Futterteig aus ausgeschleuderten ehemaligen Brutwaben?

  • Habe eine Frage: Ich habe im Frühjahr ein Bienenvolk auf DN Rähmchen bekommen, habe aber Zander-Beuten. Wir haben anfangs ein bisschen gebastelt und nach und nach ausgetauscht, das hat soweit gut geklappt. Einige der ehemals bebrüteten Rähmchen haben sich dadurch zwischenzeitlich im Honigraum befunden und es wurde natürlich nicht nur in die neuen Rähmchen fleissig Honig eingetragen, sondern auch in die alten. Diese Rähmchen benötige ich nicht mehr und schmelze sie nach und nach ein. Da das mit dem Honig darin eine ziemliche Schmiererei war, habe ich die letzten beiden Rähmchen ausgeschleudert (Mitte Juli, im Zuge mit der "normalen" Honigernte, natürlich hinterher, getrennt von dem "sauberen" Honig!). Könnte ich daraus nun Futterteig herstellen? Wie lange würde der Futterteig sich halten? Oder ist es besser den Honig aufzubewahren und bei Bedarf dann den Teig herzustellen? Ich glaube, ich habe mal gehört, dass man keinen Futterteig aus Waldhonig machen sollte, weiß aber nicht mehr warum... Der Wald ist bei mir nicht allzu weit weg, d.h. es können natürlich Waldhoniganteile mit drin sein. Oder sollte ich diesen Honig dann einfach besser entsorgen?

  • Getrennt vom 'sauberen Honig'? Was waren unsere Vorfahren doch für Ferkel!? Bisserl mehr Wertschätzung für die Produkte des Bienenvolks und weniger Sagrotan-Philosophie! Oder 'entsorge' die Bienen.


    Im Ernst, wohin führt das alles!? Diese Entwicklung ist ja weder neu noch überraschend, aber ich finde diese Art von Entfremdung total beängstigend. Es inzwischen fehlt jedes Augenmaß. Es geht ja nicht darum, ausschließlich schwarze Waben zu schleudern. Nix für ungut.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

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  • rase : Es tut mir leid, dass mir keine bessere Fromulierung gelungen ist, aus diesem Grund habe ich das Wort auch in Anführungszeichen gesetzt. Dein Kommentar ist einfach nur unverschämt und nicht hilfreich. Ich bin leider eine blöde, dumme Anfängerin, deren Bienenpate gerade im Urlaub ist und deswegen stelle ich so doofe Fragen. Ich dachte, dass es sich hier um ein Forum handeln würde, wo man nicht gleich niedergemacht wird, sondern vielleicht Hilfestellung und Tipps erhält. Hätte ja sein können. Ich habe sogar die Kategorie der "Neuimker" gewählt! Ich habe halt nun mal bisher von all den anderen Sagrotan-Philosophen gelernt, dass man diese schon mehrfach bebrüteten, sehr dunklen Waben nicht ausschleudert und den Honig zum menschlichen Verzehr nutzt. Aber ich war so dreist und habe es trotzdem getan, ich habe sie ausgeschleudert! Ja, und dann habe ich es von meiner restlichen, ersten eigenen Honigernte getrennt getan, da ich noch nicht mal wusste, wie das Zeug, was aus diesen dunklen Waben kommt, aussehen wird - weil ich so etwas noch nie zuvor getan habe! Ja, ich habe es getan, obwohl mir alle geraten haben, es gleich komplett zu entsorgen. Und jetzt habe ich hier ein paar Kilo Honig stehen und es täte mir leid diesen zu entsorgen, deswegen wage ich es sogar noch hier zu fragen, ob man damit nicht noch etwas machen könnte... Denk mal nach, könnte nicht sogar gerade da der Hinweis auf einen Funken Wertschätzung für das, was die Bienen geleistet haben, dahinter stehen?


    @alle anderen: ich hoffe trotzdem noch auf konstruktive, hilfreiche Tipps! Danke schon mal...

