Bienenseuchenverordnung - AFB herausnehmen?

  • Wenn man so eine Beprobung freiwillig mit macht und es werden erhöhte Sporen gefunden, aber nicht so hoch, dass die Krankheit ausbricht. Was kann man da machen? Vorsorglich Kunstschwärme mit Rähmchen und Wachs verbrennen?

    Imker seit Februar 2020
    12er DNM im Warmbau, ab 2021 10er DD

  • Wenn man so eine Beprobung freiwillig mit macht

    ...dann macht man bei positivem Befund trotzdem alles brav mit, was einem gesagt wird ;) Das sollte einen allerdings nicht davon abhalten, die Völker regelmäßig zu untersuchen. Dr. Schierling vom tgd Bayern e.V. empfiehlt, die Völker mind. alle 2 Jahre zu beproben. Sinnvoll ist dies vor großem Trachteintrag bzw. Auffütterung (das kann sonst zu falsch negativen Ergebnissen führen).
    Wenn es noch keinen klinischen Ausbruch gibt, werden Kunstschwärme gemacht und die Bruträhmchen vernichtet.

  • ...

    Was kann man da machen? Vorsorglich Kunstschwärme mit Rähmchen und Wachs verbrennen?

    Vor allem nicht in Panik verfallen! Das Monitoring* wird nicht angeboten, um befallene Völker sofort aus dem Verkehr zu ziehen, wie das früher gemacht worden ist, bzw. gemacht worden sein soll. Sondern um betroffene Imkern dabei zu unterstützen, ihre Völker sanieren und erhalten zu können. Man kann es auch als vertrauensbildende Maßnahme ansehen, mit dem solche Panikreaktionen und Geheimniskrämerei und evtl. größere Schäden im Verdachtsfall zu verhindern. Man wird damit bewusst nicht allein gelassen.

    BTW:

    Wer TBE praktiziert**, beugt prinzipiell auch der AFB-Ausbreitung oder ihrer "Einnistung" vor, dass Prinzip wird u.a. auch bei der AFB-Sanierung angewandt.


    In unserem Verein wurden vor zwei Wochen die wenigen Monitoring-FKP eingesammelt. Wieder mal hatte kaum jemand Interesse daran. Es scheint fast so, als würden zu viele Imker das AFB-Monitoring als Schikane oder Strafe ansehen, die kann man selbst mit kostenfreien Proben nicht überzeugen... Aber wehe, ein Sperrbezirk ist im Umkreis von 15-20km an der Reviergrenze oder Wanderimker werden ihnen an ihren gewohnten Stellplätzen vor die Nase gesetzt, dann werden sie elektrisch und hyperaktiv...


    * & **

    Wobei ich nur für das sprechen kann, was von Guido Eich für Niedersachsen dazu mitgeteilt worden ist.


    **

  • Vor allem nicht in Panik verfallen! Das Monitoring* wird nicht angeboten, um befallene Völker sofort aus dem Verkehr zu ziehen,...um betroffene Imkern dabei zu unterstützen, ihre Völker sanieren und erhalten zu können...

    In unserem Verein...Monitoring-FKP eingesammelt. Wieder mal hatte kaum jemand Interesse daran. Es scheint fast so, als würden zu viele Imker das AFB-Monitoring als Schikane oder Strafe ansehen,

    Hier war es bis vor wenigen Jahren genauso. Dann haben wir uns das Veterinäramt (VetA) zu einem Vortrag über AFB/Prohylaxe/Vorsorge ... eingeladen und ein Jahr lang das Thema immer wieder mal diskutiert (Nebenwirkung: Vortragsvorbereitung führte auch beim AVet zu einem Fortbildungseffekt). Im Folgejahr gab es genügend Freiwillige für das AFB-Monitoring, danach viel mehr Freiwillige als Monitoringplätze. Die galten auf einmal als Schnäppchen!

    Jetzt sind wir soweit, daß wir unsere Monitoringvorschläge an das VetA nach Risikopotentialen auswählen und darin Prioritäten ordnen und zwar nicht nur vereinsintern, sondern mittlerweile sogar unter Berücksichtigung der Imker, die gar nicht in einem Verein sind. Die laden wir ab und an zu Vorträgen ein, die für alle wichtig und interessant sind. So entsteht allmählich auch zu denen ein vertrauensbasierter Kontakt.