2019 ein sehr gutes Honigjahr!

  • Hallo zusammen,


    ich habe eine Frage an Euch alle.

    Es gibt den Thread, wo darüber geschrieben wird, wie schlecht das Jahr war - nun einen, in dem geschrieben wird, wie gut das Jahr war.


    Für mich, der ohne Erwartungen an die Imkerei ran geht (da ich davon nicht leben muss bzw. will) ist dieses Jahr gefühlt ein gutes Jahr gewesen. Hab bei meinem übrig gebliebenen Volk ca. 35kg geerntet - wobei noch einiges im HR ist und darauf wartet und ein Sonnenblumenfeld vor der Tür ist und langsam aufgeht.


    Könnt ihr mir sagen, was Eure Erträge sind und wie ihr sie beurteilt? Jeder hat ja seinen anderen Maßstab. Ab wann hab ihr ein schlechtes oder ein gutes Jahr?


    Geht mir nicht um Schwanzvergleich - nur will ich es einschätzen und verstehen, wie bpsw. ein Hobbyimker mit 10Völkern 40kg Homig pro Volk bewertet oder ein Hobbyimker, der auf der Schwelle zur Erwerbsimkerei steht, wiederum 30kg bewertet.


    Danke und VG,

    DerWiesenimker.

  • Kommt sehr darauf an: 1. auf den Standort und 2. ob der Imker wandert. An guten Standorten sind 50 bis 60 Kilo auch mit reiner Standimkerei ein durchaus zu erwartender Jahresschnitt. Da liege ich auch in etwa. Spitzenjahre lagen bei 80 Kilo.

    Das hängt natürlich auch von der Betriebsweise ab und welche Qualität die Völker haben.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Ich wohne ja nicht weit von dir weg.

    Ich denke als "Anfänger" kannst du schon zufrieden sein.

    Meine Stände sind in der Umgebung nicht weit auseinander.

    Trotzdem gibt es von Jahr zu Jahr schon Unterschiede.

    Es gibt bei meinen 0815 - Königinnen auch immer zwischen den Völkern schon beträchtliche Unterschiede.

    Wenn einige Völker in Schwarmstimmung kommen, oder gar schwärmen sieht es auch wieder schlecht aus.

    Ich bin aber dieses Jahr auch sehr zufrieden. Es ist zwar noch nicht rum, aber im Schnitt werden es zwischen 40 und 50 kg (ohne wandern) werden.

  • DerWiesenimker Schlecht heisst für mich 0,0kg. ;) Hier in der Schweiz liegt der langjährige Durchschnitt bei etwa 12kg pro Volk, allerdings mit teils erheblichen regionalen Unterschieden, in meiner Gegend so 16–17kg. Hier heisst es sogar, der Durchschnitt liege nur bei 8kg. Weshalb die Schweiz mit ihrem Durchschnitt so weit hinter den umliegenden Ländern zurückliegt, weiss ich nicht. Als kleiner Hobby-Anfänger-Imker habe ich noch keine grossen Ambitionen. Mir reicht es, wenn ich den (hohen) Eigenbedarf der Familie decken und vielleicht noch das eine oder das andere Glas verkaufen kann. :)

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Also mal ganz ehrlich:

    50 - 60 kg habe ich noch nie geerntet... bei mir sind's bei guten Völkern um die 20 - 30 kg.

    Bisher dachte ich immer das wäre gut...:/

    Freier Imker

    Ohne DIB oder Verein

    Nicht vorbelastet

    Offen für alle Anregungen

  • Für mich, der ohne Erwartungen an die Imkerei ran geht (da ich davon nicht leben muss bzw. will) ist dieses Jahr gefühlt ein gutes Jahr gewesen. Hab bei meinem übrig gebliebenen Volk ca. 35kg geerntet - wobei noch einiges im HR ist und darauf wartet und ein Sonnenblumenfeld vor der Tür ist und langsam aufgeht.

