2019 ein sehr gutes Honigjahr!

  • Ich hab 9 Völker eingewintert, eines recht klein, weil zu spät erstellt (ich hatte noch eine Kö übrig;-)).

    9 Völker sind gut ausgewintert und selbst das kleine Volk hat eine DN Flach-Zarge bis Mai voll gemacht.

    Im Mai hab ich 3 Völker verkauft, natürlich ohne die Honigräume.

    Dafür, dass dieses Jahr recht schwierig war, bin ich mit 145kg aus dem Frühjahr zufrieden.

    Wenn ich allerdings rechne, dass eigentlich 9 Völker für den Honig-Eintrag zuständig waren, ist die Ausbeute eher unterdurchnittlich gewesen.

    Im Gegensatz zum letzten Jahr, kommt das meiste dieses Jahr aus dem Obst und nicht aus dem Raps. Wenn der Raps dieses Jahr ordentlich gehonigt hätte, wäre ich an meine Kapagrenze was Honigräume angeht, herangekommen.

    Der Sommer könnte besser werden als das langjährige Mittel (ca. 15kg/Volk), wird aber an letztes Jahr mit ca. 150kg gesamt aus 6 WV nicht heranreichen.

    Alles Standimkerei.

    Wie hornet schrieb, sind 40kg im Schnitt ok. Es gibt immer Völker, die den Schnitt nach oben oder unten drücken. Ein Volk, das schwärmt oder umweiselt, wird weniger sammeln.

    Ich glaube mein bestes war 60kg im Jahr. Das ist aber immer schwierig, da ich nicht einzelne Völker abschleudere, sondern eine Quersubventionierung über alle Völker mache.

    Aber das ist alles Kübel-Index!

    Hauptsache, es macht Spaß und es kommt unterm Strich so viel Honig rum, wie ich auch verschenken bzw. verkaufen kann.

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Das ist doch klar, dass durch die eingewinterte Völker geteilt werden muss ... alles andere ist Augenwischerei ...


    Bei mir wird also jedes Volk gezählt, das im Lauf eines Jahres einen Honigraum bekommen hat. Egal ob Wirtschaftsvolk, neu gebildeter Ableger (Kg-Ableger) oder ein Schwarm.

    Irgendwelche imaginären Völker vom Vorjahr dazu zählen, die gar nicht mehr existieren macht doch keinen Sinn. Auch nicht Völker, die aus verschiedenen Gründen mitlaufen, aber nichts zur Ernte beitragen, z.B. späte Ableger oder Schwärme.

    Wohl aber Völker, die erst im Laufe der Saison dazu kommen und dann ebenfalls noch zum Ernteergebnis beitragen. Bei dir fallen diese neuen Völker also alle raus? DAS ist für MICH Augenwischerei!

    Die Völker die über den Winter ausfallen etc. machen bei der Einwinterung genau so eine Arbeit und verursachen Kosten, wie die Völker die durchkommen. Daher müssen diese Völker auch berücksichtigt werden. Sodass der Gesamtertrag bei mir durch alle eingewinterten Wirtschaftsvölker geteilt wird.


    Während der Saison kommen bei mir keine neuen Wirtschaftsvölker hinzu, welcher in diese Rechnung eingehen könnten. Schwärme behalte ich nicht und Ableger bilde ich aus den Wirtschaftsvölkern erst nach Trachtende.


    Aber jeder kann sich seinen Ertrag so berechnen wie er gerne möchte!


    Grüße,

    Marco

    And that's the way it is (Walter Cronkite)

  • Frühtracht war hier auch wesentlich weniger. Im Schnitt ca. 20 kg pro Volk, letztes Jahr hatte ich das doppelte.

    Danach ging's allerdings aufwärts - sowohl mit Wetter und Tracht als leider z.T. auch mit dem Schwarmtrieb... Habe noch nicht abgeschleudert, aber von den nicht geschwärmten Völkern werden es jeweils 3-4 HR (DD, Halbzarge) werden. Erstmalig habe ich sogar Kornblume dabei. :)

  • Das ist doch klar, dass durch die eingewinterte Völker geteilt werden muss ... alles andere ist Augenwischerei ...

    aha. Dann muß ich mal fragen, wie die sich so geschlagen haben beim Kunden.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Region? Wie weit fast du die? Stockwaage aus dem Kreis Altenkirchen, die auch im Trachtnet unter Westerwald geführt wird. Und du schreibst Siegerland, daß ist ja auch nicht gerade klein. Ob da Jeder so jubelt? Ernte hängt von soviel verschiedenen Faktoren ab, allgemeinere Aussagen als meine eigenen Stände betreffend, würde ich da nicht machen.

    Ach ja, von Waldtracht ist hier nichts zu sehen.;-)

  • Das ist doch klar, dass durch die eingewinterte Völker geteilt werden muss ... alles andere ist Augenwischerei ...

    aha. Dann muß ich mal fragen, wie die sich so geschlagen haben beim Kunden.

    Ich wußte das solch eine Aussage kommt :*!


    Dachte immer Wirtschaftsbetrieb und Vermehrungsbetrieb führt man als eigenständige Teilbereiche...


    Grüße,

    Marco

    And that's the way it is (Walter Cronkite)

  • MarcoNrw

    Wie wir beide schon schrieben, jeder rechnet anders. Zusätzlich noch eine betriebswirtschaftliche Sicht mit einzuberechnen macht halt die Vergleichbarkeit über diese Zahl noch sinnloser, als sie eh schon ist.


    Weil jeder anders wirtschaftlich ist und weil dann nicht nur das Trachtpotenzial, sondern obendrein auch noch verschieden strukturierte und effiziente Betriebe gleichzeitig mit einer Zahl verglichen werden sollen, ohne dass man bei Nennung der Zahl weiß, welcher Art Betrieb dahinter steckt. Das gibt meiner Meinung nach diese Zahl einfach nicht wirklich gut her, weshalb ich mich auf das Trachtpotenzial beschränke, das mit meiner Zählweise eher beschrieben werden kann. Meine Wirtschaftlichkeit bemesse ich dafür lieber am Gewinn statt am Teilaspekt Honigertrag. Habe halt keine BWL studiert.


    Da wäre es wohl besser, neben dem Honigertrag (regionales Trachtpotenzial) auch noch den Gewinn (Wirtschaftlichkeit) zu nennen :wink:

  • Ich würde noch einen Schritt weiter gehen und den Gewinn durch die Anzahl der Arbeitsstunden teilen. Im Handwerk beispielsweise ist das üblicherweise die entscheidende Kennzahl, vor allem bei kleinen Ein-Personen-Betrieben.

    Ich ernte keine 80kg pro Volk, eher das, was die Literatur (und z.B. meine Biokontrollstelle) als üblichen Schnitt eines Hauptsächlich-Standimkers in meiner Region angibt, kann mich aber auch immer nur wundern, wieviel Zeit Andere anscheinend mit ihrer Imkerei vertüdeln...


    Zurück zum Ausgangsthema: Ich fand den April ermutigend (gut angetragene Honigräume), den Mai ziemlich enttäuschend (Frühtracht unterdurchschnittlich, Robinie auch), den Juni aber gut.

    Meine im Mai gebildeten Fluglinge haben bis jetzt z.T. fünf Honigräume gefüllt.

    Sehr gut dieses Jahr anscheinend der Buchweizen. Da werde ich morgen die dritten Honigräume draufsetzen. Das musste ich noch nie.