Erfahrungsberichte gesucht zu Zuckersirup mit Brottrunk

  • Hallo liebe Imkergemeinde :-)

    Ich imkere nun seit ca 1 Monat und bereite mich langsam aber sicher auf das "Einwintern" meiner Mädels vor.

    Möchte ihnen nun einen "gesunden" Zuckersirup herstellen mit verschiedenen Tees und ätherischen Ölen etc. Nun schwanke ich zwischen zwei Rezepten: Eines mit Brottrunk und eines ohne Brottrunk.

    Wollte nun mal versuchen hier ein paar Vor- und Nachteile für das Rezept mit Brottrunk zu finden. In dem Rezept findet ein gewisser Geährprozess statt bei dem man den Sirup täglich umrühren soll, bis keine Blasen/Schaum mehr entsteht.


    Bin auf eure Erfahrungen gespannt.


    Liebe Grüße aus dem Saarland,

    Mando


    PS: Bitte keine Diskussion anfangen ala "1:1 Zuckersirup und gut ist". Wenn ihr dies euren Bienen geben wollte könnt ihr das gerne tun, ich möchte hier aber einen anderen Weg bestreiten. Danke.

  • Ganz ehrlich, lass den quatsch.


    Gärung ist für Bienen extrem gefährlich.


    2:1 Füttern.


    Wenn du das nicht willst, such dir einen Bauern der Silphie oder Phacelia (Gründünger mit Blüte im August!) und wander an. Dadrazf kannst du Überwintern. Aber bitte keine Wilden experimente.

  • OK, dann lass ich das erstmal.

    Mache dann eine 2:1 Mischung wo ich aber noch Tee aus Schafgarbe, Kamille, Löwenzahn und Baldrian sowie getrocknete Brennnessel, Eichenrinde und Ackerschachtelhalm hinzugebe.

  • So von Anfänger zu Anfänger:

    Warum versuchst du denn alles an alternativen Konzepten gleich im ersten Jahr zu verwirklichen? Grad bei sowas wie Wintereinfütterung.

    Ich verstehe das zum Teil, bin da selber anfällig, aber vielleicht isses klug, erstmal grob das Handwerk zu beherrschen und mögliche Probleme erkennen und beheben zu können. Wie du an robirot s Kommentar siehst gibts da nämlich ne Menge von. Und die werden nicht in jedem Buch, Post oder Video mit besprochen, obwohl das fair wäre.

    Mach doch dieses Jahr von der Stange und probier nächstes Jahr an einem Teil der Völker (von denen du dann auch mehr besitzt) was neues. Dann kannst du den „anderen Weg“ auch erfolgreicher beschreiten.


    greenhornige Grüße

  • Hallo liebe Imkergemeinde :-)

    Ich imkere nun seit ca 1 Monat und bereite mich langsam aber sicher auf das "Einwintern" meiner Mädels vor.

    Möchte ihnen nun einen "gesunden" Zuckersirup herstellen mit verschiedenen Tees und ätherischen Ölen etc. Nun schwanke ich zwischen zwei Rezepten: Eines mit Brottrunk und eines ohne Brottrunk.

    ...mich wundert es immer wieder, wie Leute hier was erfragen möchten, nicht aber bereit sind, über sich was zu schreiben. Deine Fragestellung ist zudem so speziell, dass ich mich frage, warum Du nicht jene fragst, von welchen Du dieses Rezept (mir bekannt) hast.

    Diese fertig ausvergorende 'Zuckerlösung' ist, entgegen anderslautender Aussagen hier, für die Bienen nicht gefährlich.


    Jonas

  • So von Anfänger zu Anfänger:

    Warum versuchst du denn alles an alternativen Konzepten gleich im ersten Jahr zu verwirklichen? Grad bei sowas wie Wintereinfütterung.

    Ich verstehe das zum Teil, bin da selber anfällig, aber vielleicht isses klug, erstmal grob das Handwerk zu beherrschen und mögliche Probleme erkennen und beheben zu können. Wie du an robirot s Kommentar siehst gibts da nämlich ne Menge von. Und die werden nicht in jedem Buch, Post oder Video mit besprochen, obwohl das fair wäre.

    Mach doch dieses Jahr von der Stange und probier nächstes Jahr an einem Teil der Völker (von denen du dann auch mehr besitzt) was neues. Dann kannst du den „anderen Weg“ auch erfolgreicher beschreiten.


    greenhornige Grüße

    Ich versuche Bienen so wesensgemäß wie möglich zu halten. Hab jetzt auch keinen Honig mehr entnommen (Waldhonig ist keiner dabei) um sie auf dem Überwintern zu lassen. Allerdings wird es nicht reichen weswegen ich zufüttern muss.

