Echter Lavendel

  • Mit welcher Argumentation hast Du Deinen Landwirt überredet? Was macht der mit dem Lavendel?

    Hier wächst er zwar in jedem Garten, aber angebaut wird er nicht.


    Grüße von Kikibee

    Coronataugliches Freiluft-Imkerforumstreffen am 3.-5.9.2021 an der Lahn.

  • Naja, das Land auf dem er wächst ist nicht gerade das Beste. Außerdem waren die Jahre zuvor schon immer Bienenweiden auf der Fläche angebaut worden wie z.B. Phacelia, Senf, Buchweizen oder Rotklee.


    Der Lavendel soll zur Honig und Öl-Gewimmung dienen. Wir machen im übrigen ständigen solchen Unfug.

  • Wo ist der denn? Schreib es mal ins erste Wohnortfeld, dann findet man es schneller. Außerdem ist Baden-Würtemberg sehr groß. Wie soll man da die Trachtsituation einigermaßen brauchbar abschätzen

    Berggeist ,da ist Hochsauerland natürlich viel prãziser 😉...

  • Das darf ich wohl als Spitze auffassen, oder liege ich da falsch?


    Aber ja, das ist es. Es beschreibt die klimatische Situation verhältnismäßig einheitlich, auch wenn es ein großes Gebiet ist. Nürnberg ist da nicht wirklich präziser.

    Zum Lavendelhonigkochen hatte ich bisher auch noch nicht eingeladen, was genauere Angaben erforderte.

    Das Bundesland ist ebenso zu erkennen bezüglich Gesetzen und Verordnungen.

    Wenn alle so präzise Angaben hätten, reichte das vollkommen aus.

    Nur das Bundesland oder garnichts angeben, erschwert viele Antworten nunmal unnötig.

    Eigentlich habe ich dazu schon oft genug Stellung bezogen. Ich mag schon lange nicht mehr, aber bei direkter Ansprache...

  • Guten Tag,


    ich glaube der Lavendel läuft noch unter Blühstreifen. Mal schauen wie es sich die nächsten Jahre entwickelt, auch auf Bezug auf Agrarförderung usw. Frage mich gerade wie es die Franzosen und Bulgaren mit ihren Lavendel halten🤔.


    Gruß Andreas

  • Nicht nur Duftstoff. Lavendelöl ist ein wahres Wunderwerk der Natur. Eingerieben an den richtigen Stellen wirkt es Wunder. Nein Berggeist, nicht dort. Da brennt es nur. Kopfschmerzen Nackenverspannungen, Lungen, Bronchien, Verdauung, Pferdekuss, Gelenkschmerzen, Schlaflosigkeit, Nervosität, Wanzen, Motten und Mulihufpflege, für und gegen Alles ist ein Kraut gewachsen, sein Name sei Lavendel. Schlechte, eigentlich unbrauchbare Böden, viel zu trocken, kein Problem und Touristen bringt es auch noch. Oder denkt mal an die Bildschirmschonerindustrie und die Sehnsuchtskalender. Alle profitieren vom Lavendel, aber ich fürchte, drei Reihen werden kaum reichen. Sogar Volkstanzgruppen, örtliche Gesangvereine und die Feuerwehr bekommen ihren Anteil, spätestens beim Lavendelfest, z.B. in Valensole.

    Viele liebe Grüße

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Der Lavendelhonig macht übrigens fast die Hälfte der Wertschöpfung beim Lavendel aus und französische Imker verkaufen gut doppelt soviel Lavendelhonig alswie dort produziert wird. Sorry, alswie ist nicht falsch, nur Pfälzer Hochgrammatik.

    Viele liebe Grüße

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Mit 100 m ² mehr hast Du ein Thema für Deine Imkerei.

    Bevor die Euphorie in noch luftigere Höhen führt, die Fakten aus PRITSCH, "Bienenweide" für Echten Lavendel (Lavandula angustifolia):

    Nektarwert 2...3 von Juli - Sept., Pollen 1

    Zuckergehalt des Nektars 21 - 48 (mit Linde vergleichbar); Ertragspotential 200 - 300 kg/ha (etwa die Hälfte von Linde)

    Beim Anbau werden etwa 10 Pflanzen pro qm empfohlen, d.h. 100.000 Pflanzen/ha. Da lohnt sich das Schleudern dann Ende September ggf., wenn der Imker die Varroabelastung unter dem Schwellwert hält oder aber bewußt die Völker riskiert. Manche Großimkereien sollen ja bewußt so wirtschaften, um den ganzen kostenträchtigen Personal- u.a. Aufwand mit Behandeln, Einfüttern, Überwintern hierzulande einzusparen. Die importieren dann im Frühjahr Bienenmasse, egal woher und verkaufen nebenher ein wenig Importware an schnäppchenjagende Hobbyisten, dabei eifrig werbend mit ihrem Sitz in Deutschland.

  • Zuckergehalt des Nektars 21 - 48 (mit Linde vergleichbar); Ertragspotential 200 - 300 kg/ha (etwa die Hälfte von Linde)

    Lavendel krieg ich halt doch einfach leichter unter im Garten als Linden :/

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • Lavendelöl ist ein wahres Wunderwerk der Natur.

    Der Ertrag ist sehr gering. Daher wird bei den meisten von dir genannten Anwendungen wohl kein reines Lavendelöl genutzt werden. Wahrscheinlich immer nur ein kleiner Teil gemischt mit anderen Ölen oder Substanzen. Da es aber intensiv duftet, fällt es halt auf. Es geht also in erster Linie um den Duft.


    Der Trachtwert ist zwar nicht sooo toll, aber der Lavendel blüht lange und zu einer Zeit, wo andere Blüten schon lange durch sind. Also durchaus hilfreich im Trachtband. Das gilt auch für tägliche Trachtabläufe, was das späte Erscheinen der Bienen am Lavendel erklären könnte.

  • Der Ertrag ist sehr gering. Daher wird bei den meisten von dir genannten Anwendungen wohl kein reines Lavendelöl genutzt werden. Wahrscheinlich immer nur ein kleiner Teil gemischt mit anderen Ölen oder Substanzen.

    Ätherische Öle werden i.d.R. zum Auftragen auf die Haut immer verdünnt, da pur viel zu intensiv und reizend.

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)