Varroabehandlung zu dieser Zeit ???

  • Hallo,
    ich habe bisher eine Varroabehandlung gemacht (vor 3 Wochen), bei der ich ca. 160 - 180 ml Ameisensäure verdunstet habe. Dabei sind bei meinen drei Völkern ca. 500 - 2500 Milben abgefallen. Sollte ich jetzt noch eine zweite Behandlung machen, oder reicht es auch mit einer? Muss noch Brut während der Behandlung vorhanden sein? Welche Alternativen gibt es noch (Bienenwohl im Winter / Milchsäure / im nächsten Jahr Drohnenbrut ausschneiden)?
    Vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen im voraus
    :smile: Paul

  • Hallo Paul,
    für eine Varroabehandlung ist es jetzt schon zu spät, aber wenn du schon soviel AS verdunstet hast, reicht dies. Später solltest du noch eine Kontrolle mit einer Windel über den natürlichen Totenfall der Varroen machen, dannn kannst du im Dezember, sprich in der brutfreien Zeit über eine Oxalsäurebehandlung nachdenken. In diesem Forum ist aber schon soviel an Details über die Varroabehandlung geschrieben worden, dass ich dir anrate, die alten Beiträge nochmals zu lesen, wenn du fragen hast, melde dich einfach nochmal.

  • Hallo liebe Imkerkollegen,
    bin seit der Heide nicht mehr zur Varroa-Behandlung gekommen. Leider wurde ich auch vom Wintereinbruch total überrascht und warte auf mildes Wetter, damit ich meine Futtertröge herausnehmen kann. Macht danach eine AS-Behandlung wirklich keinen Sinn mehr?
    Habe im Vorjahr mit AS 85 % eine Weisel verloren und damit ein ganzes Volk!

    Viele Grüße aus Nordbrandenburg


    sendet Hans-Werner

  • Hallo!
    Durch widrige Verhältnisse konnte ich nur 2 x mit dem Schwammtuch und 60 prozentiger AS von unten behandeln. Da das Wetter dazu ideal war, denke ich auch, mit gutem Erfolg. Es fielen so um die 200-300 Varroen. Ich hatte ich immer fleißig Drohnenwaben geschnitten und bei manchen Völkern eine Brutpause im Spätsommer. Ich zähle jetzt die Varroen, die noch fallen. Was ist denn dann das Mittel der Wahl. Was spricht noch gegen eine weitere AS-Behandung zu dieser Zeit. Komme ich mit Milchsäure notfalls weiter? Liebe Praktiker - gebt mir mal einen Tip!

  • Hallo,
    nein, Oxalsäure wäre jetzt in der brutfreien Zeit das einzige Mittel der Wahl...
    Ich hab noch keinen Verdampfer, erst nächsten Monat, aber es scheint das einzige zu sein, was dann noch die Winterbienen garantiert bis zum Frühjahr bringt.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabi(e)ne,


    ich imkere nun das 2. Jahr in alten Hinterbehandlungsbeuten DNM und werde im nächsten Jahr mit Seegeberger Magazinbeuten erweitern.
    Wo bekommt man Oxalsäure, wie ist die genaue Bezeichnung und in welchem Verdampfer wird Oxalsäure verdunstet? Ich besitze u. a.
    den Nassenheide Verdunster sowohl mit einfachem kleinen als auch mit erweitertem großen Docht. Eignet sich dieser eventuell auch für Oxalsäure? Habe heute übrigen bei ca. 17 Grad die Hälfte meiner Futtetröge herausnehmen können.


    Hans-Werner

    Viele Grüße aus Nordbrandenburg


    sendet Hans-Werner

  • Hallo, Hans-Werner,


    also: die Oxalsäure, von der wir hier reden, heißt korrekt Oxalsäuredihydrat, und ist kristallin, nicht flüssig.
    Das heißt, daß du von deinen vorhandenen Verdunstern keinen benutzen kannst.
    Eine preiswerte Bezugsquelle dafür ist www.bienenweber.de , da kosten 500 g 3,95€. Pro Behandlung und Beute brauchst du 1 bis 2 Gramm.


    Sämtliche Verdampfer dafür werden elektrisch betrieben und heizen sich auf mind. 200°C auf, dann verdampfen die Kristalle und legen sich als ganz feiner Nebel über alles in der Beute, inkl. Bienen. Die Varroen vertragen das nicht (weiß keiner so genau, wie es funktioniert) und fallen ab und sterben.


    Der Nebel wirkt im Gegensatz zur Ameisensäure NICHT in verdeckelte Zellen hinein, so daß eine Behandlung nur in Zeiten mit wenig oder keiner Brut einen Sinn ergibt.


    Während des Verdampfens und der nachfolgenden Abkühlung muß die Beute unbedingt geschlossen sein, d.h., es dürfen keine Dämpfe nach draußen dringen (gesundheitsschädlich, aber doll!), auch das Flugloch muß zugemacht werden.


    Was uns bei Segebergern zu dem Problem der offenen Gitterböden bringt... Da hab ich aber selbst noch so richtig keine Idee, momentan bastle ich mit Sperrholzbrettern rum, die man unten reinlegen könnte, denn sonst schmilzt sich ja auch die Unterseite des Verdampfers durch das Plastik!


    Wenn du auf Segeberger umstellen willst, kauf dir unter allen Umständen erst das Buch von Werner Schundau "So imkern wir in der Segeberger Kunststoffbeute"! Kostet 6,20€, erspart dir aber Fehlkäufe von überflüssigem Schnickschnack!

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Du Berliner,


    es muss bei der As-Behandlung keine Brut mehr vorhanden sein, aber es darf ruhig !
    So rum läuft der Hase.
    Ameisensäure wirkt als einziges Mittel durch die verdeckelte Zelle auch auf die Brut, kann also als (Spät)Sommerbehandlung benützt werden.



    Grüsse
    M.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-