    Bin jetzt von dem Bruttrunk-Rezept schon weg aber ein paar ausgewählte Teesorten werde ich ihnen wohl schon unter das Zuckerwasser mischen :-)


    jonas ich bin schon bereit etwas über mich zu schreiben, nur dachte ich nicht, dass es hier von Belangen ist, wenn ich einfach nach Erfahrungsberichten frage :-)
    Leider scheinen Autoren immer irgendwie außerhalb jeglicher Kontaktreichweite zu stehen aber scheinbar irre ich mich hier ;-)

  • Ok, ich bleibe immer an diesem "wesensgemäss" kleben. Jeder definiert dieses Wort anders.

    Für mich ist wesensgemäss, Bienen finden einen Platz, gerne Wind und Wetter geschützt, tragen ein und bauen im Wildbau. Und im Herbst und Winter entscheidet sich, ob das Volk überlebt. Sowohl Milben als auch das Futter können sehr schnell und mit hoher Wahrscheinlichkeit das Volk töten.

    Also wesensgemäss heisst für mich, Volk ohne Imker, mit einem sehr hohen Risiko des Todes.


    Du sagst, dass Tees, Kräuter, sogar Brottrunk wesensgemäss sind für das Volk?

    Ich finde, dass es auch ein Eingreifen in das Volk ist und damit genauso unwesensgemäss, wie die guten alten Maßnahmen, wie das Füttern mit Sirup.

    Ganz unter uns😉 X Imker haben sicher schon x verschiedene Versuche mit x verschiedenen Zutaten ausprobiert. Ich habe selbst mal gern Kamillientee genutzt, da dies angeblich gegen Nosema wirken sollte, und auch nutze ich Hefe für meinen Königinnenfutterteig. Doch im Grund zeigte sich kein Unterschied, womit man einfütterte, daher blieb Zuckerwasser und Sirup, sowie Futterteig übrig, was viele Imker nutzen.


    Vielleicht sollte ich wesensgemäss für mich anders definieren? Als die Massnahmen, die der Imker als wesensgemäss für die Bienen hält?


    Es tut mir leid, dass ich da etwas darauf rumreite, aber irgendwie will jeder Anfänger nur noch wesensgemäss sein und dass heisst für mich irgendwie, nicht zu imkern. Das will mir nicht in den Kopf.

  • Also ich schrieb, dass ich versuche sie so wesensgemäß zu halten wie es möglich und sinnvoll ist.

    Ich behandele ja auch gegen Varroa was nicht wesensgemäß ist - hier bekämpf ich aber etwas un-wesensgemäßes (die Varroa wurde ja eingeschleppt) mit ebenfalls etwas un-wesengemäßem.

    Wenn aber Imker mit Brottrunk den PH-Wert des Zuckerwassers senken wollen und ihm mit verschiedenen Tees mehr Substanzen aus der natürlich Umgebung beimischen, dann ist dieser Sirup mMn näher an der Definition "wesensgemäß" als eine reine Mischung aus Zucker und Wasser.

    Ich glaube jedem hier ist klar, dass niemand wesensgemäß imkern kann... aber man kann versuchen dem natürlichen Trieb und den natürlichen Vorlieben der Bienen ein wenig nachzukommen.

    Aber unterm Strich macht es jeder Imker auf seine Art nur manchen Bienen geht es damit besser und anderen eben nicht.

    Und noch weiter unterm Strich geht es um das alles gar nicht. Mir geht es um Erfahrungsberichte mit Futtersirup der mit Brottrunk angesetzt wurde.

  • Ein bißchen Tee ist sicher kein Schaden.

    Den aber dann wieder selber zusammen Ischl, alle Achtung.

    Nimm wenigstens eine fertige Mischung, da es Dir klar sein muss, dass die Rückstände auch einmal Wochenlang im Darm bleiben KÖNNTEN. DAHER IST ALLES AN ZU VIEL... ZU VIEL.

  • N'Abend


    Also ich kann ja irgendwie nachvollziehen, das man Tee aus Blüten dem Winterfutter zumischt, da die Mädels ja von Blüten naschen und beim Tee aufgiessen der eine oder andere Stoff mit übernommen wird.

    ABER wie man auf die Idee kommt, Schachtelhalm, Rinde und Brennnesseln da reinzumischen und dann auch noch frank und frei behauptet, das sei Wesensgemäss, ist mir ehrlich gesagt total schleierhaft. Dem Wesen der Bienen ist es eigen, Nektar und Pollen von Blühplanzen zur Brutaufzucht und als Winterfutter zu sammeln, evtl. noch einiges an Baumharzen von Knospen fürs Propolis. Nix anderes.

    Aber Rinde und getrocknete Blätter, also bitte, was soll denn das ?


    unverstehende Grüsse, Robert

  • Hallo Mando,

    kennst du das Zitat: "Let the bees tell you"? Ist für mich der Weg der wesensgemäßen Bienenhaltung. Such danach, es lohnt sich.

    LGK

    Honig wohnt in jeder Blume, Freude an jedem Orte, man muss nur, wie die Biene, sie zu finden wissen. Heinrich von Kleist