Echter Lavendel

  • In der Provence werden zwei ähnliche Pflanzen angebaut. Lavendel und Lavendin. Der meiste in der Provence verkaufte Lavendel-Honig scheint Lavandin zu sein, wenn man ein bisschen in den entsprechenden Seiten stöbert. Lavandin ist wirtschaftlich deutlich rentabler, der echte Lavendel ist hochwertiger.

    Ich glaube nicht, dass man in D sinnvoll Lavendel anbauen kann. Das Klima passt vermutlich meistenorts nicht für eine hochwertige Ölproduktion und das ganze povençalische Drumherum fehlt auch. Vom Lavendelgedönsverkaufsstand an jeder Kreuzung über Lavendeleis (mäßig lecker) und Autobusse voller japanischer /britischer Touristen, die im Morgengrauen in den Lavendelreihen kauern, um ein einsames, morgendunstiges Lavendelreihenfoto ohne andere Japaner/Briten drauf zu schießen.


    Grüße von Kikibee

    Nächstes Imkerforumstreffen am 26-28.3.2021 im Jagdhof Kleinheiligkreuz bei Fulda!

  • Vertrau einem Reiseleiter für deutsche Touristen in Frankreich, die Deutschen Busse sind auch dabei. Von einem Veranstalter wurde ich dazu gedrängt Gruppenfotos von mehreren Feldern zu machen um später einen Nachweis zu haben. Ich habe Gruppenfotos in vier verschiedenen Lavendelfeldern gemacht. Im Nachhinein wollten übrigens tatsächlich ein/zwei Reisende ihr Geld zurück, weil sie keinen Lavendel gesehen haben.
    Die meisten Lavendelsorten sind im Flachland Anfang August durch, in den Höhenlagen Mitte August.

    Natürlich werden diese Öle mit Wasser verdünnt, direkt auftragen ist nicht zu empfehlen.

    Vor 130 Jahren kam der berühmteste und beste Lavendel aus England. Erst danach entdeckte man, daß Trockenheit gut ist für den Ölertrag und daß es in der Provence billige Arbeiter und sehr große kargen Flächen gibt die praktisch ungenutzt waren.

    Billige Arbeitskräfte und, Trockenheit und viel Gegend, was fällt mir dazu ein?

    Willkommen in Sachsen-Anhalt.

    Viele liebe Grüße

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Der Ertrag ist sehr gering. Daher wird bei den meisten von dir genannten Anwendungen wohl kein reines Lavendelöl genutzt werden. Wahrscheinlich immer nur ein kleiner Teil gemischt mit anderen Ölen oder Substanzen.

    Ätherische Öle werden i.d.R. zum Auftragen auf die Haut immer verdünnt, da pur viel zu intensiv und reizend.

    Reines Lavendelöl bildet hier die Ausnahme. Weitere Infos:"Sunar...". Der Link würde wohl rausfliegen.

    Bienenköniggibmirhonig hat die Mittelohrentzündung vergessen, dafür die Motten genannt, denen ist Lavendel nachweislich schnuppe.

  • Lavendelsäckchen im Kleiderschrank oder in der Sockenschublade hilft. Und dann vergiß nicht das beste Lavendeleis in Europa in Roussillon direkt nach der Haarnadelkreuzung auf dem Weg zum Park.

    Viele liebe Grüße

    Wolfgang, der für den Lavendelmontag sogar ein lila Hemd hat

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Lavendelsäckchen im Kleiderschrank oder in der Sockenschublade hilft.

    Mon cher Roi, comme vous voulez!;) Aber das ständige Öffenen und Schliessen von Kleiderschränken/Sockenschubladen usw. stört die Viecher viel mehr, als irgendein Lavendeldings in der Ecke. Sobald dieses nicht mehr frisch ist oder sie sich dran gewöhnt haben, geht´s weiter mit den leckeren Fasermahlzeiten. Quelle: Selbstversuch, "hast du Bienen, hast du Schafe...."

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    Ich glaube nicht, dass man in D sinnvoll Lavendel anbauen kann. Das Klima passt vermutlich meistenorts nicht für eine hochwertige Ölproduktion und das ganze povençalische Drumherum fehlt auch.

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    Grüße von Kikibee

    Zwischen Grünstadt und Bockenheim gibt es ein Lavendelfeld....von weitem dachte ich es sei Schnittlauch, wie ich das aus Lampertheim kenne... Es standen auch Bienen da, was ich erst nach dem Abernten entdeckt hatte.

    Wer und wofür....keine Ahnung, aber die Weinstraße hat ja auch Mandelbäume und schmückt sich gern mit toscanischem Ambiente...

    LG Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • Gut,

    ist vielleicht wie bei den Bienen. Zu oft aufmachen ist da auch nicht gut. Es gab ja auch schon Gerüchte daß der intensive Lavendelduft die Varroamilbe irritiert. Lavendel unter die Kiste pflanzen oder Büschel in die Beute legen, beides hatten wir bereits auf dem Schirm. Und mit den neuen Beutenunterkonstruktionen könnten sich die Pflanzen auch besser halten als zwischen den blöden Paletten. Bei jeder Touristengruppe ist übrigens jemand dabei der nach Lavendelschnaps fragt. Ich verneine das immer mit dem Hinweis, daß keiner freiwillig Lenor trinken würde. Dann ist Ruhe.

    Viele liebe Grüße

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Das laut Wolfgang potentiell weltbeste Lavendeleis, zusammen mit Veilchen-Eis. Sieht beides hübscher aus, als es schmeckt, finde ich. Ob es in Deutschland dafür einen Markt geben könnte?

    Nächstes Imkerforumstreffen am 26-28.3.2021 im Jagdhof Kleinheiligkreuz bei Fulda!

  • Reines Lavendelöl bildet hier die Ausnahme.

    Well, nu, mehr oder weniger. Es gibt immer Personen, die das schlechter vertragen und Personen, die es besser vertragen. Das Allergierisiko besteht auch bei den ätherischen Ölen, die man theoretisch direkt auf die Haut geben kann. Mit verdünnen ist man auf der sicheren Seite. Und auch, wenn man es verträgt, sollte man es beim Lavendelöl nicht übertreiben, wie halt bei anderen ätherischen Ölen auch.

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • Sag mal, gibts in München am Platzl kein Lavendelhonig?

    Müsstest hinfahrn und schaun ;). Ich bin nicht so der Fan von dem, ob nun in der jungen oder alten Version. Wenn mir nach Lavendelhonig ist, fahr ich nach Frankreich, dann hab ich auch noch 'ne schöne Reise ;) Und wenn ich ans Platzl fahr, ist da ein anderes Café :lol::cool:

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • In der Provence werden zwei ähnliche Pflanzen angebaut. Lavendel und Lavendin. Der meiste in der Provence verkaufte Lavendel-Honig scheint Lavandin zu sein, wenn man ein bisschen in den entsprechenden Seiten stöbert. Lavandin ist wirtschaftlich deutlich rentabler, der echte Lavendel ist hochwertiger.

    Ich glaube nicht, dass man in D sinnvoll Lavendel anbauen kann. Das Klima passt vermutlich meistenorts nicht für eine hochwertige Ölproduktion und das ganze povençalische Drumherum fehlt auch.

    Ja, es handelt sich um zwei Sorten. Der echte Lavendel wird zur Duftölgewinnung angepflanzt. Lavandin wird für die Massenproduktion von Reinigungsmitteln verwendet. Die Ausbeute des Öls beim Lavendel ist geringer, dafür ist es aber auch wesentlich mehr Wert. Ich bin optimistisch das dass Projekt gelingt. Die Destillation der Mutterpflanzen war letztes Jahr bereits erfolgreich.