Massiver Wildbau zwischen oberem und unterem Brutraum

  • Hallo zusammen,


    ich habe Beuten in DN 1,0 selbst gebaut. Das hat auch soweit recht gut geklappt und ich habe vier Völker im Mai und Juni in die Beuten eingeschlagen. Die Beuten nutze ich zweizargig.


    Nun habe ich allerdings das Problem, dass zwischen oberem und unterem BR massiv Wildbau entstanden ist. Fotos dazu kann ich gerne nachreichen. Zur Beschreibung: Die Damen verbinden die Rähmchen durch den Wildbau und füllen sie mit Honig. Bei der Durchsicht trenne ich dann die Bruträume und es gibt jedes Mal eine Riesensauerei. Nicht zuletzt läuft dann natürlich auch Honig durch den Gitterboden nach draußen, weswegen ich mir wegen Räuberei Gedanken mache.


    Lange Rede, kurzer Sinn: Was würdet ihr gegen den Wildbau unternehmen?


    Viele Grüße

    Manuel

  • Stell zwei Zargen mit jeweils einer Wabe übereinander und ermittle den Abstand zwischen Ober und Unterträger der Waben. Er sollte ca. sieben Millimeter betragen. Bei Dir wird dieser Abstand erheblich höher sein.

    LG Marko

    Der Pessimist ist ein Optimist, der aus seinen Erfahrungen gelernt hat.

  • Kann es sein, dass sie zu wenig Platz hatten zum bauen?

    Das war bei mir so, als der Honigraum voll war.


    Grüße Heiko

    Nicht das Leben ist das höchste Gut, sondern ein gutes Leben.
    Sokrates
    (469-399 BC, Griechischer Ethiker und Philosoph)

  • Klingt für mich auch eher nach Platzmangel, um den Nektar irgendwo einzulagern.

    Was zusätzlich vorbeugend helfen könnte sind modifizierte Rähmchen mit dickem Oberträger. Da gibts dann so gut wie keinen Wildbau mehr. Ein Tipp für zukünftige Rähmchenkäufe ;)

    Carnica auf DNM 1,5 mit Schied (Segeberger) im schönen Hochsauerland an der Grenze zum Märkischen Kreis

  • Was würdet ihr gegen den Wildbau unternehmen?

    Schauen wo man mit der Kreissäge ansetzen muss und die mindestens 3-5 mm zuviel Holz entfernen. 7mm ist ideal, alles darüber gibt Sauerei, damit kann man nicht arbeiten, ist eher wie im Sandkasten ein matschen. Funktioniert solange bis Tracht kommt oder der Winter naht, dann zeigen dir die Bienen klar wo dein Konstruktionsfehler liegt.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Ich habe Beuten in DN 1,0 selbst gebaut. Das hat auch soweit recht gut geklappt ...

    Ob der Beutenselbstbau gut geklappt hat, sieht man nicht, wenn die Zargen fertiggestellt sind, sondern wenn Bienen darin leben und der Imker sie dabei betreut.


    Nachdem hier im Forum in regelmäßigen Abständen Anfragen von Anfängern zu Bauplänen oder Fragen zum Eigenbau aufschlagen, würde ich manu_nr bitten, Bilder vom Wildbau zur Verfügung zu stellen, damit man dann darauf verweisen kann!

    Lange Rede, kurzer Sinn: Was würdet ihr gegen den Wildbau unternehmen?

    Nachmessen und nacharbeiten!


    Grüße vom Apidät

  • Ach, der hat in dieser Frage auch viel pauschal rumgeholzt. Es gibt auch gute selbstgebaute und schlechte zu kaufende Beuten. Eine Aussage wie "Warum ich nicht zu Ende gedachtes hasse" wäre besser gewesen. Wobei ich mich gerade frage, was eigentlich der Mehrwert dieses Threads war... außer dass man ihn reflexhaft zitieren kann?


    Grüße von Kikibee

  • Der Mehrwert ist, das man vorher lesen kann, worauf es ankommt. Hilft ja nix, aber im Sinne der Bienen wäre es schön. Gewesen. Das man ihn ständig zitieren kann, zeugt ja von einer gewissen (und zeitlosen!) Relevanz.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Das Schlimme sind doch die Bauanleitungen die meist von irgendwelchen Halbimkern von einem anderen Plan kopiert wurden und dann stolz im Netz als ihre Bauanleitung präsentiert werden.

    Ist ja nicht nur mit den Bauplänen so sondern allgemein mit dem Plan den viele nur durch anlesen, Hörensagen vom Schwiegervater der einen kennt der Bienen hat, irgendwelche Facebookgruppen oder anderen Anfängern haben die nach 1-2 Jahren schon meinen sie können anderen das Imkern beibringen oder es gar direkt neu erfinden.


    Man verlässt sich dann eben darauf und dann passiert sowas. Normal solltest deine Kisten schnappen und dem Planspender um die Ohren hauen ^^


    Ebenso wenn man sich alles vorkauen lässt, da steh ich besonders drauf. Wenn man sagt 7mm basta, dann kommt direkt warum wieso weshalb. Man kann eben in der virtuellen Welt nicht sehen ob da einer sitzt der Ahnung hat oder es nur vortäuscht. Der der Ahnung hat merkt dafür schnell ob ein anderer auch das hält was er verspricht.

    Viele Dinge sind einfach Erfahrung, teils mit viel Zeit und Versuchen behaftet.


    Also Manu, mess mal nach wieviel mm du da hast, sind es 11 oder gar 12? Wenn du jemals auf Dadant umsteigen willst, dann stell ja nie 2 Bruträume aufeinander ^^


    Der Mehrwert ist, das man vorher lesen kann, worauf es ankommt.

    Aber wo? überall gibt es eine andere Meinung. Die einen sagen 7mm und um sich abzuheben kommt der nächste mit 6 und der übernächste mit 8 daher. In mancher Lektüre steht was von 6-10mm. Was soll denn nun richtig sein?

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit