Königin stiftet nichtmehr

  • Oxalsaeure zum spruehen habe ich keine vor Ort gehabt, nur die Zuckerlösung zum träufeln.


    beemax : ich versteh nur Bahnhof. Was berichten und was wird ignoriert?

    Auf der lag übrigens schon einiges an Toten Milben.

    Dann habe ich die verbleibenden Waben mit Milchsaeure

    Könnte das mit der Milch- und Oxalsäure eventuell ein Alternativvorschlag für die Zukunft gewesen sein?

    Egal, zu spät.

    wie genau liest du denn das „nimm die doch raus“ von rase?

  • beemax: ich versteh nur Bahnhof. Was berichten und was wird ignoriert?

    Sorry, habe jetzt keine Lust zum Suchen im Forum. Wir haben unzählige Diskussionen der Wirkung von AS, MS und OXS geführt - prinzipiell und applikationsbedingt. Die "Säurewirkung" einer zwei-basigen Säure wie OXS ist höher, als die einer einbasigen Säure wie AS und MS. Hinzu kommt der Applikations- und damit der Verteilungsmechansimus und dessen Effizienz. Immerhin bildet AS 60%ig Dampf, so dass mit einer optimalen Verteilung im Bienenvolk zu rechnen ist, wenn die äußeren Parameter wie Temperatur, Luftfeuchte stimmen. Dagegen wird MS per Sprühen verteilt und hat schon, was die Dosierungsgenauigkeit betrifft, einen Nachteil (; denn es sprüht ja jeder anders). Dieser Dosierungsnachteil wird bei OXS ausgeglichen durch die höhere Säurewirkung infolge der beiden org. Säuregruppen im Molekül.


    Such' mal im Forum, da sind unzählige Diskussionen dazu...

  • Lieber Schievel, bitte beschäftige Dich in Deinem Urlaub noch einmal intensiver mit den Elementaria. Die Seite der Honigmacher ist da ein guter Anfang. Dann wirst Du auch Beemax´ Bemerkung verstehen.

    Die Standardzulassung von MS 15% sagt es ebenso wie die Gebrauchsanweisung:
    z.B. 9.7. Die Sommerbehandlung ist nur in Ausnahmefällen zu empfehlen. Behandlung nur zu Tageszeiten, in denen die Bienen nicht ausfliegen. Behandlung besteht aus 2 xigem Aufsprühen im Abstand von 1 ... 5 Wochen (jeweils bei Brutfreiheit!).


    Berggeist : Angegeben wird die Haltbarkeit von MS in der Originalflasche: 3 Jahre.

    Allerdings ist die Wirksamkeit von mehreren Faktoren abhängig, nicht zuletzt auch von Sprühtechnik (kleine Tröpfchen/feiner Nebel) und strikter Einhaltung von Dosierungs- und den anderen Anwendungsvorschriften (s.o.) - also vergleichsweise fehleranfällig. Bienenflug (und damit die Möglichkeit der Bienen, sich von MS vorzeitig zu befreien, bevor die Milben getötet sind) setzt die Wirksamkeit offenbar entscheidend herab.

    In der Praxis geht man selbst bei fachgerechter Anwendung von MS nur von einer Wirksamkeit von 60%/Behandlungsschritt aus, d.h. nach 2 Behandlungsschritten allenfalls: 84%. OX-Sprühen liegt > 90% - jeweils Brutfreiheit vorausgesetzt - ist aber mit ähnlicher Anwendungsfehlerquote behaftet.

  • Dann habe ich die verbleibenden Waben mit Milchsaeure behandelt

    Auch noch...;(

    Ein bekannter Imker hatte das letztes Jahr ausprobiert statt AS und ihm sind direkt beide Versuchsvölker kaputtgegangen durch die Varroa.

    Ist das vielleicht der mit den Ratschlägen zu Deiner Völkerführung?

    Ich wurde gut erzogen. Keine Ahnung, was dann passiert ist...

  • wie genau liest du denn das „nimm die doch raus“ von rase?

    Worin besteht die Unklarheit bei der Aussage?

    Du hast mit der dreitägigen Ameisensäurebehandlung doch allerhöchtwahrscheinlich fast alle freilaufenden Milben in dem Volk platt gemacht. Wenn dann noch die Restbrut rauskommt, in der noch Milben die Prozedur überlebt haben könnten, dürfte das Volk recht milbenfrei sein. Wen willst du mit der Milchsäure noch umbringen? Die Bienenkönigin?

    Ein Bienenschwarm ist keine Naturkatastrophe...

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  • Schievel Ich winke Dir mal digital mit einer meinen beiden Imkeranfängerhände zu. :) Was hier geschehen ist, ist in meinen Augen typisch für Anfänger wie uns: Man macht sich einen Plan, dann ändert etwas und man muss «irgendwie» darauf reagieren. Das kommt in aller Regel nicht gut, wie die deutlichen Bemerkungen hier (grundsätzlich zu Recht) zeigen. Solche Missgeschicke sind mir auch schon passiert und zwar immer dann, wenn ich zu überstürzt auf eine unerwartete Situation reagiert habe.


    Es ist wichtig, so rasch wie möglich grundlegende Zusammenhänge und Abläufe im Bienenvolk zu verinnerlichen, also z.B. was geschieht mit einem Volk, das seine Königin abgemurkst hat? Was geschieht mit den Bienen, was geschieht mit der Brut, wie wird die weitere Entwicklung verlaufen? Das ist Lernarbeit für den Winter, die unbedingt erledigt werden muss! Lies Dir gute Literatur durch, versuche zu verstehen!


    Ebenso wichtig ist es, zuerst einmal GAR NICHT auf eine unerwartete Situation zu reagieren! Analysiere die Situation so gut es geht, setz Dich hin und überlege in Ruhe, wie Du nun weiter AGIEREN (statt re-agieren) sollst. Lies kreuz und quer im Forum, mache Pläne, überlege Dir, wie die Entwicklung des Volks je nach Plan verlaufen wird, was Du am Ende erreichen willst. Dann gehst Du am nächsten oder übernächsten Tag zum Volk und AGIERST nach Plan.


    Learning by doing, sagt man neudeutsch dazu. Bei mir ist die Zahl der Kurzschlussreaktionen pro Volk und Saison jedenfalls bereits deutlich zurückgegangen; bin jetzt im vierten Jahr …

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).