  • Und jetzt habe ich hier ein paar Kilo Honig stehen und es täte mir leid diesen zu entsorgen, deswegen wage ich es sogar noch hier zu fragen, ob man damit nicht noch etwas machen könnte...

    Du könntest ihn essen :/ Rase hat schon recht, wenn auch vielleicht etwas zu deutlich formuliert. An dem Honig ist nix schlechtes, auch wenn er aus den Brutwaben kommt. Solange man nicht nur schwarze Schinken ausschleudert ist es meiner Meinung nach nicht schlimm, wenn mal 1-2 Bebrütete dazwischen sind.


    Wenn du ein ungutes Gefühl hast diesen zu verkaufen/verschenken, dann nutze die paar Gläser einfach für den Eigenbdarf. Kannste problemlos essen, dir passiert nix dabei. Und eklig ists auch nicht, ist immerhin sowieso alles eingespeichelte Bienenkotze :-)

  • Llecter : Danke!

    Warum wird dann von vielen so deutlich darauf beharrt, dass man die gar nicht schleudern soll? Ich habe halt einfach keine Erfahrung und möchte es wissen. Was könnte denn in dem Honig drin sein, was bei den hellen Waben nicht rein gerät? Ich meine, dass die Waben nicht so appetitlich aussehen kann doch nicht der alleinige Grund sein. Ich habe zwar den Honigkurs gemacht, aber es zu dem Zeitpunkt als "gegeben" hingenommen, dass eben nur die hellen Waben geschleudert werden. Die Fragen tauchen ja immer erst später auf...

    Auch wenn ich den Honig dann wahrscheinlich doch aufessen werde, würde ich mich über Antworten zu meiner Futterteigfrage bezüglich Haltbarkeit und Waldhonig freuen...

  • Apfelbienchen ::daumen:

    Gratulation zu Deinem 2. Post.

    So mancher weiss nicht, dass in den diversen Kursen Altwaben vertäufelt werden.

    Wiewohlriff Altwaben zwischen einem Jahr, bis zu 20!! Jahren Verwendung findet.

    Und die 20 Jahre wurden von einem Sachverständigen bei einer Seuchenbeschau festgestellt.


    Sodale:

    In den Altwaben KÖNNTEN sich diverse Erreger besser halten.

    Warum man Honig, wenn man brav ist, aus bebrütete Waben nicht mehr verkaufen sollte.

    Tja, eben sollte, wie man lesen kann.

    Tatsächlich ist bei einem AFB- Fall der Verkauf von Honig FÜR DIE KONSUMATION, zumindest in Österreich, zulässig.

    Worauf ich hinausmöchte: Je nach Zustand... Selber essen...

    Oder eine Futterkranzprobe damit machen lassen und dann erst betreffend einer Verfütterung weiter überlegen, wenn man es richtig machen möchte.

    Je nachdem, wie weit die nächste AFB-Schleuder entfernt ist.

    Du gibst das Futter möglicherweise einem sowieso schon schwachen Volk...

    Womit, ich zumindest, vorsichtig wäre.

    PRINZIPIELL KANN MAN ALLES MACHEN, es wird scheinbar sogar verkauft wie man lesen konnte.


    Viel Spass in diesem, an sich guten Forum.

    Lass Dich von Anti-Hygieneapostel nicht verscheuchen.

    Tatsächlich versucht man die Qualität eines Produktes zu verbessern was halt nicht jedermanns Sache ist.

    Jeder Entscheidet für sich.

    Ich persönlich würde kein Futter daraus machen. :wink:, angesichts des untypischen AFB Jahres.

    Frage fünf Imker, bekomme sieben Antworten und bilde Dir die achte Meinung.

    Das sind Imker Foren...

    Keiner hat Unrecht, nur den Weg, den muss man selber finden.

    In der eigenen Lage, Höhe, Umgebung, mit der eigenen Genetik.

    Und können, oder Unvermögen.

