Bienen auf eigenem Honig überwintern (Dadant US)

  • Könnte man nicht auch einfach jetzt, wo noch Tracht reinkommt, anfangen entweder sukzessive oder einmal komplett den gesamen BR auffüllen?


    Würden sie dann nicht schon anfangen unten einzulagern und man spart sich das erneute verflüssigen und auffüttern?

  • Würden sie dann nicht schon anfangen unten einzulagern und man spart sich das erneute verflüssigen und auffüttern?

    Nein, das Problem ist das Du höchstwahrscheinlich damit, den spätesten Honig im Jahr zum Überwintern nimmst, den würde ich NICHT nehmen.... - außer zur Not sehr, sehr stark verdünnt - siehe Post #14

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  • Die erste Zarge Löwenzahnhonig pro Volk stellst Du im Frühjahr weg bis zum Einfüttern, so das keine Motten rein kommen.

    Kein guter Plan für Nürnberg. Wo soll denn die Menge herkommen, dass es für den Winter reicht?

    Abschleudern machst Du ganz normal

    Dieses Jahr eher nicht...

    Sollte noch Blatthonig kommen, wäre der bestimmt auch nicht optimal für die Überwinterung.

    Bedenke auch andere problematische Honige wie Raps

    Raps in Nürnberg?

    alles was später im Jahr kommt - die würde ich nicht nehmen

    :thumbup:

    Ich wurde gut erzogen. Keine Ahnung, was dann passiert ist...

  • Die Bienen auf ihrem eigenen Honig überwintern zu lassen, ist weder unsinnig und auch nicht problematisch oder gar gefährlich, wenn man darauf achtet, dass es sich nicht um Honig handelt, den sie nicht vertragen. Was sie vertragen und was nicht und wie man am besten vorgeht, ist an vielen Stellen nachzulesen. Honig entnehmen und wieder einfüttern, klingt für mich nach unnötiger Arbeit... drin lassen, aber das sollte von Anfang an geplant sein. Das müsste doch auch in Dadant funktionieren. Georgie hat recht, wenn die Betriebsweise dazu passt, ist es wahrscheinlich einfacher.


    Es ist sicher nicht beratungsresistent, wenn jemand etwas machen möchte, was ohne Probleme funktioniert und er sich nicht davon abbringen lässt. Es funktioniert wunderbar... ich mache das seit Jahren...


    Herzliche Grüße,
    Thanaidh

  • Mache ich seit Jahren (also schon immer) so.

    Habe auch spät noch Tracht, die zum Überwintern geeignet scheint.

    Zur Zeit: Kornblume, Hedrich,Ackersenf, Lein, Buchweizen, jede Menge Ackerunkräuter, Linde, Robinie u.a.m.

    Vor einer Woche zurückgegebene HRe stehen kurz vor dem Verdeckeln.


    Ich habe Warre-Beuten und normal überwintere ich auf 3 Zargen. Den letzten Winter hat ein Ableger in einer Zarge (17 Liter) auf eigenem Honig überwintert. Zur Zeit sitzt das Volk auf 55 Liter (3Zargen).

    Wo sind da Probleme? 🤨

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Würden sie dann nicht schon anfangen unten einzulagern und man spart sich das erneute verflüssigen und auffüttern?

    Nein, das Problem ist das Du höchstwahrscheinlich damit, den spätesten Honig im Jahr zum Überwintern nimmst, den würde ich NICHT nehmen.... - außer zur Not sehr, sehr stark verdünnt - siehe Post #14

    Vielen Dank für die Antwort. Ich weiß zwar das man nicht auf Waldhonig überwintern soll, aber was macht der Rest für Probleme?


    Letztes Jahr hab ich ein paar Völker auf einer Mischung aus später Frühtracht und früher Spättracht (ein gefüllter Honigraum von so Ende Raps bis Anfang Linde), ein paar Mal hauptsächlich Linde/Spättracht und ein paar auf Sonnenblume überwintern lassen.


    Alle sind super übern Wintern gekommen.


    Was ist den das Problem mit späten Honigen (abgesehen von Waldhonig) beim Überwintern?

  • Mit der Linde beenden wir idR die Schleuderungen. Was ab August dann noch kommt, bleibt den Bienen.

    Ich habe immer wieder die Korrelation mit Ruhr gehabt, wenn ich zu bequem war, noch Einzel-Stände ab zu schleudern. Da hat die Empfehlung Sept/Okt ein paar kg Sirup zu füttern auch nicht geholfen.


    Wenn sie durch Überfütterung/Spättrachten oder Varroa eingehen und man die bekoteten Honigwaben entsorgen muß, bereut man den Honig nicht geschleudert zu haben - doppelt.

    Besser 10% Honig in die Zuckerlösung als zuviel Honig im Volk lassen. Mit 1:1 Lösung ist ab Mitte Juli -August/Sept der Ausbau der Zargen und Entwicklung der Winterbienen besser, als wenn sie schon ab Juli fett auf Honig bzw Futter sitzen.

    Aber da muß wohl jeder seine eignen Erfahrungen sammeln. Ich hab ja nur DNM und ein paar 10er Dadant.

  • Da muss nicht jeder seine eigenen Erfahrungen sammeln... Raps raus machen, kristallisierte Honige müssen von den Bienen zuerst verflüssigt werden, das ist nicht gut. Blatthonige, Waldhonig (und damit natürlich Melezitose) und Heide geht nicht, da zu ballaststoffreich. Blütenhonige sind sehr gut. Etwas von diesen "unguten" Honigen in einer großen Menge Blütenhonig ist auch kein Problem. Spät eingetragener Honig wird weiter weg vom Brutnest eingelagert. Ansonsten gibt es keinen Grund in früh oder spät eingetragene Honige zu unterscheiden, auf die Sorte kommt es an...

  • Hallo miteinander,

    mal abgesehen von der Honigart (die ja schon ausführlich besprochen wurde) funktioniert das Umtragen meines Erachtens am besten und leichtesten wenn Du:

    -Die Brutzarge mit Mittelwänden auffüllst.

    -Auf die Brutzarge eine Folie legst und eine Ecke zurückschlägst, dass ein kleiner Aufstieg bleibt.

    -Evtl. eine leere Flachzarge drauf packst um noch ein bisschen Abstand zu gewinnen.

    -Dann die Honigraumzarge draufstellst und eine Glas- oder Plexiglasplatte drauflegst um den Honigraum, als nicht zum eigenen Haus gehörig erscheinen zu lassen.

    -Das führt dazu, dass die Bienen den Honig nach unten holen, quasi Räubern gehen. Das allerdings ohne alle anderen Bienen in der Umgebung zu einer allgemeinen Räuberei einzuladen.

    - Falls es richtig warm ist, evtl. noch ein paar Zweige drauflegen, damit keine Sauna entsteht, aber genügend Helligkeit herrscht.

    Probier´s mal, wirst sehen, funktioniert gut, kein Risiko der Räuberei und es geht nicht so schnell, dass schlagartig das Brutnest verhonigt.

    Viel Erfolg und Grüße

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.

  • Zitat

    Dodo : an Imker, die dies ähnlich sehen wie ich und ihre Erfahrungen austauschen wollen...

    Dodo : merkst Du was? Da gibt es nicht so viele, die das mit Dadant machen wollen.

    Der Ratschlag mit Zander war nicht so schlecht, da kannst Du lustig rauf- und runtertauschen.

    Schleudern und wieder füttern finde ich irgendwie kranki :S.


    Grüße

    Roland