Erfahrungsbericht über AFB Sanierung und das danach

  • AFB-schleudern, da Erwerbsimker, eingestuft wurden.

    Wie alle Hobbyimker das auch glauben.

    Hm, solche Pauschalurteile führen meist nicht weit. Ich habe auch schon Äußerungen von Berufsimkern gehört, die den Hobbyimkern den Vorwurf der AFB-Schleuderei machen und ihnen Schlamperei, fehlendes Fachwissen oder ideologische Verblendung vorwerfen. Es gibt sicher hier wie dort Solche und Solche. Rein quantitativ ist das Verbreitungsrisiko bei Solchen um so höher, je höher deren Völkerzahl, Wanderaktivität etc. ist.

  • Und täglich grüsst das Murmeltier und alle Vorurteile sind wieder da.


    Im Grunde wollen wir alle das Gleiche und zwar imkern.

    Dazu benötigt es eben Hobby- und Berufsimker sowie Züchter gleichermassen, sowie das ganze Spektrum dahinter in einem gewissen Rahmen.


    Das Problem ist Varroa, AFB & Co. Interessiert es nicht, ob es die Bienen vom freien Imker, Berufs- oder Hobbyimker sind.


    So wird das jedenfalls nix.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Für Rassevielfalt.

  • Was bitte ist ein kleines was ein großes Gesundheitszeugnis?


    Hier oben gibt es nur das Gesundheitszeugnis, Futterkranzprobe ziehen, ab ins Landeslabor, und mit dem Ergebnis ins Vet. amt. Probe kannste meist im Februar ziehen, die Untersuchung dauert dann 2-4 Wochen (im April am längsten) und das Zeugnis 1 Tag.


    Futterkranzprobe am besten zu zweit Machen, dann dauerts pro Volk vll. 1 min.

  • Was bitte ist ein kleines was ein großes Gesundheitszeugnis?

    Das "Kleine" gibt es, so weit ich weiß, nur in Bayern.

    Es wird ohne Beprobung erstellt. Da kommt kein Veterinär oder BSV zur Besichtigung und es werden keine Futterkranzproben eingeschickt. Es reicht, wenn keine Faulbrut in der näheren Umgebung vorhanden ist.

    Ich wurde gut erzogen. Keine Ahnung, was dann passiert ist...

  • Nein,

    Die sogenannte Sichtprüfung muss es früher auch in NRW gegeben haben und bin verwundert, dass sie überhaupt noch verwendet wird.

    Robirot hat es treffend beschrieben.

    Das diese nicht bringt, dürfte klar sein.

    Hier hat auch jetzt ein ehemaliger BSV die AFB nicht erkannt.

    Zudem gibt es einen die beschrieben AFB Variante, die keine oder kaum klinische Symtome zeigt.

    Für eine klare Aussage, braucht es eine Laborprüfung.

    Freier Imker

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    Für Rassevielfalt.

  • AFB-schleudern, da Erwerbsimker, eingestuft wurden.

    Wie alle Hobbyimker das auch glauben.

    Hm, solche Pauschalurteile führen meist nicht weit. ...

    Hm... So als Blauschuß vor dem ersten Kaffee des Tages:

    Das ist wohl anders gemeint, als es geschrieben steht oder aufgefasst wird. Damit sind der KV und seine Sicht- oder Denkweise gemeint, weil in seinen Augen (wohl ein scheuklappentragender Checklistendogmatiker ohne großartige Fachpraxis mit Imkerei) alle HobbyImker per se "AFB-Schleudern" sind und es daher grundsätzlich schon mal gar keine Ausnahmen geben kann, weder theoretisch noch praktisch.


    Typischer Vertreter des Sippenhaftprinzips. Und wenn dann doch mal jemand reell auffallen sollte, wird es von eben dieser Person höchstwahrscheinich klein- und schöngeredet, damit er seine eigenen Wissens- und Fachlücken besser kaschieren kann, nachdem er sich zur rechten Zeit beratungsresistent und überheblich gegeben hatte. Oder ein solcher Fall, der prinzipiell nur eine Frage der Zeit bis zur Entdeckung gewesen wäre, wird von so einer Person als großer Erfolg dargestellt, der ohne ihn als harten Hund niemals aufgefallen wäre... Wenn er schon androht, dass es beim Auffinden von nur einer Sporenart Maßnahmen gäbe oder irgendwas passieren wird... Es heißt nicht ohne Grund "neue Besen kehren gut, aber die alten wissen, wo der Dreck liegt..."


    Gruß Andreas

  • Das "Kleine" gibt es, so weit ich weiß, nur in Bayern.

    Es wird ohne Beprobung erstellt. Da kommt kein Veterinär oder BSV zur Besichtigung und es werden keine Futterkranzproben eingeschickt. Es reicht, wenn keine Faulbrut in der näheren Umgebung vorhanden ist.

    Genau wie bei den TRACES-Zeugnissen auch: Sie bescheinigen nur, daß die Bienen nicht aus einem AFB-Sperrbezirk kommen. Den Herkunftsstand muß aber niemand besichtigen oder gar beproben.

    https://www.buckfast-bayern.de…-bayerische-belegstellen/

  • Das "Kleine" gibt es, so weit ich weiß, nur in Bayern.

    Es wird ohne Beprobung erstellt. Da kommt kein Veterinär oder BSV zur Besichtigung und es werden keine Futterkranzproben eingeschickt. Es reicht, wenn keine Faulbrut in der näheren Umgebung vorhanden ist.

