Blühstreifen an Kreuzungen

  • Hallo zusammen,


    Bei uns in der Gegend stehen mittlerweile alle auf Bienen. Stadt, Land und Bevölkerung wollen unbedingt etwas für die Biene tun. Grundsätzlich finde ich das natürlich gut. Allerdings werden bei uns im Ort auch sämtliche Verkehrsinseln mit Bieneweide bepflanzt. Jetzt stellt sich mir die Frage wie stark belastet diese Pflanzen, vor allem im Bereich von Kreuzungen, mit Abgasen sind? Ich fahre täglich daran vorbei und sehe immer schön viele Bienen. Wahrscheinlich auch welche von meinen, die stehen nicht weit vom Ortsrand entfernt. 🤔 Ob das wirklich gut ist? Für die Qualität des Honigs? Für die Gesundheit der (Wild)Bienen? Wie seht ihr das?

  • Zur Belastung der Pflanzen und es Honigs kann ich nichts sagen. Aber mit den Blühstreifen ist es eine zweischneidige Sache. Vor ein paar Tagen bin ich auf der Landstraße zwischen 2 Feldern mit Blühstreifen gefahren. Soviel Insekten hatte ich seit Jahren nicht auf der Windschutzscheibe. Wahrscheinlich richten die planlos angelegten Blühstreifen genauso viel Schaden in der Insektenwelt an, wie die Windräder.

    Auch eine eierlegende Wollmilchsau gibt keinen Honig.

  • Zur Belastung der Pflanzen und es Honigs kann ich nichts sagen. Aber mit den Blühstreifen ist es eine zweischneidige Sache. Vor ein paar Tagen bin ich auf der Landstraße zwischen 2 Feldern mit Blühstreifen gefahren. Soviel Insekten hatte ich seit Jahren nicht auf der Windschutzscheibe. Wahrscheinlich richten die planlos angelegten Blühstreifen genauso viel Schaden in der Insektenwelt an, wie die Windräder.

    Das sind aber dann die Autos / deren Fahrer.

    Und es ist die Gedankenlosigkeit der Entscheider.

    Aber alles hat Folgen! Mal so und mal so.

    Doch: Nicht bremsen. Fördern durch darüber reden / schreiben!

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Blühstreifen - ein tolles Thema. In den Städten - man kennt das Thema ja - ist die "Belastung" im Wesentlichen durch


    a) Feinstaub von Reifen und Bremsenabrieb

    b) Stickoxide

    c) Kohlenmonoxid und -dioxid

    d) Ozon


    gegeben. Die Liste ist natürlich unvollständig. Unter b) bis d) genannte Stoffe sind gasförmig, c) dient den Pflanzen als Nahrung! Feinstaub könnte im Nektar landen, dürfte aber nicht gefährlich sein, da er nicht eingeatmet, sondern oral aufgenommen werden würde.


    Ggf. hat der GaLa-Bauer noch ein Glyphosat-haltiges Unkrautvernichtungsmittel vor Anlage des Blühstreifens benutzt, so dass u.U. hier noch Rückstände zu finden wären. Das halte ich aber für unwahrscheinlich.


    Auf dem Lande hingegen ist die Situation anders. Dass vor Anlage von Blühstreifen am Rande eines, sagen wir mal Maisfeldes, Glyphosat zur Unkrautvernichtung eingesetzt wurde, halte ich für höchst wahrscheinlich; denn der Landwirt will für diese lästige Notwendigkeit nicht auch noch viel Arbeit und Zeit investieren. Zudem wird die gebeizte Maissaat eingebracht, deren Abtrieb schon mal im Areal des Blühstreifens landet. Sollte der Landwirt gezwungen sein, Pestizide einzusetzen - es könnte auch auf dem benachbarten Feld mit Raps o.ä. sein - so ist auch deren Abdrift im mittlerweile schon gewachsenen Blühstreifen gelandet und taucht dann im Pollen und Honig wieder auf, den Bienen dann sammeln.


    Alles ein bisschen plakativ, aber zur Verdeutlichung hoffentlich anschaulich genug. Und dennoch, für den Verzehr von Honig ist das alles sicher nicht gefährlich; denn die Bienen filtern das heraus - nicht alles, versteht sich aber zum Großteil.


    Was bleibt, ist die Belastung der Bienen. Der Mensch war in unserem Lande durch sog. Noxen m. E. noch nie so wenig belastet, wie heutzutage.


    Meine Meinung.

  • Wenn mich jemand fragt, ob der Honig in Ordnung ist, erkläre ich immer, dass der Honig so ins Glas kommt, wie von den Bienen eingesammelt. Ich habe kein Labor und kann bei meinen geringen Mengen auch keine Analyse pro Hobbok anbieten.

    Der Honig hat eben alles drin, was im Umkreis von 4… 5 km einzusammeln ist.


    Traurig, dass nun der Imker dafür verantwortlich sein soll, was so alles in die Landschaft gekippt wird.


    Grüße Ralf

  • Honig - Belastungen bzgl Feinstaub, Blei, Kerosin(Flughafen-Bienen) wurden in Berliner Honigen nicht nachgewiesen- alles rausgefiltert.

    Bei Glyphosat (Bahnanlagen) und anderen im Baumarkt erhältlichen Mitteln kann es auch anders aussehen.

  • Hier wird der Blühstreifen heruntergeputzt, da er ggf. nach örtliger Lage doch sehr stark mit Umweltgiften belastet sein könnte.

    Denkt doch biite nicht immer nur "Honig", wir haben durchaus andere Insekten die einen Lebensraum benötigen und da finde ich jedes Stück Grün in Austausch zu Teer und Bitumen ein echter Fortschritt.

    Die Insekten, die an der Windschutzscheibe kleben bleiben, sind wohl nicht auf den Kreisverkehr zurückzuführen, es sei denn wir haben 70km/h oder mehr drauf 😉

    Obwohl was ma da manchmal erlebt, aber gut anderes Thema 😊

    Jede Pflanze die gesetzt wird, egal aus welcher Intension, ist ein Gewinn meiner Meinung nach.


    Lg Roland

  • Bereits mit einer Geschwindigkeit von 20 km/h kann ein Frontalcrash für einen Menschen tödlich enden - ohne Gurt und Airbag.


    Da kann mir keiner erzählen daß Bienen eine Kollision mit der Windschutzscheibe überleben. :/

    Egal ob im Kreisverkehr oder sonst wo.

  • Wer jetzt ein Fluginsekt mit den Gesetzen der Aerodynamik nimmt und es mit der menschlichen Frontalkollision vergleicht, naja.......

    Gut Autos sind für das Insektensterben verantwortlich, ein japanischer Steingarten im Kreisverkehr soll auch was haben 😩😩😩