Feuchter Honig in Dadant

  • Habs dieser Tage wieder mal gemerkt, im Dauerplatzregen alles patsch nass geworden, und schwupp 1,5% mehr....

    Ich denke es ist besser an der Ursache als am Symtom zu werkeln.

    Nee, Styro daugt nicht, das wird nur einmal nass;)

    Erklärt auch, warum, die alten HBB trockeneren Honig liefern - die stehen im Normalfall nicht im Freien und daher auch nicht im Regen.

    Klingt logisch. Vielleicht kann das jemand bestätigen, der seine (Dadant-)Magazine unter einer Überdachung stehen hat? Bilder von solchen Überdachungen habe ich hier schon gesehen, weiß aber nicht mehr von wem.

  • Regen ist kein Problem.


    Wenn man Aussenluft bei Regen (90% rel. Luftfeuchtigkeit / 20 °C) erwärmt hat diese bei 30 °C noch etwa eine rel. Luftfeuchtigkeit von 50 % und bei 33°C eine rel. Luftfeuchtigkeit von ca. 40 %.

    Damit können die Bienen den Honig hervorragend trocknen. Wenn man trockenen Honig will, schleudert man am besten nach einigen Regentagen. Da haben die Bienen keinen oder wenig frischen Nektar eingetragen und den eingetragenen Nektar/Honig getrocknet.


    Das Problem liegt eher daran, dass schwache Völker nicht in der Lage sind, die Luft entsprechend aufzuwärmen. Ein nicht unerheblicher Faktor ist auch ein zu großer Honigraum. Große Räume erfordern mehr Energie zum Heizen als kleine.

  • Ich hatte auch 21%ige Linde, die ist schon ein paar Wochen durch und die Kiste wurde immer leichter und der Honig weniger. Mit Honig hatte ich eh nicht gerechnet bei einem Schwarm vom 29.5. aber gewundert hatte ich mich auch trotz der Regentage. Das einfach das Volk zu klein war, klingt für mich jetzt logisch nach eurer Argumentation.

  • Der Stand befindet sich in Eimsbüttel, hier gibt es ordentlich Robinie. Direkt bevor die aufging hatte ich von dem Volk schon zwei HR Frühjahrsblüte geschleudert. Den Lindenhonig haben Sie dann in einen dritten HR+BR gesammelt, für den Winter sind sie eingefüttert.

    Es muss dann wohl daran gelegen haben, dass das Volk nicht ausreichend groß und stark war - sie waren in Schwarmstimmung gekommen und ich hatte einen Königinnenableger gemacht. Das Flugpersonal war also noch vorhanden, aber drinnen kam die Mannschaft nicht schnell genug nach.

  • Wenn die Volksharmonie, warum auch immer, gestört ist, dann passiert sowas. Guter Bautrockner im Schleuderraum hilft! Kann man ausleihen!

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ich kenne die gelegentlichen Probleme mit der Feuchtigkeit im Dadanthonigraum auch. Ich nehme an, dass Du die klassischen Honigrähmchen mit Holzrechen für 10 Dickwaben hast. Der Nachteil von Dickwaben ist, dass Dickwaben gerne bis zu 2% feuchter sind als Normalwaben. Ich habe mir deswegen zusätzlich Honigräume mit Metallschienen besorgt. Hier passen 12 Honigrähmchen rein und die Waben werden eben nicht so dick ausgebaut. Der Honig ist hier im Vergleich bis zu 2% trockener. Ich nutze beide Honigraumarten je nach Wetter- und Trachtlage und bin jetzt sehr zufrieden.

  • ... Der Nachteil von Dickwaben ist, dass Dickwaben gerne bis zu 2% feuchter sind als Normalwaben. ...

    Falls die Theorie stimmen sollte, müsste ich mit Normalwaben (bei mir 10 statt 9) ja 14%-Honig ernten können. Eher unwahrscheinlich, deswegen würde ich eher sagen, der Lösungsansatz ist die Volksstärke bzw. das Verhältniss zum verfügbaren Raum. Dazu passt dann auch das hier :

    ... Es muss dann wohl daran gelegen haben, dass das Volk nicht ausreichend groß und stark war - sie waren in Schwarmstimmung gekommen und ich hatte einen Königinnenableger gemacht. Das Flugpersonal war also noch vorhanden, aber drinnen kam die Mannschaft nicht schnell genug nach...

    schöne Grüsse, Robert

  • .... Guter Bautrockner im Schleuderraum hilft! Kann man ausleihen!

    Stand aber im neuen Bienenjournal was anderes.

    War glaube ich eine "Untersuchung/Erklärung" aus Frankreich.

    Vom S.Spiewok ins deutsche übersetzt.

    Habe es aber gerade nicht zur Hand.

    Für´s gute Gewissen habe ich den aber auch laufen, wenn mir die Luftfeuchtigkeit zu hoch wird.

  • Falls die Theorie stimmen sollte, müsste ich mit Normalwaben (bei mir 10 statt 9) ja 14%-Honig ernten können.

    Das übliche Verhältnis 10 zu 12 ist ein anderes als 9 zu 10. Außerdem sind die 2 % zwischen 20 und 18 nicht die gleichen wie zwischen 16 und 14 % Wassergehalt, auch wenn es nicht danach aussieht.

    2 % nachträglich noch zu erreichen ist auch schon recht sportlich. Im Bienenjournal war jetzt ein Artikel mit Überlegungen zum Einsatz von (Luft-)Trocknungsgeräten im Schleuderraum. Das relativiert so manche Behauptung zur Wirksamkeit. Sinnlos ist dieser Einsatz allerdings nicht, obwohl es mehr oder weniger so dargestellt wird.

    Ein Bienenschwarm ist keine Naturkatastrophe...

  • Deckt sich nicht mit meiner Erfahrung und auch nicht mit der Physik. Aber kann doch jeder so schleudern, wie er will. Auch in feuchten Kellern. Wenn der Eimer im Lager dann überquillt, kann man ja die betreffende Ausgabe vom Bienenjournal unterlegen.

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