Bienen auf eigenem Honig überwintern (Dadant US)

  • Servus zusammen,


    ich imkere auf Dadant US 12er und ich möchte meinen Bienen ihren eigenen Honig lassen.


    Aktuell wird der Honigraum sehr gut gefüllt. Jetzt meine Frage: Wie läuft das genau wenn ich den Bienen ihren Honig lassen möchte?

    1. Lasse ich den Winter über den Honigraum einfach drauf? --> kann ich mir nicht vorstellen, da ja noch mehr geheizt werden müsste...

    2. Muss ich Schleudern und damit einfüttern? --> finde ich schon sehr aufwendig...

    3. Lagern sie selber irgendwann den ganzen Honig in den Brutraum um? --> Die Frage ist, wann?


    --> Hat jemand Erfahrungen damit?


    Vielen Dank für die Infos

  • Servus Dodo,


    bemühe doch mal die Suchfunktion, dann findest Du viiiele Beiträge zu dem Thema...

    Kurzversion: Nimm den Honig und gib ihnen Futter. Win-win sozusagen.


    Grüße

    Roland

  • Ok. Nur habe ich nun halt Dadant.


    1. Wie könnte ich das trotzdem bewerkstelligen?

    2. Auf welchem System ist es denn so viel besser?

  • Nur damit ich es richtig verstehe,
    du imkerst mit 12er Dadant, schiedest die Bienen damit Sie den Honigraum annehmen und möchtest jetzt dass Sie den Honig im Brutraum für den Winter haben?
    Oder hast du das ganze Jahr mit 11 oder 12 Dadant-Waben ohne Schied gearbeitet, damit Sie diese voll machen (Brut und Honig)? Und damit Sie nicht schwärmen (nachdem 11/12 Brutwaben voll sind, hast du HR aufgesetzt damit Sie nicht in Schwarmstimmung geraten?

    Hier könnte ich mir z.B. vorstellen zwischen Brutraum und HR einen größeren - für den Bienen "ungemütlichen" - Abstand über offenen Adamfütterer oder so, herzustellen. Das könnte Sie reizen den Honig in den Brutraum umzutragen ohne dass du schleudern und füttern musst.
    Sind jetzt meine theoretischen Gedanken dazu.

    *************************************
    Aktuell 6 Buckfast Völker auf 12er Dadant.
    Ziel 6 starke Völker einwintern.

  • Ok. Nur habe ich nun halt Dadant.


    1. Wie könnte ich das trotzdem bewerkstelligen?

    2. Auf welchem System ist es denn so viel besser?

    zu 1.) Möglichkeit 2 des Ausgangsposts.


    zu 2.) Systeme mit einem Rähmchenmaß, Einraumbeuten oder Warré


    Grundsätzlich halte ich die Überwinterung komplett auf eigenem Honig unsinnig und teilweise problematisch (z.B. Raps- oder Melezitosehonig), aber dazu gibt es hier im Forum schon genug Threads.

  • Hallo michaelL,


    ich hatte eine Mischung deiner Annahmen gemacht. Sie waren/sind auf 9 Waben, dann kam der HR drauf (damit ich auch mir noch ein paar wenige Kilos abzwacken kann), und nun ist eben die Frage, wie kommt der Honig nach Ende der Trachtzeit nach unten.


    --> Hat jemand Erfahrungen mit der Methode mit dem Fütterer?

  • Naja meine Frage ist ja nicht ob es jemand unsinnig oder toll oder sonst was findet, sonder die Frage geht an Imker, die dies ähnlich sehen wie ich und ihre Erfahrungen austauschen wollen...

  • Unabhängig der Gefahr der Überwinterung auf eigenem Honig (ich würde es nicht machen) kannst das ja jetzt schon leicht selbst ausprobieren.
    Häng z.B. 2 Dadant-Waben (ausgebaut) dazu (zusätzlicher Platz für ca. 6 kg Honig), Adamfütterer dazwischen oder so und schau ob Sie umtragen.
    Wenn du keine ausgebauten Waben hast, kommt es halt an, wie der Bautrieb aktuell ist.
    Wie gesagt ich hab das noch nie gemacht, sind theoretische Gedanken und muss man dann - wenn man halt gegen die Imker-Lehre arbeitet - dann selbst ausprobieren.

