Bienenseuchenverordnung - AFB herausnehmen?

  • Mal nachdenken: Diese ganzen überwachungspflichtigen Tierseuchen sind meist zum Schutz der Massentierhaltung unter diese Kontrolle gestellt worden und nicht, weil die Erkrankung für den Menschen gefährlich ist. Es ist nämlich im Fleischexportweltmeister Deutschland katastrophal wenn so eine Seuche in einer Massenviehanlage auftaucht und dann gleich ein paar Tausend Viecher gekeult werden. In erster Linie ist das Schutz der Wirtschaft - nicht der Tiere!

    Der Schuß geht m.E. weit daneben. Es tut mir leid, das sagen zu müssen, zumal ich ahne, wer Dir den Gewehrlauf so verbogen hat...

    Über die Massentierhaltung von GVE (Großvieheinheiten) müssen wir hier nicht diskutieren, auch nicht über die Gefährdung von Menschen (die ja bei AFB-Sporen nicht gegeben ist).

    Unbestreitbar sorgen die strengen Regeln der BienSeuchVO seit Jahrzehnten für eine signifikant niedrigere Befallsrate an AFB bei Bienenvölkern, selbst wenn man die sinnlos von unkundigen AVet per Tötungsanordnung hingemetzelten gesunden bzw. sanierungswürdigen Bienenvölker noch hinzuzählen würde.

    Außerdem übersieht Deine Argumentation den prinzipiellen Unterschied zwischen dem Infektionsweg "gewöhnlicher" Tierseuchen (bei GVE) und der AFB: Letztere wird nicht von kranken Völkern auf gesunde exportiert, sondern umgekehrt: gerade von gesunden, kräftigen Völkern aktiv importiert! So gesehen, dient die Aufnahme der AFB in die BienenSeuchVO sehr wohl und zuallererst dem Wohl der (gesunden) Tiere. Daran ändern auch grundlose Tötungsanordnungen durch unfähige und beratungsresistente AVet nichts Prinzipielles. Zudem kann man bei einem Anteil von > 97% Hobbyimkern auch rein statistisch wohl kaum prioritären "Schutz der Wirtschaft" unterstellen.

  • Sofern geplant sein sollte, die EU-Richtlinie 92/65/EWG vom 13.7.1992 zu ändern, beträfe das die TRACES-Zeugnisse für Bienenimporte (s. bes. Anlage E):

    https://eur-lex.europa.eu/lega…LEX%3A01992L0065-20141229

    Der Trick bzw. die Vereinfachung dabei war ja, daß sich EU-weit die nationalen Vet.-Behörden gegenseitig ihre Gesundheitszeugnisse anerkannt haben und so die veterinärmedizinische Beurteilung an den Ländergrenzen ersparen konnten. Wenn nun Mitgliedsstaaten die AFB gar nicht mehr amtlich untersuchen, dann sind ausländische TRACES-Zeugnisse nicht mehr von Aussagewert für AFB.

  • Unserer ist Imker!

    Unser AmtsTA auch.

    Vorgestern bei mir zum Faulbrutmonitoring, hat seine Vertreterin nur den Kopf geschüttelt über Brüssels Ansinnen. Mit einer Bemerkung dazu, die ich hier nicht zitieren möchte.

    Noch mehr Hals hatte sie wegen der Bienenhalter, die wie Pilze aus dem Boden spriessen, ihre Völker nicht anmelden, aber was gegen Bienensterben und für die Natur tun wollen, ohne einen blassen Schimmer zu haben und völlig beratungsresistent seien....

    Es ist im Ganzen eine sehr verstörende Entwicklung für mich und der Gedanke auch noch Bienen mit A-Biotika o.ä. behandeln zu müssen gruselig.

    Es sollte nicht an den Bestimmungen über Bienenseuchen und deren Meldepflichtigkeit in D gerüttelt werden !

  • Eher wird hier zu wenig durchgegriffen, warum werden AFB-"Tätern", zumindest im Wiederholungsfall nicht auch mal Ordnungsgelder oder zivilrechtliche Forderungen präsentiert

    Mir gefällt dein Beitrag #22 sehr gut, aber hier möchte ich eine kleine Einschränkung machen. Man kann einiges tun um AFB zu vermeiden, bzw. die Wahrscheinlichkeit eines Ausbruchs zu verringern. Aber selbst wenn man noch so viel Aktion in dieser Richtung zeigt, ist der Einfluss von außen einfach zu hoch um dort mit großen Strafen zu drohen. Wer sich schon mal an einer AFB-Sanierung beteiligt hat weiß, dass so ein Ausbruch Strafe genug ist.

    Ein schöner Spruch dazu ist: AFB bekommt man gemeinsam, und AFB bekämpft man deshalb gemeinsam.

    Auch wenn das bisherige System Mängel hat, (wobei es schön wäre nur wirklich bestehende und keine falschen zu bekämpfen) ist dadurch doch ein recht breites Kontrollnetz gespannt, was nicht so einfach zu verbessern ist.


    Und wenn der Bienen Ede seine Behauptungen noch so oft wiederholt, werden sie nicht richtiger. Die "kostenlosen" Proben werden auch bezahlt. Und zum Glück, meist von den Nutznießern der Untersuchung. Meist in Form einer sozialen Versicherung. Da spielt es überhaupt keine Rolle, ob das über die Tierseuchenkasse, den Verein, den Verband oder die Geldbörse des Imkers geht. Ich bin nicht bereit, Edes Proben zu finanzieren solange er das Risiko nicht mittragen will. Zu anderen oft wiederholten Falschaussagen, haben sich hier schon genug andere geäußert.

    Ein Bienenschwarm ist keine Naturkatastrophe...

  • Ein schöner Spruch dazu ist: AFB bekommt man gemeinsam, und AFB bekämpft man deshalb gemeinsam.

    ...

    Auch wenn das bisherige System Mängel hat, ... ist dadurch doch ein recht breites Kontrollnetz gespannt, was nicht so einfach zu verbessern ist.

    Das kann man nur unterstreichen - danke Berggeist !


    Am Ende hängt's am Geld, wie so oft. Es gibt Imker, die freiwillig Proben nehmen und analysieren lassen, um den Status der eigenen Völker zu monitoren. Das dürften, im Falle der 97 % Hobbyimker, der weit geringere Anteil sein; denn die Analytik macht Aufwand und kostet ja Geld :wink:.


    Eine freiwillige Selbstüberwachung mündet zweifelsohne in eine nicht-Überwachung der Majorität der Hobbyisten und damit in einen völlig unübersichtlichen Zustand.


    Erfahrungsgemäß folgt daraus im jeweiligen bestätigen Verdachtsfall, der erst bei nicht mehr zu übersehenden Schäden entdeckt werden wird, entweder die "englische Variante" (Vernichtung) oder aber eine Geigelei ohne Ende mit unübersichtlichen Folgen für alle rundherum. Man mache sich das mal realistisch klar, zu welchen Diskussionen und mglw. Verunglimpfung und Streit so etwas führt.


    Recht und Regeln dienen der friedlichen Bewältigung von Konflikten. Das sollte man nicht unnötig aufgeben.

  • Ribes

    Natürlich sieht das jeder aus seiner persönlichen Brille.

    Das ist unbestreitbar.

    Allerdings sind mir auch die Meinungen anderer bekannt.

    Da steht man dem Verfahren nicht positiv gegenüber.

    Einer Verkauft ja auch keine Ableger mehr, weil er meint, dass AFB Sporen immer latent in geringen Mengen vorkommen. Angeblich wollte dieser Imker erwirken, dass die AFB aus der Seuchenkasse rausgenommen wird. Letzteres ist aber nur hören und sagen.


    Auch das AFB Monitoring so erfolgreich ist, lässt sich an den vielen Sperrbezirken wiederlegen. Natülich ist das im Vergleich zu gewissen Ländern niedrig, aber durch meine Brille gesehen erschreckend hoch.

    Das heisst im Umkehrschluss, dass es Lücken im Netz gibt, die geschlossen werden müssen.

    Eine 100% Eindämmung wird es nicht geben, es sei denn es wird ein Mittel gegen die AFB entwickelt.

    Diese Lücken habe ich versucht zu schliessen, indem man eine Beprobung per Zufallsprinzip einführt.


    Für mich ist jetzt das Stichwort gefallen: Traces Papiere

    Die EU wird genau hier den Hebel ansetzen. Sie kann ja "nur" die Dinge zwischen den Mitgliedsstaaten regeln. Das kenne ich aus der Wirtschaft nur zur gut.

    Diese Papiere müssen dann vom deutschen Staat anerkannt werden. Es darf keine Benachteiligung entstehen. Also muss der Vet diese anerkennen und kann keine zusätzlichen Massnahmen anordnen.

    Was die EU nicht kann, ist die Regelungen in Deutschland kappen, wenn sie keinerlei aussen Wirkung haben.

    Um mal ein Beispiel zu nennen:

    Imker X kann in Italien Packetbienen mit Traces Papieren kaufen und hier aufstellen.

    Eine Benachteiligung wäre, wenn dann noch zusätzlich noch eine Beprobung verlangt würde.

    Deutschland kann natürlich eine Regelung erlassen, die über die EU Regelung liegen, die aber nicht den Transfer innereuropäisch benachteiligen.

    Also kann man das "AFB Monitoring" aufrecht erhalten.

    Der Haken an der Sache ist, dass grosse Teile der imkerlichen Förderungen aus dem EU Topf kommen. Damit ist klar, welchen Einfluss die haben.

    Die rechtliche Beurteilung von den Imkern, die im Winter ihr Imkerquartier in Italien haben und im Sommer nach Deutschland wandern, ist nochmal eine Stufe höher.

    Ich bin natürlich kein Jurist, aber ich glaube es ist klar, wie lang der Arm der EU ist.


    Wenn wir dann keine breite Akzeptanz und eine glaubwürdige Lösung haben, steht man auf verlorenen Posten.


    Es liegt an uns.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • 1. Latent sind AFB-Sporen nur vorhanden in Regionen, wo eben nicht solch strikte Regeln wie in D oder GB praktiziert, resp. wo mit Antibiotika die klinischen Anzeichen von AFB zugedeckt werden (subklinische Ausbreitung). Das zeigen die Monitoringergebnisse in D unzweifelhaft und der Vergleich der Sporenlasten in deutschen bzw. ausländischen Honigen.


    2. Systematisch sind die verschiedenen Anlässe für FKP (Futterkranzproben) zu unterscheiden:

    a) amtlich angeordnete FKP (Rechtsgrundlage ist derzeit noch die BienSeuchVO)

    b) Monitoringproben: Organisationsentscheidung des VetA, an welchen Stellen und wann Proben gezogen werden, damit sich die Behörde einen Überblick über die epidemiologische Situation verschafft -> damit sie ihre Kernaufgabe (Epidemievorsorge) wahrnehmen kann. Das Zufallsprinzip ist eine Auswahlmethode von mehreren. Es gibt aber durchaus noch differenziertere, die eine Risikobewertung einschließen.

    c) für ein Markt- bzw. Wanderzeugnis vom Imker beantragte und

    d) anlaßlose, völlig freiwillige, ebenfalls vom Imker beantragte und finanzierte FKP


    3. Ein AVet kann bspw. im Rahmen des Monitorings durchaus Bienenstände zur FKP auswählen, die mit Bienen aus dem Ausland bestückt wurden. Die Risikobewertung/Auswahlentscheidung liegt letztendlich in seiner Verantwortung, auch wenn er diese oft weiterdelegiert bspw. an die Imkervereine (Variante 2 b).


    4. Wenn es wirklich zutrifft, daß EU-Mitgliedsstaaten die Ausweisung von AFB-Sperrbezirken abgeschafft haben (in #1 wird das von Italien und Spanien behauptet; das wäre bei Herausnahme der AFB aus der BienSeuchVO auch in D der Fall), dann haben die TRACES-Papiere ihren Sinn verloren:

    Resp.: VetÄ in Staaten, in denen die Sperrbezirke generell abgeschafft wurden, können gar nicht anders als zu bescheinigen, daß die Bienen aus ihrem Amtsbezirk nicht in einem Sperrbezirk standen. Nicht mehr und nicht weniger bescheinigt ein TRACES-Papier.

    In Italien und Spanien ist die Imkerei einerseits von großen Erwerbsimkereien geprägt und andererseits von wesentlich höheren AFB-Erkrankungsraten gezeichnet. Da kann ich mir schon entsprechende wirtschaftliche Interessen vorstellen, die nahelegen, die AFB lieber mit Antibiotika zuzudecken, statt an der Wurzel zu packen. Der schnellste Weg dahin: Abschaffung der Sperrbezirke durch Herausnahme der AFB aus der jeweiligen zwingenden Bienenseuchenregelung. Ist dann gleichzeitig auch eine willkommene Exportförderung.

  • Auch das AFB Monitoring so erfolgreich ist, lässt sich an den vielen Sperrbezirken wiederlegen. Natülich ist das im Vergleich zu gewissen Ländern niedrig, aber durch meine Brille gesehen erschreckend hoch.

    Hallihallo Ede,

    wir hatten 2018 bundesweit 136 amtliche Feststellungen (d.h. positiver Sporennachweis + Klinik) auf ca. 1.000.000 Bienenvölker.

    Das ist nicht nur niedrig, das ist fast nicht existent.


    Im Vergleich: 1997 waren es 482 Feststellungen, was auch immer noch verschwindend gering ist, seit dem sinkt die Zahl aber noch stetig.


    Es ist sicher nicht alles perfekt, aber die Zahlen sprechen für unser Monitoring und die Vorgehensweisen.

    liebe Grüße
    Marie

    "Das will nicht sagen, daß die Imker eine Versammlung von irgendwie seelisch "angeknackten" Menschen wären. Aber wer das ist oder wer das verhüten will, dem kann ich mit gutem Gewissen raten: Schaff Dir Bienen an!"

    Edmund Herold in "Neue Imkerschule", 1965

  • Der Haken an der Sache ist, dass grosse Teile der imkerlichen Förderungen aus dem EU Topf kommen.

    Welche wären das? Direkt an die Imker? Gibt es das? Ich wüsste nicht wo?

    Oder meinst du Blühstreifen der Landwirte und ähnliches? Das wäre schon eine sehr indirekte Förderung.

    Ein Bienenschwarm ist keine Naturkatastrophe...

  • In Thür. gibt es ein umfangreiches AFB-Monitoring, das aus öffentlichen Geldern gefördert wird, das aber auch von der ehrenamtlichen Beteiligung eines landesweiten Netzes von BSV lebt. Für die beteiligten Imker sind die Untersuchungen unentgeltlich. Ich gehe davon aus, daß diese Förderung zumindest teilweise auch aus EU-Töpfen gespeist wird.

    Sachsen hat 2018 das ehrgeizigste Monitoringprogramm aufgelegt, das es je gab: Innerhalb von 3 Jahren soll jedes Bienenvolk in Sachsen beprobt werden!

    Solche Monitoringprogramme wären mit einem Schlag beendet, wenn AFB aus der BienSeuchVO herausfiele. Kein VetA könnte mehr eine FKP veranlassen, da die Rechtsgrundlage fehlen würde.


  • wir hatten 2018 bundesweit 136 amtliche Feststellungen auf ca. 1.000.000 Bienenvölker.

    Noch einmal im Vergleich das System der Selbstkontrolle in NZ (Stand 1993), das in #31 als funktionierendes Beispiel angeführt wurde: Dort kämen bei den festgestellten 12,5% Durchseuchung auf 1.000.000 Bienenvölker: 125.000 AFB-kranke, in D dagegen nur 136 (1993: rd. 260)!

    Dabei ist die Befallsquote von 12,5% für Länder ohne epidemiologische Vorsorge vergleichsweise niedrig. Das mag den sehr weitläufigen geografischen Verhältnissen und natürlichen geografisch-epidemiologischen Barrieren in NZ geschuldet sein.

