Verdeckelter Honig zu feucht

  • Hi,


    ich wollte übermorgen eigentlich nochmal Schleudern. Habe 7 volle Zanderzargen, zum Teil voll verdeckelte Rähmchen. Vorhin habe ich dann mal den Wassergehalt kontrolliert und der liegt selbst bei den verdeckelten Waben bei 19-20%. ☹️


    Was tun? Trocknet der Honig noch trotz Verdeckelung? Oder kann ich die Damen noch irgendwie überzeugen den Honig zu trocknen?


    Gruß Thomas

    Viele Grüße aus dem Bergischen
    Thomas

  • Ich hatte das Problem bei einem Volk dieses Jahr.

    Meines Wissen nach würde der verdeckelte Honig noch ETWAS nachtrocknen, aber ob das reicht...?

    Ich habe mit knapp 20% geschleudert, und ihn als Backhonig angeboten. Hat prima funktioniert. Ich hatte sogar Kunden dabei, von denen ich weiß ,dass sie Backhonig auch auf Grund des Preisvorteils sofort verzehren, was spricht dagegen, bei 19% Wasser... !?

    Freier Imker

    Ohne DIB oder Verein

    Nicht vorbelastet

    Offen für alle Anregungen

  • Was macht man wenn man kein solches Refraktometer hat ?

    Kann man an der Konsistenz irgendwie ausmachen ob er zu feucht ist ?

    Einschicken will ich Honig eigentlich nicht extra. ;)

  • Mit etwas Erfahrung kann man das schon beim Auslaufen aus der Scleuder erkennen.

    Wie es bei Robinien - oder Edelkastanienhonig verhält, kann ich nicht sagen.

    Habe mal gelesen, das Robinie auch wie Wasser aus der Schleuder lief und trotzdem trocken genug war. Ob es stimmt kann vielleich tjemand anderes sagen.

  • ... oder man hilft sich einfach gegenseitig. 19% ist kein Beinbruch, sollte halt anständig gelagert sein. Ansonsten wenn der eigene Honig zu feucht ist, tut man sich mit einem Kollegen zusammen der trockenen hat und macht eine gemeinschafts- Charge. Nächstes Jahr ist er vielleicht froh, wenn Deiner trocken ist. Von den Bienen trocknen lassen wird vermutlich nicht mehr funktionieren. Du solltest an einfüttern und behandeln denken.

    Wegen 19% als Backhonig verkaufen? Immer her damit, aber sinnvoll ist anders.

    Dagegen spricht, dass er vollkommen in Ordnung ist, und du ihn vermutlich für nen Appel und´n Ei fast herschenkst.

  • Nächstes Jahr ist er vielleicht froh, wenn Deiner trocken ist.

    Eher nicht.

    Feuchter Honig ergibt sich durch die Art der Tracht (Zeitpunkt, Menge, Sorte...), die in einer Region wohl sehr ähnlich ausfallen wird, oder durch die Betriebsweise.

    Diese dürfte allerdings eher selten von Jahr zu Jahr wechseln.

    ..."ist mir noch nie passiert" sagte der erfahrene Imker, "aber..."

  • Die Tracht (Zeitpunkt, Menge, Sorte) kann schon in wenigen Kilometern völlig anders aussehen, etwa bei unterschiedlichen Höhenlagen. Die Honigfeuchte wird auch noch von anderen Parametern (z. B. exakter Zeitpunkt der Ernte) beeinflusst, daher kann es durchaus sein, dass der Imker 5 km weiter eine andere Honigfeuchte hat. Und selbst wenn nicht, vielleicht ist er ja auch einfach hilfsbereit? Solls ja auch geben :-)

  • Natürlich kann sie das. Meist ist es aber nicht so. Außerdem hast du die Punkte vergessen. Die anderen Parameter wie der Zeitpunkt der Ernte gehört aber zur imkerlichen Betriebsweise. Die ist meist über die Jahre hinweg ähnlich. Ich kenne Imker in meiner Umgebung, die immer trockeneren Honig haben als ich. Vielleicht liegt es dabei sogar an der Messung. Wahrscheinlich an der Betriebsweise, oder dem bei beiden nicht wechselnden Standort.

    ..."ist mir noch nie passiert" sagte der erfahrene Imker, "aber..."