Neues Bienenjahr

  • Nanu ?
    Keiner einen Beitrag ?
    Wenn wir unseren "Altvorderen" glauben sollen, beginnt mit dem September bereits das kommende Bienenjahr. Im Prinzip stimmt das ja auch, die jetzt erzeugten Bienen müssen unsere Völker über den Winter bringen und bilden somit den Grundstock fürs nächste Frühjahr. Der "Massewechsel" in den Völkern ist ja schon weitgehend abgeschlossen. Daher müssen wir Imker verstärkt um gesunde, kräftige Völker bemüht sein, hoffend, das das Wetter noch einige Tage schön bleibt, wenn auch (wenigstens bei uns hier) der Herbst schon zu spüren ist.Jeder Krümel Pollen, der jetzt noch eingetragen wird, ist Gold wert.
    Ich selbst lasse meine Bienen jetzt in Ruhe, prüfe Mitte des Monats nur noch einmal kurz auf Weiselrichtigkeit und evtl. Futtermangel. Nur die Ableger werden noch ein paarmal gestört, sind sie ja noch voll in Brut.Wenn sie mir für eine erfolgreiche Überwinterung zu schwach erscheinen, kommen sie im "Huckepack" übers Absperrgitter eines starken Volkes.
    Wenns auch noch ein wenig hin ist, freuen wir uns auf ein ertragreiches 2003.


    Grüsse


    Michael



    _________________
    http://www.imkerei-plein.de


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Michael am 2002-09-05 14:28 ]</font>

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo Michael und alle weiteren Imker-Kollegen,
    ich bin derzeit fleißig dabei, meine Bienen einzufüttern. Habe alle von 3 auf 2 Zargen reduziert, die Honigräume abgenommen und den Freiraum zum Einfüttern verwendet. Dort steht eine Plastik-Spülschüssel drin mit Weinkorken (mit Schaschlikspieß zum Floß gebaut), worin ich mein selbst angerührtes Zuckerwasser einfülle. Alle 2 Tage rühre ich mir in einem 60-Liter-Faß 25 kg Kristallzucher mit ca. 19 Litern Wasser an und fülle nach, bis keine Abnahme mehr erfolgt. Die Futtergaben der 9 Völker notiere ich selbstverständlich, so daß ich in etwa weiß, was jedes Volk erhalten hat.
    Nebenbei zähle ich die Varroen und entscheide mich für die Menge der zu gebenden 85%-AS. Meistens gebe ich ca 4-5 cl.
    Der Varroa-Fall ist recht unterschiedlich bei meinen 9 Völkern. Bei einem hatte ich von einem auf den anderen Tag ca 300 Milben gezählt. Manche nur ca 50 oder 10.
    Unser Landratsamt hat in der vergangen Woche eine Verordnung veröffentlicht, wonach jeder Imker eine Varroa-Behandlung nachweisen muß, wann er mit was, wie oft und wieviel 'Medizin' behandelt hat. Der Nachweis im Standbuch wird von Seuchen-Sachverständigen des Veterinäramtes bei uns überprüft im Rahmen seiner Tätigkeit, wenn er kommt, um Seuchenzeugnisse auszustellen, damit man wandern oder verkaufen kann.
    Soviel mal aus meiner derzeitigen Praxis.

  • Hallo Michael und alle weiteren Imker-Kollegen,
    ich bin derzeit fleißig dabei, meine Bienen einzufüttern. Habe alle von 3 auf 2 Zargen reduziert, die Honigräume abgenommen und den Freiraum zum Einfüttern verwendet. Dort steht eine Plastik-Spülschüssel drin mit Weinkorken (mit Schaschlikspieß zum Floß gebaut), worin ich mein selbst angerührtes Zuckerwasser einfülle. Alle 2 Tage rühre ich mir in einem 60-Liter-Faß 25 kg Kristallzucher mit ca. 19 Litern Wasser an und fülle nach, bis keine Abnahme mehr erfolgt. Die Menge reicht in etwa für 9x4 Liter Futter. Die Futtergaben der 9 Völker notiere ich selbstverständlich, so daß ich in etwa weiß, was jedes Volk erhalten hat.
    Nebenbei zähle ich die Varroen und entscheide mich für die Menge der zu gebenden 85%-AS. Meistens gebe ich ca 4-5 cl.
    Der Varroa-Fall ist recht unterschiedlich bei meinen 9 Völkern. Bei einem hatte ich von einem auf den anderen Tag ca 300 Milben gezählt. Manche nur ca 50 oder 10.
    Unser Landratsamt hat in der vergangen Woche eine Verordnung veröffentlicht, wonach jeder Imker eine Varroa-Behandlung nachweisen muß, wann er mit was, wie oft und wieviel 'Medizin' behandelt hat. Der Nachweis im Standbuch wird von Seuchen-Sachverständigen des Veterinäramtes bei uns überprüft im Rahmen seiner Tätigkeit, wenn er kommt, um Seuchenzeugnisse auszustellen, damit man wandern oder verkaufen kann.
    Soviel mal aus meiner derzeitigen Praxis.

