Imkern in Japan

  • Hab gerade durch Zufall diesen spannenden Bericht aus meiner zweiten Heimat Japan gefunden. Bitte nicht moppern, ich hab extra schon auf die englische Ausgabe verlinkt! Vespa velutina, Milben, PSM, Schwarmimkerei, - ist für jeden was dabei ;)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • So, jetzt.


    Spannend finde ich,


    • dass auch dort wohl hauptsächlich Hobbyimker imkern.
    • die Beuten, die würde ich gerne mal in natura sehen.
    • dass anscheinend nur Pestizide (Apivar, Apistan) gegen die Varroa zugelassen sind. Wie ist das dort mit den Säuren?
    • dass die einheimische Biene Putzverhalten zeigt und so wohl mit den Varroen klarkommt.
    • die Hornissen-Problematik und dass die einheimischen Bienen damit wohl klarkommen.

    Was ich nicht ganz verstehe ist, was an der japanischen Biene wilder sein soll als an den europäischen? Oder werden die einfach nicht so gezüchtet wie bei uns, sondern eben nur geschaut, dass man Schwärme lockt?

  • Die einheimische Biene ist ja die Östliche, und die hatte einige hundert/tausende Jahre Zeit um mit den Milben/Wespen ein Coexistenz auszuevolutionieren. Da wird z.B. nur die Drohnenbrut erfolgreich befallen.

  • So, etwas Zeit gefunden zum Schmökern. Es lohnt sich, dem link unten auf der Seite (natural beekeeping oder so) zu folgen.


    Krass finde ich das hier:


    Zwischen 118, 117 und 115 Grad Fahrenheit ist nicht viel Unterschied, aber es reicht. Gedünstete Hornisse sozusagen :)

  • Muss dich da noch etwas korrigieren:

    dass auch dort wohl hauptsächlich Hobbyimker imkern.

    Der Artikel besagt, dass einfach die Apis Cerana fast ausschliesslich durch Hobbyimker gehalten wird. Es dürfte in Japan durchaus genaus vo viele Berufsimker geben, wie sonst wo auf der Welt.


    dass anscheinend nur Pestizide (Apivar, Apistan) gegen die Varroa zugelassen sind. Wie ist das dort mit den Säuren?

    Es geht aus dem Artikel nicht ganz hervor... Aber es könnte sein, dass Ameisensäure und Oxalsäure dort gar keine Zulassung benötigen, um eingesetzt zu werden...



    Was ich nicht ganz verstehe ist, was an der japanischen Biene wilder sein soll als an den europäischen? Oder werden die einfach nicht so gezüchtet wie bei uns, sondern eben nur geschaut, dass man Schwärme lockt?

    Die Apis Cerana schwärmt nicht nur zur Vermehrung, sondern auch zur Migration. Wenns ihr an einem Standort zu bunt wird (kein Nahrungsangebot, übermässige Störungen, etc..), packt das gesamte Volk die Sachen und flitzt davon. In den oft tropischen Verhätnissen ihres Verbreitungsgesbiet hat sich das als nützlich erwiesen. Das heraus zu züchten ist wahrscheinlich auch nicht das einfachste...

    Unsere Biene profitierte wohl seit jeher eher von einer gewissen Ortsgebundenheit, da der Winter viel intensiver vorbereitet werden muss... Das Verhalten kennt sie aber auch!

  • Der Artikel besagt, dass einfach die Apis Cerana fast ausschliesslich durch Hobbyimker gehalten wird. Es dürfte in Japan durchaus genaus vo viele Berufsimker geben, wie sonst wo auf der Welt.

    Zitat

    While the total number of households keeping honey bees in Japan these days is roughly the same as in 1985, newcomers to beekeeping have tended to be small in scale, not commercial operations.

    Scheinen grad nicht mehr Berufsimker zu werden :shrug:

    Aber es könnte sein, dass Ameisensäure und Oxalsäure dort gar keine Zulassung benötigen, um eingesetzt zu werden...

    Wäre vielleicht möglich. rase da Du ja sagst, es sei Deine zweite Heimat, weißt Du dazu vielleicht etwas?


    Die Apis Cerana schwärmt nicht nur zur Vermehrung, sondern auch zur Migration.


    Ah, ok, auch ned schlecht.

  • Das die Apis Cerana fast Ausschliesslich von Hobbyimkern gehalten wird, hat einen ganz einfachen Grund. Die Cerana bildet nur sehr kleine Völker (ca. M+) und hat nur einen geringen Ertrag, fürs Hobby genug für die Berufsimkerei nicht.

  • Akazie, Kirsche & Wicke. Und die Preise, zwischen 24 und ~30€/kg. Wenn man weiß, was für eine üble Plörre man sonst als 'Honig' bekommt, dann finde ich das nicht sooo überteuert.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife