Einwinterungsgewicht bei einzargig DN ?

  • Hallo Zusammen,


    habe heute noch mal meine 5 Ableger, welche einzargig DNM stehen und gewogen;
    zwischen 27 und 32 KG.


    Ist das vom Gewicht zum Einwintern okay?
    Meine Beuten sind die Segeberger, mit dem Wanderboden, welcher 1,5 Kg wiegt.


    Was sagt Eure Erfahrung dazu?


    mit Gruß

  • Ich hoffe, daß meine Frage nicht zu anfängerhaft war - vielleicht
    gibt es doch jemand, der mir weiterhelfen
    kann.


    DANKE

  • Hallo ungeduldiger Unbekannter,
    das Einwinterungsgewicht sollte im September bei Carnicavölkern 36 kg und bei Buckfast, die stärker überwintern 38,5 kg betragen. Dieses Gewicht gilt für zweizargige Überwinterung DNM mit Kunststoffboden und kunststoffdeckel und bei einer Überwinterung im Freien. Solltest du einzargig überwintern, was ich aber als zu risikoreich erachte bei 11 DNM, musst du das Gewicht einer Zarge mit Rähmchen, - 20 % weniger Futterverbrauch rechnen.
    Ich hoffe, dir damit geholfen zu haben!

  • Warum, denkst du, ist das einzargige Überwintern zu riskant? Letztes Jahr habe ich meine beiden Anfänger-Ableger auf je einer Zarge gut durch den Winter gebracht und dies Jahr habe ich auch ein Volk auf einer Zarge - der Imker, der es mir gegeben hat(im August, auf 10 DNM),meinte, ich solle auf keinen Fall erweitern.

  • Hallo Petra,
    darf ich mich kurz vorstellen, ich habe einen Namen und heiße Franz Xaver, nur der Anrede wegen. Wenn du Ableger hast, könnte es sein, dass diese nicht auf zwei Zargen kommen, aber normalerweise schaffen die Völker dies. Ich habe mir E. Juli von der Aumeier Heike einen Buckikunstschwarm auf 5 DNM Waben geholt, sogar der hat sich noch auf zwei Zargen geschafft und sogar sehr gut. Ich halte das Überwintern auf einer Zarge DNM besonders problematisch, weil ich da in Freiaufstellung min. 13 kg reinen Zucker, bei Buckfastvölker sogar mehr einfüttern muss, da ist das Platzangebot für freie Waben, besonders wenn noch Brut und Pollenbretter da sind, zur Überwinterung doch sehr wenig. Wenn ich auf zwei Zargen überwintere, komme ich nicht in diesen Konflikt - freie Waben zu vollen Waben, da hier bei C -Völkern ca. 18 kg Zucker für zweizargige Überwinterung in unseren Breiten ausreichend ist und ihnen noch genug Leerwaben zu einer guten Überwinterung bleiben, denn eines der schlimmsten Übel der Überwinterung, ist die Überwinterung auf vollen Waben, dieses Problem habe ich natürlich bei einer Dadantbeute, die auch einzargig ist nicht, ich spreche hier nur von DNM.

  • Hallo, Franz Xaver (du hast völlig recht, so viel Zeit muß sein),würdest du denn empfehlen, das Volk jetzt noch zu erweiternß Oder, weil es schon so spät im Jahr ist, lieber alles so lassen, wie es ist? Der Imker, von dem ich die Bienen habe, ist übrigens ein sehr erfahrener, warum gab er wohl so einen Rat?Schöne Grüße von Petra

  • Hallo Petra,
    jetzt nicht mehr erweitern, du bringst sie mit Sicherheit auch über den Winter, aber wie gesagt oder geschrieben, nächstes Jahr nicht auf eine Zarge zusammenpferchen, die Überwinterung auf zwei Zargen ist einfacher, wobei ich immer wieder sagen muss, dass die Voraussetzungen stimmen müssen. Das Wichtigste ist mitunter, dass der beespace, also der Wabenabstand zwischen den Zargen nicht mehr als 8 mm betragen darf. In unserem Imkereiverein müsste ich mich heftigen Angriffen zur Wehr setzen, da einige alte Imker mir vorwarfen, die zweizargige Imkerei sei ein Blödsinn, zuviele erforene Völker. Als ich mir bei Standschauen ihren alten "Krempel" ansah, musste ich feststellen, das sage und schreibe der Wabenabstrand zwischen den Zargen bestimmt 2 cm betrug, da verstand ich deren schlecht Überwinterung. Unser lb. Stammtischbruder Michael überwintert z. T. problemlos auf drei Zargen, also keine Angst vor der mehrzargigen Überwinterung. Noch ein Vorteil, im Frühjahr brauchst du keine Panik haben, erweitere ich oder nicht, dass kannst du alles den Bienchen überlassen, die verstehen dies besser als wir Menschen. Wegen der Anrede, ist schon o.k.
    Schönen Wochenanfang!