    Die Jahresberichte über Honiguntersuchungen belegen eine weit höhere Sporenlast bei ausländischen Honigen. Lt. Jahresbericht LAVES Celle von 2010 waren bspw. 70% aller untersuchten Auslandshonige AFB-besport! Bei solch flächendeckender Sporenverbreitung ist Imkerei nur noch unter dem Schirm von Antibiotika möglich - oder eben mit dem radikalen Schnitt des "stamping out" (Modell GB seit 1982). Näheres dazu s. Dissertation von Dr. Bernhard Bindernagel:

    AFB


    https://d-nb.info/1024339378/34

  • Die Jahresberichte über Honiguntersuchungen belegen eine weit höhere Sporenlast bei ausländischen Honigen. Lt. Jahresbericht LAVES Celle von 2010 waren bspw. 70% aller untersuchten Auslandshonige AFB-besport!

    So ist es. Es wurden auch deutsche Honige getestet, diese hatten gerade mal eine Sporenbelastung von 2% - allerdings muss man fairerweise sagen, dass die Auslandshonige polyregional, während die deutschen monoregional (also keine Mischungen) waren.
    Trotzdem spricht die Zahl Bände!


    Eine Abkehr vom bisherigen System würde ich daher als absolut falsch betrachten. Aber bevor ich in Panik verfalle warte ich auf die Antwort von Dr. Otten...

    liebe Grüße
    Marie

    "Das will nicht sagen, daß die Imker eine Versammlung von irgendwie seelisch "angeknackten" Menschen wären. Aber wer das ist oder wer das verhüten will, dem kann ich mit gutem Gewissen raten: Schaff Dir Bienen an!"

    Edmund Herold in "Neue Imkerschule", 1965

  • Auch das AFB Monitoring so erfolgreich ist, lässt sich an den vielen Sperrbezirken wiederlegen. Natülich ist das im Vergleich zu gewissen Ländern niedrig, aber durch meine Brille gesehen erschreckend hoch.

    allo Ede,

    wir hatten 2018 bundesweit 136 amtliche Feststellungen (d.h. positiver Sporennachweis + Klinik) auf ca. 1.000.000 Bienenvölker.

    Feststellungen ist nicht gleich Völker. Wir hatte im Jahr 2017 vier Feststellungen, da steckten aber 100 Völker dahinter. Wie viele stecke hinter den 138 Fällen? Bei durchschnittlich 10 Völkern schon mal ca. 1400. Wahrscheinlich deutlich mehr. Vor einigen Jahren in einem Nachbarlandkreis, eine Feststellung -> 100 gekeulte Völker. Wat'n Mist. Dennoch, ja die Zahl der klinisch erkrankten Völker ist in DE gering. Da ist aber auch z.B. Oberösterreich mit einer nahezu identischen Gesetzgebung weit höher dabei.

  • Feststellungen ist nicht gleich Völker. Wir hatte im Jahr 2017 vier Feststellungen, da steckten aber 100 Völker dahinter. Wie viele stecke hinter den 138 Fällen? Bei durchschnittlich 10 Völkern schon mal ca. 1400. Wahrscheinlich deutlich mehr.

    Hallo Immenreiner,

    da hast du recht, Feststellungen nicht gleich Völker.

    Aber: Behandelte Völker auch nicht gleich ausgebrochene AFB. Das heißt, ist an einem Stand auch nur ein Volk mit Klinik und Sporen, wird der gesamte Stand saniert, so zumindest in NRW.

    Deswegen gibt es wohl auch keine genauen Zahlen, auch wenn man sicher mit den durchschnittlich 6,7 Völkern eine Hochrechnung wagen könnte.


    Liebe Grüße

    Marie

    "Das will nicht sagen, daß die Imker eine Versammlung von irgendwie seelisch "angeknackten" Menschen wären. Aber wer das ist oder wer das verhüten will, dem kann ich mit gutem Gewissen raten: Schaff Dir Bienen an!"

    Edmund Herold in "Neue Imkerschule", 1965