    Wenn die Sonnenblumen denn dann überhaupt honigen ... gibt wohl nur noch sehr wenige Sorten, welche dies tun.

    And that's the way it is (Walter Cronkite)

  • Bei solchen Kilo-Angaben ist doch entscheidend, wie man rechnet.


    Kleines Beispiel: Es wurden drei Völker eingewintert. Eines hat den Winter nicht überlebt. Das erste verbliebene ist ein Schwächling und wird mit dem zweiten verbliebenen Volk vereinigt. Von diesem Volk wurden 90 kg Honig geerntet.


    Welche kg-Angabe gibt der gemeine (im Sinne von gewöhnlich) Imker an? 100 kg?

  • Gemäss unserer Beobachtungen war dieses Jahr vergleichsweise schlecht, wobei es in der Tat einzelne Standorte mit guten Einträgen gab. Die Zahlen haben wir im folgenden Artikel zu Papier gebracht, wobei sich unsere Daten noch hauptsächlich auf die Schweiz beziehen:


    Frühjahrstracht - vom Totalausfall bis zu ordentlichen Einträgen


    Auf sehr gut Erträge können noch die Berggebiete hoffen, wo es momentan sehr gut läuft.

  • Das ist doch klar, dass durch die eingewinterte Völker geteilt werden muss ... alles andere ist Augenwischerei ...

    das ist überhaupt nicht klar!

    Meiner Meinung nach ist es z.B. selbstverständlich, dass nur durch die Anzahl der Völker geteilt werden kann, die auch tatsächlich zum Saisonbeginn und während der Saison an den Start gehen, sprich mindestens einen HR bekommen!


    Bei mir wird also jedes Volk gezählt, das im Lauf eines Jahres einen Honigraum bekommen hat. Egal ob Wirtschaftsvolk, neu gebildeter Ableger (Kg-Ableger) oder ein Schwarm.

    Irgendwelche imaginären Völker vom Vorjahr dazu zählen, die gar nicht mehr existieren macht doch keinen Sinn. Auch nicht Völker, die aus verschiedenen Gründen mitlaufen, aber nichts zur Ernte beitragen, z.B. späte Ableger oder Schwärme.

    Wohl aber Völker, die erst im Laufe der Saison dazu kommen und dann ebenfalls noch zum Ernteergebnis beitragen. Bei dir fallen diese neuen Völker also alle raus? DAS ist für MICH Augenwischerei!


    Kann ja jeder halten wie er will, aber man sieht, dass die Umfrage-Statistiken nichts wert sind, wenn so viele Leute so unterschiedliche Basiswerte annehmen.


    In meiner Gegend gibt es keine richtigen Massentrachten, am ehesten noch beim Raps und sehr selten mal beim Wald. Daher bin ich mit ca. 40 kg im langjährigen Schnitt sehr zufrieden. Allerdings waren bisher JEDES Jahr etwa 5-10% der Völker mit über 70kg dabei, in der Spitze 90 kg. Standimkerei.

    Umgekehrt schaffen viele Ableger und späte Schwärme halt auch mal nur 10 oder 15kg, was den Schnitt eben entsprechend drückt.

    Völker, die wanderen, was ich bisher aber noch nicht oft gemacht habe, werden außer Konkurrenz bewertet, weil die logischerweise deutlich mehr produzieren und nichts über das Trachtpotenzial meiner Heimatgegend aussagen.

    Ja, spinn' i oder bien i?

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  • Hier müsste ein gewichteter HR gezählt werden und in Bezug auf die liefernden Völker gebracht werden.

    Aber das ist im Enddefekt eigentlich alles Krümelka....


    Summe im Lager ist wichtig und ob ich damit meinen Bedarf decken kann.

    Wenn man dazu das Summenprodukt aus Honigraum und Nutzungsmonat ranzieht, hat man eine Aufwandsgröße. Anzahl der liefernden Völker ist dabei dann eigentlich nebensächlich.


    Liebe Grüße Bernd