2019 ein sehr gutes Honigjahr!

  • Wir haben am 31.7.19 zum ersten und einzigen mal geschleudert, insgesamt 49kg, Wasser 17,1%


    3 WV auf DNM1,0 in der 10er Liebig Kompaktbeute, Standimkerei.

    Dieses Jahr hatten wir keinen Raps im Flugkreis und die Blüte der Apfelallee ist verfroren. Im Umfeld gibt es zahlreiche Biogasanlagen und dementsprechend viel Mais, aber auch unsere Pferdeweiden und Wald. Löwenzahn, Weißdorn und Brombeere waren recht präsent.


    Unsere Bienen müssen nicht in die Heide...

  • bisher schlechtestes Jahr überhaupt. Kaum Honig, ca 5kg/Volk. Sonst immer das Vielfache. Grund: fast alle Völker geschwärmt, Vegetation viel schneller als Volksentwicklung

    Da stimme ich zu. Wobei ich die Völker sehr großzügig geschiedet habe und deshalb einige Reserven im Brutraum eingelagert wurden. Lieber eine kleine Ernte, als ständig Angst um die Futterversorgung oder gar verhungerte Völker.

    Bei mir waren es 9kg/Volk. Aber dafür sehr lecker!

    Auch eine eierlegende Wollmilchsau gibt keinen Honig.

  • So, ich habe nun auch mal alles zusammengerechnet.


    Durchnitt über alle Völker ist 45kg/Volk.

    Ich habe sie an 4 Standorten. An denen schwankt der Durchschnitt zwischen 30 kg/Volk und 58 kg/Volk. Dieser Stand befindet sich in einem Waldgebiet mit viel Himbeere, Brombeere und Faulbaum.

    Zusätzlich stehen meine Völker dort im Bienenwagen (keine Hinterbehandlung), was durch den Wetterschutz sicher eine bessere Überwinterung ermöglicht und die klimatischen Bedingungen dort eh besser sind.

    Schlechtestes Volk lag bei 3kg, (also Toalausfall) und bestes Volk lag bei 87 kg/Volk.

    In unserer Region konnten wir über das Wetter nicht klagen. Sicher haben wir auch einen kühlen Mai gehabt, aber erfroren ist nix. Starkregenfälle hatten wir auch so gut wie nicht. Ganz so trocken wie letztes Jahr war es auch nicht.

    Alles in Allem bin ich sehr zufrieden und das Honiglager ist wieder gut gefüllt:)

  • Moin,

    kurzes Statement von mir:
    Alles in allem ein recht normales Honigjahr für den Osten von HH, vielleicht eher etwas schlechter als die Vorjahre.

    Im Frühling kam in erster Linie Obst rein, Raps war fast zu vernachlässigen. Dennoch fast genauso viel wie letztes Jahr geerntet, wobei ich mit 8 WV plus ein Ableger ins Jahr gestartet bin (im Gegensatz zu 2018 mit 6 WV). 2WV plus Ableger verkauft. Effektiv bin ich wahrscheinlich mit 7 WV durch die Frühtracht gegangen, die im Schnitt etwas mehr als 20kg/Volk eingebracht haben mit wenig Ausreißer nach oben und nach unten.

    Sommer war auch eher ein ticken zu wenig, Robinie hat eher wenig gehonigt, wenn sie denn geblüht hat (erfrorene Blüten?). Die Linde war ok, aber kein Tauhonig. Hier hat man gemerkt, dass alles viel zu trocken war. Nach der Linde kam nichts mehr, ich hätte wohl auch schon Mitte Juli abschleudern können.

    Die Ernte war tricky, da viele Spürbienen unterwegs waren. Das letzte Volk in einer Bienentraube abgeerntet. Nächstes Jahr fange ich mit dem Abnehmen der Honigräume vielleicht doch ganz früh an (5Uhr?). Unterm Strich haben meine 6 WV immer noch 12,5kg/Volk eingetragen, was im Mittel der letzten Jahre als eher unterdurchschnittlich zu bewerten ist.

    Auch wenn 2018 ein extrem gutes Honigjahr gewesen ist und ich in 2019 mit starken WV "nur" 3/4 davon ernten konnte, bin ich dennoch mehr als zufrieden.

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Hi,


    auch von mir eine kurze Zusammenfasseng, nachdem die Tränen getrocknet sind.


    Bei uns hier an der Küste war es ein schlechtes, bis bescheidenes Jahr.


    Im Schnitt ca. 12 KG pro Volk, trotz das 1/3 der Völker auf Wanderung waren.


    Obst war weniger, Raps ein Totalausfall, Frühtracht war schlecht, Robinie und Linde


    auch sehr mau, und die Sommertracht wieder bescheiden.