    *************************************
    Aktuell 6 Buckfast Völker auf 12er Dadant.
    Ziel 6 starke Völker einwintern.

  • Auch wenn es dir nicht passt, werde ich mir auch in Zukunft erlauben neben Tipps und Hinweisen auch eine Einschätzung der Betriebsweisen erlauben.


    Auch wenn manche Threadersteller trotz Unerfahrenheit äußerst beratungsresistent sind, können vielleicht diese Einschätzungen für andere mitlesende Einsteiger nützlich sein.


    Grüße vom Apidät

  • Ich habe letzten Winter (der nun nicht besonders fordernd war) auf eigenem Honig überwintern lassen da ich einfach nicht mehr schleudern wollte Einfach einen HR drauf gelassen. Hat super geklappt, keine Verluste.

    Allerdings werde ich das dieses Jahr etwas anders machen. Habe die Damen nun - sofern noch nicht eh gemacht - auch 8 Rähmchen DN 1,5 erweitert und setze weniger Honigräume auf. Die Damen sollen den Honig eher im Brutraum einlagern. Das Überwintern mit HR hat sie sehr nach oben gezogen und das lässt das untere Wabendrittel unbesetzt. Das ist Murks. Also einfach mehr Platz im Brutraum geben und weniger an HR und dann wird das hoffentlich klappen.


    Allerdings mag ein herausfordernderer Winterverlauf auch mehr Probleme machen... sagen zumindest die alten Hasen!


    M.

  • Wenn's unbedingt so sein soll:


    Option 1: DD-Brutraum sukzessive auf 10 - 11 - 12 Waben auffüllen, abhängig von der Bauaktivität, die ab der So-Sonnenwende abnimmt. Den wie unter Option 2 der Ausgsangsfrage geschleuderten Honig mit Wasser verdünnt über Adamfütterer zurückgeben. Dann bauen sie auch bis August.


    Option 2: Auf den Boden des DD-Brutraums den gefüllten Honigraum stellen und den Brutraum mit 10 - 12 Wb. oben drauf. Flugloch muss dann aber ganz eng gehalten werden, um Räuberei zu verhindern (das ist das größte Risiko!).


    Ich würde Option 1 wählen, mir einen Teil des Honigs nehmen und den Rest parallel mit Zucker über Fütterer zurückgeben. Das ist sicherer.


    Viel Erfolg!

  • ich imkere auf Dadant US 12er und ich möchte meinen Bienen ihren eigenen Honig lassen.

    Das ist falsch ausgedrückt, ich denke Du möchtest nicht "...den Bienen ihren Honig lassen...", ich denke Du möchtest "Deine Völker auf deren Honig überwintern", das sind zwei ganz verschiedene Dinge.


    Geht doch relativ einfach:

    1. Die erste Zarge Löwenzahnhonig pro Volk stellst Du im Frühjahr weg bis zum Einfüttern, so das keine Motten rein kommen.
    2. Den Rest des Honigs schleuderst Du nach Bedarf.
    3. Abschleudern machst Du ganz normal
    4. Zum Auffüttern:
      1. Füllst Du den BR auf, bis er mindestens 10 DD Waben hat
      2. Nimmst alle HRs ab incl. Absperrgitter
      3. Die beiseite gestellte Zarge mit dem Honig setzt Du unter
      4. Fütterer drauf und nach ein paar Tagen/einer Woche normales Futter rein
        (damit wird der Honig umgetragen und mit dem Futter aus dem Fütterer gemischt)
      5. Im zeitigen Frühjahr (Mitte bis Ende März) die untergesetzte HR-Zarge wegnehmen


    Lass wissen wie es funktioniert...


    Gruß

    Franz


    P.S.: Wenn Du keinen Frühtrachthonig (z.B. Löwenzahn) hast, lass es sein! Bedenke auch andere problematische Honige wie Raps oder alles was später im Jahr kommt - die würde ich nicht nehmen...