    :thumbup:

  • Bei vielen Hinterbehandlungsbeuten zum Beispiel, lässt es sich gar nicht vermeiden, ein paar Brutwaben in den Honigraum umzuhängen. Die werden auch mit geschleudert und die Qualität des Honigs ist dadurch nicht schlechter. Für mich völlig normal, wenn es nur wenige sind.

    Der Pessimist ist ein Optimist, der aus seinen Erfahrungen gelernt hat.

  • bloss nicht entsorgen, die Maedels haben hart dafuer geschuftet!

    Fuell ihn in Glaeschen, und nutze es bei deiner naechsten Erkaeltung.

    Ich muss schon wieder so blöd fragen, warum speziell bei Erkältung???

    nicht speziell sondern zum Beispiel :)

    Honig wird eine stärkende Wirkung auf das Immunsystem nachgesagt ...

    Ich nehme persoenlich gerne ein Paar Loeffen Honig wenn ich erkaeltet bin. Sonst ist es auch perfekt beim naechtlichen Heisshunger ;-)

  • rase : (...) Dein Kommentar ist einfach nur unverschämt und nicht hilfreich. Ich bin leider eine blöde, dumme Anfängerin, deren Bienenpate gerade im Urlaub ist und deswegen stelle ich so doofe Fragen. Ich dachte, dass es sich hier um ein Forum handeln würde, wo man nicht gleich niedergemacht wird, (...) Ich habe halt nun mal bisher von all den anderen Sagrotan-Philosophen gelernt, dass man diese schon mehrfach bebrüteten, sehr dunklen Waben nicht ausschleudert und den Honig zum menschlichen Verzehr nutzt. Aber ich war so dreist und habe es trotzdem getan, ich habe sie ausgeschleudert! Ja, und dann habe ich es von meiner restlichen, ersten eigenen Honigernte getrennt getan, da ich noch nicht mal wusste, wie das Zeug, was aus diesen dunklen Waben kommt, aussehen wird

    Jahrhundertelang hat kein Hahn nach bebrüteten oder unbebrüteten Waben gekräht. Für das 'Zeug' sind Deine Bienen je Pfund ein paarmal um die Welt geflogen. Anderswo verhungern auch 2019 Menschen. Du sprichst von entsorgen: Wer oder was ist jetzt unverschämt? ;)


    Vor 20 Jahren galt die hellbraune, 'wenig' bebrütete Wabe noch als das Nonplusultra im HR. Läßt sich noch ok mit der Gabel entdeckeln, bricht nicht beim Schleudern. Das war zu Zeiten des zweiräumigen BR. Wabenhygiene war unten ausbauen lassen, wenn älter übers ASG und dann irgendwann raus. Kann man so machen. Bei Systemen mit verschiedenen Rähmchenmaßen in Brut- u. Honigraum geht das naturlich nicht. Weil das eh moderner ist, haben dann viele Imker (auch die mit zwei BR) das übernommen und jetzt wär es ja nur eine konsequente Entwicklung, wenn man Honig aus bebrütete Waben wegschmeißen würde, oder? :)


    Ich hab, als moralisch integerer Imker, natürlich auch so'n modernes System mit grundsätzlich unbebrüteten Waben im HR. Nix für ungut, echt. Aber die Entwicklung hin zur Sagrotan-Philosophie find ich trotzdem Kacke. Weil das allmählich so in Stein gemeißelt daherkommt, was vor zehn Jahren noch überhebliche Vorwärtsverteidigung von z.B. Dadantimkern war. Was leider völlig dabei auf der Strecke bleibt ist der gesunde Menschenverstand.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Es gibt nur einen Grund warum auf einmal die Wabenhygiene aufkam. In alten Waben steigt möglicherweise die Konzentration an Giften aus der Umwelt und kann daher eher wieder in den Honig wandern. So die Theorie, wie es sich mit all den Häutchen tatsächlich verhält sollte man mal analysieren.


    Keiner wird einem sagen, es geht um den Anwenderschutz, sonst würde man ja ein neues Fass auf machen ^^

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit