Wie ansteckend ist Kalkbrut?

  • Hallo miteinander!


    Ich habe Kalkbrut. Bzw. nicht ich selbst sondern ein Volk. Mein Kalk ist woanders ;)


    Bei dem Volk liegen jeden Morgen ca. 10-15 Mumien vor dem Flugloch, Abends noch einmal soviel.


    Vor einer Woche entnahm ich eine Wabe, die gut zu 1/3 befallene Brut hatte. Daraufhin lag einige Tage lang nur noch wenig vor dem Flugloch, wird jetzt aber wieder mehr!

    Die Königin habe ich vor 1 Woche gekäfigt, nach auslaufen der Brut wird umgeweiselt und alle Waben eingeschmolzen.


    Der Wabenbau ist neu, von diesem Jahr! Der Altköniginnenableger ist sehr fleissig und stark.



    Was mich momentan aber verunsichert: es dauert noch 2 Wochen bis die Brut ausgelaufen ist und zur Tat schreiten kann.

    Wie bedrohlich ist die Situation für meine restlichen Völker? Wie ansteckend ist Kalkbrut?


    Kann ich noch das Auslaufen der Brut abwarten- oder soll ich sie gleich vernichten? Es wären ca. 8 Rähmchen mit Brut!! :(


    Ein Ableger mit der Tochter dieser Kö hatte nun auch schon eine einzige Mumie vor dem Flugloch!


    Die zweite Tochter der Königin führt ein Wirtschaftsvolk und zeigt noch keine Anzeichen. Doch falls auch sie anfängt: was mache ich mit Honigwaben eines Kalkbrutvolkes?


    Wenn ich die schleudere, stecke ich dann über die Schleuder alle anderen Waben an und beim Ausschlecken lassen der Waben kommen die Sporen in alle anderen Völker?


    Im Netz liest man viel widersprüchliches. Von Abschwefeln bis zu „das vergeht von selber“ ist alles dabei.


    Was könnt ihr mir raten? Wie ansteckend ist es?


    Danke,


    Alex

  • Mal den Standort überdenken.

    Wenn du keine oder nur ausnahmsweise bebrütete Waben schleuderst, würde ich mir da weniger denken.

    Wie du schon geschrieben hast, Brutwaben einschmelzen und Königin mit anderer Genetik rein, dann sollte es weg sein.


    Kannst das ja gleich mit tbe verbinden. Oder mach einen Kunstschwarm.

  • Ich hatte an einem Volk im Bienenhaus Kalkbrut. Kein anderes Volk hat nachgezogen obwohl sie ja alle in unmittelbarer Nachbarschaft leben. Wie bereits ausgeführt wurde sind hier mehr Lage und Genetik relevant - Faktorenkrankheit eben. Mit einer solchen Königin würde ich nichts mehr weiter anfangen. Dass du bei Töchtervölkern auch entsprechende Probleme hast ist daher nicht überraschend.


    Du steckst auch keine anderen Völker mit Sporen an. Die Sporen des Pilzes hast du eigentlich immer in der Umgebung. Ob die Krankheit bei einem Volk ausbricht hängt von den oben genannten Faktoren ab.


    Abschwefeln bei Kalkbrut halte ich für vollkommen überzogen. Ich habe die befallenen Waben entnommen und die Königin ersetzt. Gut war.

  • Ich hatte dieses Jahr auch Kalkbrut.

    Nachdem es wärmer wurde, hat sich alles wieder von alleine reguliert.

    Mit wurde gesagt, wenns nach dem Winter auftritt (wie bei mir) liegts an einem zu großen Raum und zu wenig Bienen - das Beutenklima stimmt also nicht.

    Wenns im Sommer auftritt, ist der Standort häuft zu nass, vielleicht auch weil er in einer Senke o. ä. liegt...?

    Freier Imker

    Ohne DIB oder Verein

    Nicht vorbelastet

    Offen für alle Anregungen

  • Bitte mal im Forum nach den anderen Kalkbrutthemen suchen, da ist alles ausgiebig diskutiert worden.

    Fazit: Königinnen tauschen ohne auf irgendwelche auslaufende Brut zu warten oder Waben einzuschmelzen.

    Evt noch Standort ( zu feucht) überprüfen.


    Liebe Grüße Bernd

  • Ich hatte letztes Jahr einen Kunstschwarm mit junger Königin. Das Volk hatte von Anfang an Kalkbrut obwohl es voll sonnig stand. Nachdem der Ableger erstarkt war - ohne weiteres Zutun- und das Verhältnis Bienen und Brut stimmte war die Kalkbrut weg. Hat für dieses Jahr bis jetzt 75 Kg Honig gebracht.

    Mein Fazit: die Königin war so legestark, dass das Verhälnis der zu pflegenden Brut zu der Bienenmasse nicht stimmte, die Brut konnte nicht optimal gepflegt und auch gwärmt werden.

    Ich würde eine solche Königin nicht erwürgen, sondern das Volk mit auslaufender Brut verstärken, dann abwarten und entscheiden.


    Salve, Peter