Verdrehte Fluglochrosetten

  • Ich benutze diese Edelstahl-Fluglochrosetten, ordentlich so festgeschraubt, dass ich sie gerade noch mit den Fingern oder dem Stockmeißel verdrehen kann. Also durchaus nicht durch bloßes Hinstupsen zu bewegen! Trotzdem sind diese oft von einem Tag auf den anderen (oder innerhalb weniger Stunden!) ein Stückchen verdreht, manchmal so stark, dass die Bienen nicht mehr durch können. Das Gelände ist eingezäunt, keine Kinder, keine Strolche, dort kommt höchstens mal der Hund hin, der aber sonst immer respektvoll Abstand zu den Bienen hält. Ich habe inzwischen keine andere Erklärung mehr, also dass die Bienen selbst das machen. Und zwar bevorzugt bei der Einstellung, bei der noch nicht mal die Königin durchpasst, also einem sehr niedrigen Schlitz. Ist Euch das auch schon passiert? Muss ich die auf der Belegstelle nochmal extra fixieren, damit sie sich nicht selber einsperren?


    Ratlos, Kikibee

  • Wahrscheinlich sind sie zu fest. Wenn die Sonne drauf steht, dann dehnen sie sich aus und die Holzfasern wirken wie so ein Fell auf dem Langlauf-Ski, so dass die Rosette in eine Richtung krabbelt, wenn sie abwechselnd warm und kalt wird.


    s.

  • Ich hatte bisher noch nie den Fall, dass sich eine Edelstahl-Fluglochrosette bewegt hätte. Aber vielleicht liegt das auch daran, dass ich immer mit einer Pinnnadel gut fixiere. ;)

    Aber es gab schon Fälle, wo ich eine Pinnnadel zu wenig hatte. Bewegt hat sich da aber auch nie was, waren aber auch oft gut angeschraubt.

    Mit freundlichen Grüßen, Lachnide

  • Hy Kikibee,

    das ist ja nervig. Wie siehts mit Waschbär, Marder, Dachs und Konsorten aus. Irgendwer muss es sein. Vielleicht hilft eine einfache Wildkamera (etwas versteckt) ja weiter um Gewissheit zu bekommen und Ärgeres zu verhindern. Egal ob 2- oder 4-beinig 😉.

    Gruß Mitchel

  • Ich hänge mich hier mal dran, weil etwas ähnliches, wenn auch mit einem anderen Gegenstand habe ich auch ab und zu.

    Und zwar kommt es bei mir immer mal wieder vor, dass bei einem Volk das Schied 10 bis 20cm in den Leerraum dahinter verschoben ist und neben der letzten Wabe (bei mir der Drohnenrahmen) Wildbau entstanden und alles voller Bienen ist.


    Und ich bin mir sicher, dass ich NICHT vergessen hatte, das Schied am Ende der letzten Durchsicht zurückzuschieben. Das Schied wiegt 800g und lässt sich wegen Wachs und Propolis schon mit der Hand nicht besonders leicht verschieben.

    Trotzem schaffen es die Bienen irgendwie. Zufälligerweise erst heute wieder.


    Hatte beim erste Mal schon einen (Königinnen-)Dieb oder sonstigen Verbrecher in Verdacht, doch inzwischen bin ich mir sicher, dass es die Bienen selbst sind, die das machen.

    Immer sind es sehr starke und brutwillige Völker und immer entsteht massiver Wildbau in dem entstandenen Leerraum. Ich denke, die drängeln sich da rein und verschaffen sich den Platz eher zufällig, indem die schiere Bienenmasse das Schied ganz allmählich wegdrückt, was mehr Bienen Raum gibt, die noch mehr drängeln usw.


    Haben das andere auch schon beobachtet?

  • Die Bienen, klar. Da geht halt jemand an die Kiste. Bei mir haben die bei drei Völkern eine ganze Zarge bebrütete Rähmchen gegen Honig getauscht. Das kann man sich auch nicht ausdenken, ziehst 'ne HR Wabe und hast einen dunklen, vollgepollten Schinken in der Hand. Nächste Wabe, gleiches Bild. Ich weiß nicht, was ich ätzender finde, Honig weg oder irgendwem seine gammeligen BW in meinen Völkern. Aber so sind sie, die Imkerkollegen.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Na da habe ich ja noch Glück: meine vollen Honigwaben wurden "nur" gegen schlecht eingelötete und merkwürdig gräuliche Mittelwände in spülmaschinengereinigten Rähmchen ausgetauscht.
    Und auf wundersame Weise verschwindet hier und da mal eine Königin mit 1-2 Brutwaben.


    Grashalm unterm Beutendeckel zeigte deutlich menschliches Handeln.

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Die Bienen, klar. Da geht halt jemand an die Kiste.

    Ich würde dir recht geben, weil ich beim 1. Mal auch so gedacht habe. Aber es betraf verschiedene Stände und nicht alle sind für Dritte zugänglich.


    Aber das was du da beschreibst ist echt übel...aber wer macht sich denn wozu die Mühe und klaut nicht nur, sondern gibt auch wieder was rein!??!

  • Die Bienen, klar. Da geht halt jemand an die Kiste. Bei mir haben die bei drei Völkern eine ganze Zarge bebrütete Rähmchen gegen Honig getauscht. Das kann man sich auch nicht ausdenken, ziehst 'ne HR Wabe und hast einen dunklen, vollgepollten Schinken in der Hand. Nächste Wabe, gleiches Bild. Ich weiß nicht, was ich ätzender finde, Honig weg oder irgendwem seine gammeligen BW in meinen Völkern. Aber so sind sie, die Imkerkollegen.

    Hallo,


    wie jetzt?! Da gingen fremde Personen an deine Beuten, haben einen HR mitgenommen und dafür einen alten BR von sich aufgesetzt? Wahnsinn! Sachen gibt's, die gibt's gar nicht.


    Naja...wenigstens waren sie so nett und haben dir ne Zarge + Rähmchen da gelassen anstatt einfach die ganze Beute mitzunehmen.