    Lediglich die Vermehrung und die Königinnenzucht waren gut, und die Völker sind extrem stark.


    Mal schauen was 2020 für Überraschungen auf Lager hat.


    Gruss Joachim

  • paßwortgeschützt?

    bei mir nicht

    naja


    Im Internet wird jede Menge Honig angeboten

    also war es für nicht wenige ein Honigjahr im Überfluß

    denn wer seinen Honig in großen Gebinden anbietet, hat mehr als er vermarkten kann

    sogar Waldhonig

    da können sich die, die in diesem Jahr nicht haben, doch gut eindecken

    Carnica :) in Segeberger Magazinen :) auf Deutschnormal (DNM) 1.0 Hoffmann :) wie in unserer Region üblich !! :)

  • Entgegen zu meinen vorhergehenden Beiträgen zu diesem Thema, wo ich am 12.07. noch von einem durchschnittlichem Jahr ausgegangen bin muss ich jetzt sagen, es war sehr gut. Zum Thema „Heide“ berichte ich parallel über die überaus erfreulichen Zunahmen dort. Es fällt mir derzeit schwer den Jahresertrag pro Volk anzugeben, da ich 3 WV und 3 Ableger ein- und ausgewintert habe. Dazu zwei Miniplus. Zwei Ableger habe ich im Frühjahr verschenkt, den schwächsten habe behalten und zur Vermehrung verwendet. Derzeit habe ich durch eigene Vermehrung 6 WV und 6 Ableger und 2 Miniplus. Zwei Ableger habe ich bereits als nackte Völker an mein Patenkind vor einem Monat verschenkt. Diese haben je 6 DD MW ausgebaut und auf 4 Waben Brut. Nun zu meinen Honigernten: Frühtracht 100 kg, Sommertracht 80 Kg. Derzeit könnte ich vom Heimatstand problemlos noch ca. 60 kg aus den HR entnehmen, die nun aber als Winterfütterung verbleiben, denn in der Heide stehen 3 WV und zwei Ableger. Diese haben bisher zusammen vorsichtig geschätzt etwa 100 kg eingetragen. Bildet Euch nun selbst den Durchschnitt. Da ich im Vorjahr mit 3 Ablegern wieder mit der Imkerei begonnen habe, fehlt mir noch Einiges zur Honigverarbeitung und Lagerung. Vor allem Kundschaft für Honig und Ableger. Eigentlich hatte ich meiner Frau und mir versprochen es bei drei Völkern zu belassen. Das ist immer noch das Ziel. Nur die Auswahl fällt schwer, von welcher guten Königin ich mich trennen soll. Noch zum Wetter und Klima: Ab dem 14. Februar gab es eigentlich nur Tage mit Flugbetrieb. Leider zu wenig Regentage. Immer leichte bis mittlere Zunahmen, einmal 4 kg/Tag. Die Heide ist meine einzige Massentracht in diesem Jahr. VG Jörg

  • Tja, Jörg, schöner hätte der Wiedereinstieg doch kaum gelingen können! Freut mich für Dich! :)


    Bei mir bzw. in meiner Gegend ist die ersehnte Wendung nicht mehr gekommen. Heuer hätte gemäss dem Rhythmus der letzten Jahre wieder ein Waldjahr sein müssen; Regen hatten wir, aber gekommen ist nichts. Mit der Hoffnung auf eine bald einsetzende Massentracht habe ich die Völker leider futtermässig eine Zeit lang zu knapp geführt. Ich hatte keine Futterwaben … Nun stehen sie mittelmässig da, gesund, aber klein. Mein Fehler. Hatte wirklich gedacht, dass dieses Jahr nicht als definitive Nullrunde vorübergehen würde.


    Über das Jahr hinweg kam es zu zahlreichen Fehl- oder Nichtbegattungen sowie Königinnenverlusten. Eine Königin sah ich eines morgens tot vor dem Flugloch liegen, einfach so. Die war im Volk geschlüpft und hatte dort vier, fünf Wochen lang tadellos gestiftet. Die Nachschaffung hat nicht geklappt; das Volk musste aufgelöst werden. Zwei weitere Königinnen haben sich Mitte August (Mitte August!) verabschiedet, ohne dass da schon neue Königinnen im Volk gewesen wären. Hier können imkerliche Fehler eher ausgeschlossen werden, da die Völker damals längst wieder gut im Futter waren und nicht gestört wurden.


    Fazit zur Saison 2019: Null Honig, massenweise Probleme mit den Königinnen, jetzt selbstverschuldet ziemlich schwache Völker, die Ende September evtl. noch vereinigt werden müssen. Bittere Bilanz.

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).