermutlich bald auch nur noch so dahin treiben, meiner ganzen Energie beraubt.

    andersrum. Irgendwie bekommen die Dahintreibenden da was in den falschen Hals.

    Betrachte es mal so, die sind laut predigend gegen den Strom geschwommen und wollten alles und jeden überzeugen, dann irgendwann haben sie sich damit so verausgabt und schon ging es wieder in die andere Richtung ^^

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
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  • Du hattest aber nich dein Maul zu:(

    sonst wären andere ja nich darin gelandet....

    egal ob rauf oder runter ....

    Ich habs Visier immer auf und bin immer geradeaus, mich kannst nich meinen.

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.

    sine missione

  • Du hattest aber nich dein Maul zu

    ???

    sonst wären andere ja nich darin gelandet....

    kann dir gerade nicht ganz folgen, wer soll warum in meinem Maul gelandet sein?

    Ich habs Visier immer auf und bin immer geradeaus, mich kannst nich meinen.

    also mein Beitrag war nicht persönlich gemeint sondern einfach eine allgemeine Feststellung.

    Gruß Markus


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