Fütterer oder Futtereimer

  • Hallo liebe Imker(innen),


    wie schon oben erwähnt, eure Meinung zu Fütterern(wenn ja, welcher), oder Futtereimer (geschlossen oder offen mit Korken o.ä.), oder evtl. noch sonstiges ?
    Vielleicht einmal hinsichtlich Wintereinfütterung und des weiteren Fütterung in Trachtlücken.
    Vorab Merci !


    Gruß


    Matthias

  • Hallo Matthias, ich habe beste Erfahrungen mit dem Futtereimer, wie von Dr. Liebig, Einfach imkern, gemacht. Der fasst ca. 6 l Futter (Zucker-Wasser-Lösung 3:2) und ist in der Regel nach 3-4 Tagen leer. Als "Kletterhilfe" gebe ich Stroh vom Biobauern. Kannst aber auch gewaschene Flaschenkorken nehmen. Grüße aus Bamberg.

  • Hallo,
    ich hab Segeberger und die passende bienenfreie Futterzarge dazu. Absolut genial!
    Ob das bei den Dadantbeuten mit dem Adamfütterer auch so fluppt, beobachte ich im Moment noch sehr kritisch.
    Im übrigen füttere ich kalt, und nur nach Dunkelwerden.
    In einer der yahoo-Newsgroups hieß es, wenn die räubernden Bienen von deinem eigenen Stand sind, wirf von allen den Deckel runter und innerhalb von zehn Minuten ist alles erledigt. Ich hab's noch nicht ausprobiert, aber sechs andere sagten, es funktioniere...

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabine,


    mir fehlt die Erfahrung mit den Segeberger Futterzargen. Mit dem Adamfütterer bin ich aber sehr zufrieden, bis hin zur Reinigung durch die Bienen.


    In der Regel füttere ich im Abendlicht. Das kann man bei den wenigen Fütterungen gut einrichten, und es ist allemal sicherer für den Imker. Zu einer Räuberei kam es dabei noch nie.


    Bei Adam oder bei Jungels habe ich mal gelesen, daß jährlich ein oder zwei Völker bei sind, die kein Abwehrverhalten zeigen und deshalb ausgeräubert werden. Auch auf einem kleinen Stand könnte ein solches Volk mal vorkommen.


    Zum yahoo-Newsgroup-Tip habe ich Bedenken. Wer will wissen woher die Bienen kommen?

    Gruß!


    Baudach

  • Hallo Imkerkollegen,
    Auch wenn Ihr abends füttert, kanns zur Räuberei kommen. Es dauert nämlich bis zu einer Woche, bis die Futtereimer oder -Tröge leer sind.
    Deshalb halte ich von dem sicher gut gemeinten Hinweis, abends zu füttern, nichts.
    Oder sollte ich ein wichtiges Argument übersehen haben..??
    Franz

  • Hallo Franz,
    du hast tatsächlich ein wichtiges Argument ausser Acht gelassen. Zum Füttern, egal mit welchem System,musst du den Zugang zur Futterkammer öffnen und lockst somit potentielle Räuber an. Und das mehr, je mehr Spürbienen unterwegs sind.Einmal fündig geworden, wirst Du die nicht mehr los, und einmal da, versuchen sie dann irgend wann, an den Fluglöchern fündig zu werden, womit die Kacke am Dampfen ist.
    Nach Flugende ist diese Gefahr deutlich geringer. Sind die Futtertröge wieder verschlossen, haben Räuber kaum noch Chancen, dass etwas für sie abfällt. Kleckern, Verschütten oder gar ein undichtes Futtergeschirr kann tödlich enden für deine Völker.


    Grüsse


    Michael

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo,
    jetzt kenn ich mich nicht mehr aus- soll ich also abends mit dem Füttern beginnen und am nächsten Morgen die Zugänge zum Futtertrog verschliessen?- Und am nächsten Abend wieder öffnen usw ??
    Franz

  • Hallo Franz,


    ich habe mich wohl zu kompliziert ausgedrückt.Entschuldige bitte.
    Ich meinte:
    immer wenn du den Deckel eines Volk öffnest, lockst du potentielle Räuber an. Abends ist die Gefahr, dass fremde Bienen oder Wespen räubernd unterwegs sind, am geringsten.
    Wenn dann der Deckel wieder zu ist, ist auch die Gefahr vorbei.
    Das heißt: Füttere Abends, verkleckere nichts und alles wird gut.


    Grüsse


    M.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo,


    mit dem Auffüttern handhabe ich das so:
    -Abschleudern nach Trachtende ( bei mir
    ca. 25.08. nach der Goldrute )
    -Abschätzung des Futterbedarfs
    -Reizung und Auffütterung immer abends in
    kleinen Portionen 1-2 Liter (Wegen Räuberei-
    gefahr sollte das Futter über Nacht
    aufgenommen sein)
    -Ende der Futtergaben max. bis 20.09.
    -Varroabehandlung mit Ameisensäure vor und
    nach der Auffütterung nicht vergessen.


    Herzliche Imkergrüsse von Ebi.


  • Das kommt von drohne


  • So hat mein Vater auch vor 50 Jahren aufgefüttert, auch meinen alten Imkernachbarn praktizieren das noch so, aber da ich ein Mensch bin, der die Arbeit so effizient wie möglich händelt, kommt dies für mich nicht in Frage. Ich nehme Apiinfert, klatsche den Eimer drauf - meinetwegen sollen sie 4 Wochen ranlutschen. Ein gutes Volk lässt sich nicht ausrauben, das sind nur Schwächlinge, die ausgeraubt werden und um die ist es sowieso nicht schade. Außerdem kann ich bei Völkern, wie bei meinem Buckfastkunstschwarm, jetzt immer noch mit Apiinfert auffüttern, da dieses von den Bienen nicht mehr umgearbeitet werden muss. Die Räubereigefahr ist jetzt auch nicht mehr groß, sodass man hier keinen Befürchtungen haben muss.
    cest la vie!

  • Hallo liebe Imker(innen),


    @Franz-Xaver: Deinem Betrag nach gehe davon aus, daß du die Apiinvert – Eimer mit Abreißdeckel benutzt. Ich bin der Meinung, daß diese sind zwar für den Imker bequem, aber für die Bienen ganz und gar nicht ideal.
    1. Täuscht die große Futtermenge den Immen eine Massentracht vor, also geht die Königin u.U. noch mal voll in Brut. Das kann zu dieser Zeit nicht von Vorteil sein, weil diese ja auch versorgt werden will.
    2. Der letzte Liter Flüssigkeit läuft zwangsläufig auf einmal hinaus, weil die letzte Flüssigkeitsschicht quasi angestochen (Vakuum) wird. Dieses Phänomen wird noch verstärkt, wenn der Eimer nicht 100% in der Waage steht.
    Beides kommt bei der Futtergabe in kleinen Mengen nicht vor. Ist natürlich aufwendiger.
    Deinen Beitrag nach „klatsche den Eimer drauf - ...“ möchte ich eigentlich nicht kommentieren.
    Aber nix für ungut !


    @ alle: Die rege Diskussion bewegt sich leider etwas am Thema vorbei. Denn die Frage war nicht WIE man einfüttern sollte sondern WOMIT. Ich habe zu diesem Thema noch keine zusammenhängenden Beiträge gelesen, denke aber es wäre für den Anfänger schon wissenswert für welche Anschaffung er sich entscheiden soll.


    Gruß


    Matthias





    _________________



    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Matthias Bauer am 2002-09-30 21:13 ]</font>


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Matthias Bauer am 2002-09-30 21:14 ]</font>