Wie lange die geschleuderten Waben auf dem Volk lassen & wie lange das Flugloch verkleinert lassen

  • Hallo,


    gestern habe ich geschleudert und die Waben kurz vor Sonnenuntergang zurückgehängt zwecks Putzens. (Mir fällt übrigens eben, wo ich darüber nachdenke, ein, dass ich sie zuvor am Stand mit Wasser einsprühen wollte, das aber im Eifer des Gefechts vergessen habe.)


    Sodann habe ich auch das Flugloch der Völker aus denen ich Waben geschleudert habe, verkleinert.


    Meine Frage: wie lange soll man die Waben eigentlich drin lassen und wie lange das Flugloch verkleinert?


    Ehe ich das Thema eröffnet habe, habe ich im Forum nach einer Antwort auf meine Fragen gesucht, aber keine gefunden die auf diese Situation passt. Ich schließe aber nicht aus, dass ich welche übersehen habe.


    Mit freundlichen Grüßen

    Aloha

  • Wenn du sie "nur" putzen lassen willst, sollte das nach 1 Tag oder allerspätestens 2 Tagen erledigt sein.

    Du hoffst also nicht auf eine Waldtracht...?

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  • Ehe ich schleudere setze ich immer die Bienflucht (übrigens, bei den meisten Völkern hat sie ziemlich gut funktioniert, bei einem allerdings praktisch überhaupt nicht) auf eine Zarge über dem Absperrgitter, da meine Völker praktisch alle sehr stark sind und sie schon MIT Honigraum nicht genug Platz haben.

    D.h. alle haben einen Honigraum + momentan 1 resp. 2 Zargen mit den geschleuderten Waben.


    Ich denke, wenn ich nichts aussergewöhnliches feststelle, wie Wachsplättchen auf dem Flugbrett, oder kämpfende Bienen, werde ich die Fluglöcher nachher wieder ganz öffnen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Aloha ()

  • Aloha , wenn Du die honigfeuchten Waben abends aufsetzt, sind sie am Morgen geputzt und der Resthonig zusammengetragen. Ist es ein starkes Volk und es gibt keine Tracht, sucht dies nach einer Nektarquelle ganz in der Nähe. Hast Du hier schwache oder weisellose Einheiten ist die Gefahr der Räuberei am Stand groß. Es kommt also auf mehre Faktoren an. Lieber zu vorsichtig als leichtsinnig. Man muss den Stand im Auge haben, bleibt es den Tag danach ruhig, ist die Gefahr nicht größer als sonst auch. Jetzt sollte man nur noch vitale Einheiten am Stand haben, Alles andere vor dem Schleudern auflösen, denn schon die Honigentnahme kann Räuberei auslösen. VG

  • Ich denke, wenn ich nichts aussergewöhnliches feststelle, wie Wachsplättchen auf dem Flugbrett, oder kämpfende Bienen, werde ich die Fluglöcher nachher wieder ganz öffnen.

    Ich verenge nach dem Abschleudern die Fluglöcher immer auf knapp die Hälfte der normalen Größe, einfach um Räuberei vorzubeugen.

    Und wie Georgie schon gesagt hat, können ein paar Tropfen Honig durch Entnahme der Waben die Räuber bereits auf deinen Stand aufmerksam machen...

    Im Umkehrschluss bedeutet doch abschleudern, dass die Tracht nachlässt. Wenn die Tracht nachlässt, fliegen auch nicht mehr so viele Bienen aus, und weniger fliegende Bienen brauchen auch weniger Platz am Flugloch :-)

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  • Aloha , wenn Du die honigfeuchten Waben abends aufsetzt, sind sie am Morgen geputzt und der Resthonig zusammengetragen. Ist es ein starkes Volk und es gibt keine Tracht, sucht dies nach einer Nektarquelle ganz in der Nähe. Hast Du hier schwache oder weisellose Einheiten ist die Gefahr der Räuberei am Stand groß. Es kommt also auf mehre Faktoren an. Lieber zu vorsichtig als leichtsinnig. Man muss den Stand im Auge haben, bleibt es den Tag danach ruhig, ist die Gefahr nicht größer als sonst auch. Jetzt sollte man nur noch vitale Einheiten am Stand haben, Alles andere vor dem Schleudern auflösen, denn schon die Honigentnahme kann Räuberei auslösen. VG

    Wenn es die letzte Ernte vor dem Schleudern ist, werde ich mit dem Einsetzen der Bienenflucht auch etwas Futterteig geben. Dann haben die Bienen was zu tun/zu essen und man läuft nicht Gefahr, dass sie hungern.

    2 Völker Carnica in Segeberger (rote Königinen), Ziel für dieses Jahr: mit 6 Völkern in den Winter gehen.

  • Hallo,

    vielen Dank für eure Nachrichten.

    Ich habe vorhin eine zweite Honigzarge aus dem Volk entnommen, von dem ich geschrieben habe, die Bienenflucht hätte nicht besonders funktioniert. Das war auch diesmal der Fall.

    Die Waben der oberen der beiden (ich habe eine zweite aus einem anderen Volk zugehängt, weil ersteres sehr viele Bienen hat und viele draussen hängen, im Gegenteil zu dem aus dem ich sie entnommen hatte) geschleuderten Zargen die ich gestern Abend in dieses Volk zurückgehängt habe sehen noch aus wie gestern Abend, obschon sehr viele Bienen emsig werkeln. Geputz sind sie überhaupt nicht.


    Ehe ich die geschleuderten Zargen wieder wegnehme setze ich sie zuerst auf die Bienenflucht, um möglichst wenige Bienen drin zu haben.

    MfG
    Aloha

  • Ich habe heute nachgeschaut, und festgestellt, dass viele der geschleuderten Völkern schon relativ viel Honig in die geschleuderte Zarge eingetragen habe, sodass ich mir nicht klar bin darüber, ob ich sie trotzdem wegnehmen soll oder einen 2. Honigraum drauf lassen soll.

  • Hallo,


    eine Etappe weiter (ich habe geschleudert, die Zargen zwecks Ausschleckens wieder aufgesetzt, einen Tag später die Bienenflucht wieder drunter gesetzt, um sie möglichst Bienenfrei wieder abnehmen zu können) war wieder die gleiche Geschichte: bei 2 Völkern hat die Bienenflucht beinahe perfekt funktioniert, bei 2 anderen so gut wie überhaupt nicht.


    Ja die Zargen standen richtig und dicht drauf.


    MfG
    Aloha