    Freundliche Imkergrüße
    Harald Feinauer

  • Imker im 5. Jahr, Übernahme wegen Krankheit von 7 "bösartigen" Völkern.
    mittlerweile 13 Völker

  • Da auch ich mich für das neue Bienenjahr vorbereite, meine Bienen einfüttere und natürlich den Wintersitz vorbereite, habe ich bemerkt, daß ich mir bei dem Abheben der Zargen doch sehr weh tue (Kreuzschmerzen).Nun such ich einen Flaschenzug mit dem ich die Zargen anheben könnte und den ich an der Decke meines Bienenstandes mit einem Laufrad hin-und herfahren könnte. Wer kann mir so einen Flaschenzug verkaufen oder wo bekommt man einen solchen?
    Meine Tel.Nr.06333/77333 Fax:06333/775722

    Imker im 5. Jahr, Übernahme wegen Krankheit von 7 "bösartigen" Völkern.
    mittlerweile 13 Völker

  • Hallo,


    Einen guten Flaschenzug mit Seilhalter ist eigendlich nur in einem Segelbedarfsgeschäfts zu bekommen. Er ist nicht billig für meinen mit 100 kg Zuglast habe ich ca 100 € bezahlt.
    Die aus dem Baumarkt 20 DM taugen nichts sind auch nicht gelagert.


    Gruß
    Seppl

  • Hallo Imkerkollegen,
    ich habe folgendes Problem. Ich habe meine Völker aufgefüttert und eigentlich keine Unregelmässigkeiten entdeckt. Jetzt stellte ich letzte Woche fest, daß ein Volk drohnenbrütig ist und offensichtlich keine Königin mehr hat. Da es zu dieser Jahreszeit wohl kaum noch einen Sinn hat, eine neue Königin zuzusetzen, weiss ich nicht so recht, überlasse ich das Volk seinem Schicksal oder fege ich die restlichen Bienen vor die anderen Völker und löse das Volk auf ?
    Bin über jeden Rat dankbar.

  • Ein Volk "seinem Schicksal zu überlassen" ist immer die zweitbeste aller Möglichkeiten.
    Sei gnädig zu deinen Bienen und gib ihnen die Chance, bei einem anderen Volk weiterzueben. Dort können sie sich noch sinnvoll einbringen.
    Also: ich habe auch so ein Volk, das habe ich gestern aufgelöst.


    Grüsse in den Norden


    M.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo zusammen,habe `mal eine Frage. Heute habe ich einen Strauch gesehen, der jetzt blüht und über und über mit Bienen besetzt war. Die Blüten sehen ähnlich wie die von Efeu, die Blätter mehr nach Rhododendron aus.Da in der Nähe meines Wissens kein Bienenstand ist, muß dieser Strauch so sehr für die Bienen interessant sein, das sie weite Entfernungen dafür zurücklegen. Weiss einer, was für ein Strauch das ist? Volle Honigtöpfe wünscht Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Lieber Ralf, lieber Michael, ich mußte im August ein Volk auf diese Weise auflösen und hoffe, dass ich es nicht noch mal tun muß. Jetzt sind ja nicht mehr so viele Bienen da, da ist das Spektakel wenigstens ein kleineres. Kann mir jemand erklären, wohin die Königinnen verschwinden, wenn sie offensichtlich nicht geschwärmt sind?

  • Hallo Petra,


    der Bien lebt in einer konstitutionellen Monarchie, d.h. die Arbeiterinnen tolerieren die Königin nur so lange, wie sie in ihr ihre eigenen Gene weiterverbreitet sehen.Danach darf die "Dame" ihr eigenes Todesurteil unterschreiben und abtreten.
    Es gibt aber noch viele andere Möglichkeiten, eine Königin zu verlieren:
    -der Imker hat sie bei einer Durchsicht gequetscht
    -sie war nicht vollständig begattet und ist abgestochen worden
    -sie wurde Opfer einer Räuberei. Die "Räuber" wissen genau, dass sich ein weiselloses Volk schlechter verteidigt als ein weiselrichtiges
    -es war beim Zusetzen der Königin noch eine alte "Mutti" im Volk. Diese hat eine zeitlang Ruhe gehalten, dann aber die junge angegriffen.


    usw usw usw usw


    Ich glaube, ganz werden wir das nie verstehen, aber dann wäre Imkerei nur noch halb so spannend, oder ?


    Grüsse ins Ruhrgebiet


    M.


    PS:
    Danke für den Eintrag in mein "Poesiealbum"

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-