Bienen auf eigenem Honig überwintern (Dadant US)

  • Hallo Dodo,

    Du nimmst an Honig was Du für den Eigengebrauch benötigst,

    die Bienen benötigen ca 20 -25 kg für die Überwinterung .

    Statt den Überschuss zu schleudern ,und anschließend wieder zu verfüttern, werden einfach die Zargen getauscht , Honigraumzarge nach Unten, und die Brutraumzarge draufsetzen.

    Den Rest machen die Bienen, man muß sie nur lassen,

    Im Frühjahr ist die untere Zarge leer.


    Gruß Jürgen

  • Naja meine Frage ist ja nicht ob es jemand unsinnig oder toll oder sonst was findet, sonder die Frage geht an Imker, die dies ähnlich sehen wie ich und ihre Erfahrungen austauschen wollen...

    Frag doch mal, ob es jemand unsinnig findet! Vielleicht hat der so gute Argumente, daß es Dich überzeugt? Wenn man das von vorneherein ausschließt, kann man sich auch selber Briefchen schreiben, das erspart allen viel Frust, und Dir ganz besonders, weil Du kannst ja immer genau das reinschreiben, was Du hören möchtest!


    Am besten gefällt mir die Idee, während der Saison eng zu schieden, um den Honig in den HR zu drücken, den dann zu ernten, zu schleudern und anschließend wieder zu verfüttern! Großartige Vorstellung, sehr meditativ!

    Zitat

    Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen, forderte Albert Camus (1913-1960) 1942: „Der Kampf gegen Gipfel vermag ein Menschenherz auszufüllen.“

    :thumbup:

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Und ich lasse den Honigraum dann den ganzen Winter unter dem Brutraum stehen? Oder wann kommt der wieder weg?

  • jürgie : Widerspruch gestattet? Die Untersetz-Lösung klingt einfach und sie mag bei gesunden und ausreichend starken Völkern auch oft funktionieren. Trotzdem ist sie m.E. kein Prinzip, auf das eine imkerliche Betriebsweise gegründet werden sollte.

    Der Bien richtet sich nicht ohne Grund anders ein: Brutnest mit der gesamten Mannschaft vorn am Flugloch, die Wache kann schnell Alarm ausrufen und Verstärkung bekommen. Die Vorräte werden fluglochfern gelagert. Da sind sie sicher vor Dieben und Räubern, auch wenn das Volk einmal in einer kritischen Phase sein sollte.

  • Vielen Dank für die ausführliche Antwort.
    Und das mache nach Trachtende oder wann genau?
    Und ist es den Bienen nicht zu hell, wenn auf dem Brutraum auch nur eine Folie liegt?
    Wie lange lässt du das Konstrukt so?


    Viele Grüße

  • Einfach zur Endtracht keinen Honigraum aufsetzen, sollte den Job doch tun...

    Würde ich auch so sehen.


    Andere Ideen mit untersetzen oder aufsetzen oder schleudern um dann wieder zu verfüttern klingen irgendwie zu kompliziert.

    Vorallemschleudern um dann wieder zu verfüttern, weil man hat ja sonst nix zu tun und irgendwie muss man das Wochenende ja rumkriegen. ;)

  • Einfach zur Endtracht keinen Honigraum aufsetzen, sollte den Job doch tun...

    Würde ich auch so sehen.


    Andere Ideen mit untersetzen oder aufsetzen oder schleudern um dann wieder zu verfüttern klingen irgendwie zu kompliziert.

    Vorallemschleudern um dann wieder zu verfüttern, weil man hat ja sonst nix zu tun und irgendwie muss man das Wochenende ja rumkriegen. ;)

    ...wenn nicht der 'falsche' Honig die Endtracht ist. Dann halt lieber Ernten und was verträgliches Einfüttern.

  • Hallo zusammen,

    viele Gedanken, doch auch eine Lösung ?

    Vorschlag: Einfach die natürliche Reihenfolge bestehen lassen!

    Unten, wie üblich, der / die Brutraum / -e.

    Zu Trachtende einen Honigraum (möglichst mit überwiegend Frühtracht)

    obendrauf stehen lassen.

    Alles andere wird abgeräumt.

    Die Wintertraube sitzt anfangs unter dem Honigkranz der Brutwaben. Nach und nach wandert die Traube in den HR wo im Januar / Februar auch das Brutnest angelegt wird.

    Im Frühjahr wird die leere BR-Zarge weggenommen oder auch als 2. BR stehengelassen.

    Gruß und viel Erfolg

    Harald

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Vielen Dank für die ausführliche Antwort.
    Und das mache nach Trachtende oder wann genau?
    Und ist es den Bienen nicht zu hell, wenn auf dem Brutraum auch nur eine Folie liegt?
    Wie lange lässt du das Konstrukt so?

    Hallo Dodo,

    wenn Du sowieso keinen Honig rausnehmen willst, dann kannst Du es im Prinzip ab sofort machen. Das hätte den Vorteil, dass der Blütenhonig schon drin ist, wenn noch Waldhonig oder gar Melezitose käme. Zu hell ist kein Thema, da es untertags im Volk auch nicht wirklich dunkel ist. Es hat sich ja allgemein der Gitterboden durchgesetzt.

    Wenn es da Bedenken gibt ist, es natürlich auch möglich eine Platte zu zuschneiden, die so groß ist wie die Beute und einfach eine Ecke abkappst damit ein Aufstieg möglich ist. Oder auch ein Loch reinbohren, die finden das schon.

    Ich nutze so ein Konstrukt nur äußerst selten, da ich den Honig lieber im Glas habe als im Brutraum. ;-)

    Das letzte mal nutzte ich das, um die Bienen aus einem Wildwirrbau zu bekommen, der aus einem Vogelhaus kam. Die Damen waren dort eingezogen und hatten den nicht ganz kleinen Kasten komplett mit Waben ausgebaut. Da war mir das Gematsche zu gefährlich, da in diesem Zickzack Wabenwerk die Chefin nicht zu finden war. Hat nicht sofort funktioniert, aber mit einer Brutwabe unten und viel Sonne oben, war dann doch die Umsiedlung beschlossen.

    Für Honig umtragen gar kein Problem...

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.

  • Dodo

    Vielleicht solltest du auf eine 2-räumige Betriebsweise umsteigen, wenn du unbedingt auf Honig überwintern möchtest!

    Während der Saison einen Brutraum, dann Absperrgitter und Honigzargen. Den 1. Honigraum belässt du beim Volk und alles was im 2.Honigraum ist, kannst du schleudern!

    Nach dem Abschleudern des 2.HR nimmst du das Absperrgitter weg und deine Bienen können auf dem eigenen Honig überwintern.

    Im Frühjahr nimmst du die untere leere Zarge weg!


    Ok, der Vorschlag ist am Thema vorbei, wäre aber für alle die eleganteste Lösung!


    Susanna

    Ein freundliches Wort ist wie Honig: angenehm im Geschmack und gesund für den Körper (Sprüche 16,24)

  • Ob man auf eigenem Honig überwintern kann hängt mE stark vom Standort ab. Unsere Bienen stehen im Garten in einer Kleinstadt und ich habe vergangenes Jahr 5kg Sirup bis gar nicht gefüttert. Ich weiß nicht woher, aber sie finden hier auch im September und Oktober noch so viel, dass ich mir teilweise Sorgen mache, ob sie noch genug Platz für die Aufzucht der Winterbienen haben. Leider habe ich das Stockwaagen-Projekt noch nicht angehen können, daher habe ich keine Daten über Gewichtsveränderungen über die Sommer/Herbst-Wochen.