    Genau wie bei den TRACES-Zeugnissen auch: Sie bescheinigen nur, daß die Bienen nicht aus einem AFB-Sperrbezirk kommen. Den Herkunftsstand muß aber niemand besichtigen oder gar beproben.

    https://www.buckfast-bayern.de…-bayerische-belegstellen/

    Einen wunderschönen guten Abend, an diesem wunderschönen und endlich mal regenfallenden guten Abend :-)


    Ja, das kleine Gesundheitszeugniss wird bei Wanderungen und Belegstellenbeschickung innerhalb Bayerns normalerweiße gegeben.

    Das "große Gesundheitszeugniss" bedarf eine Sichtung des Volkes, d.h. das Volk wird geöffnet, Waben gezogen,Brut und Bienen angeschaut und mit einem Streichholz in einige Brutzellen gepickt um zu sehen ob Made oder Schleim drinnen ist.

    Das ist für Wanderungen innerhalb Deutschland nötig.

    Dieses Zeugniss berechtigt "ohne" Futterkranzprobe zu wandern, da die Völker in Augenschein genommen worden sind und ist an und für sich mehr wert als die Futterkranzprobe.

    Aber wie oben schon Erwähnt, versuchen Neue Besen besser zu kehren und möchten sich wahrscheinlich profilieren.


    Aber seien Wir doch mal ehrlich:

    Wandert ein größerer/großer Imker irgendwo hin, muß Er immer das Gesundheitszeugniss an den Kisten haben, sonst hat Er bald das Vet-Amt ander Backe.

    Und beim kleinen Imker?

    Wieviel Stände habe ich schon gefunden "ohne" irgend ein Hinweiß auf den Imker,geschweige den das Zeugniss.

    Ein größerer Imker kann es sich doch garnicht leisten das Er FB hat, da hängt ein ganzer Rattenschwanz dran.

    Der Berufsimker muß von seinen Bienen leben und tut alles (so hoffe ich es und so kenne ich es) dran, das Er nicht mit kranken Völkern wandert.

    Ist ja nicht produktiv mit kranken oder schwachen Völkern.

    Leider ist das bei mach anderem Imker nicht so.

    So und nun duck und weg :-)

    Wer hinfällt und nicht wieder aufsteht , der hat schon verloren.

    ( von mir ;-) )


    Gruß

    Heike

  • Richtig.


    Bei uns ist es ähnlich. Zur Ausstellung der Seuchenfreiheitsbescheinigung reicht die visuelle Kontrolle durch den BSV aus. Solange keine klinischen Symptome sichtbar sind und der Bienenstand nicht in einem Sperrbezirk liegt wird das Zeugnis ausgestellt.


    Eine Futterkranzprobe ist freiwillig und das aus folgendem Grund:

    Wenn der Veterinär eine Futterkranzprobe zur Ausstellung der Seuchenfreiheitsbescheinigung verlangt muss er diese auch bezahlen. Wir haben im Saarland einen Veterinär der das ein wenig anders sieht, aber sei's drum.

    Außerdem ist es überflüssig wenn 10 Imker in einem Ort jeweils ihre Futterkranzproben einreichen. Kostet nur Geld und müllt die Institute voll. Wir machen das mittlerweile über den Verein, jedes Jahr ist ein anderer dran, Gebühren zahlt der Verein.


    Gruß Chris

  • Wieviel Stände habe ich schon gefunden "ohne" irgend ein Hinweiß auf den Imker,geschweige den das Zeugniss.

    Es ist dumm keinen Namen an die Kisten zu schreiben, oder eine Möglichkeit den Imker zu erreichen. Es kann immer mal was mit den Kisten passieren. Außerdem ist es Pflicht, dies im fremden Kreis zu machen, inklusive der Völkerzahl.

    Das Gesundheitszeugnis muss aber nicht an die Kisten. Das muss dem am (Wander-)Stand zuständigen Amtstierarzt vorliegen. Eine weitere Verpflichtung gibt es nicht.

    Und die unterschiedliche Beschreibung, was groß und klein dabei heißt, macht die Sache nicht einfacher. Dieses groß und klein gibt es auch nur in Bayern, soweit ich weiß.

    Es sind beide Untersuchungsmöglichkeiten zugelassen, um den Befall mit AFB zu kontrollieren. Dass dabei die Futterkranzprobe weniger aussagekräftig wäre als die Inaugenscheinnahme, wie von Heike beschrieben, halte ich allerdings für falsch.

    Außerdem ist es überflüssig wenn 10 Imker in einem Ort jeweils ihre Futterkranzproben einreichen. Kostet nur Geld und müllt die Institute voll.

    Nein. Es ist weder überflüssig, noch müllt es Institute voll. Je breiter die Untersuchungen angelegt sind, dessto geringer ist die Gefahr eines Ausbruchs. Es ist aber auch diese Vorgehensweise in jedem Fall besser als gar nicht zu kontrollieren.

  • Außerdem ist es Pflicht, dies im fremden Kreis zu machen, inklusive der Völkerzahl.

    Nur im fremden Kreis? Ich hatte gespeichert irgendwie, wenn man die Stöcke außerhalb des normalen Standes aufstellt, müsse man das immer? Abgesehen davon, dass ich es für sinnvoll halte.

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • Außerdem ist es Pflicht, dies im fremden Kreis zu machen, inklusive der Völkerzahl.

    Nur im fremden Kreis? Ich hatte gespeichert irgendwie, wenn man die Stöcke außerhalb des normalen Standes aufstellt, müsse man das immer? Abgesehen davon, dass ich es für sinnvoll halte.

    Es ist nur dann Pflicht, wenn ich die Bienen auf einem unbewohnten oder unbefriedeten Grundstück zeitweise aufstelle so dass Passanten u.a. darüber stolpern könnten. Auf meinem eigenen, eingezäunten Grundstück darf ich auch unbeschildert dauerhaft Bienen halten...nach Anmeldung beim Vet natürlich.


    M.