Buckelbrut und Nachschaffungszellen

  • Hallo,


    Bei meinem ersten selbst erstellten Ableger (Anfang Mai mit 4 Brutwaben) bietet sich mir aktuell folgendes Bild.


    Vor ca. 1 Woche fand ich erste Stifte, war froh das offensichtlich alles gut gegangen ist und mir meine erste Vermehrung tatsächlich gelungen schien.

    Stifte mittig, teils auch schon Maden und geschlossenes Brutnest auf 2 Waben.


    Nun nach Verdeckelung ist viel Buckelbrut zu erkennen und einige Nachschaffungszellen vorhanden (teils verdeckelt).


    Meine Vermutung ist, dass die Königin aufgrund des kalten Mai unzureichend begattet wurde.


    Natur einfach ihren Lauf lassen oder sollte ich wie auch immer eingreifen?


    Grüße von der Niederelbe

  • Muss ich schauen... Meinst die würden Nachschaffungszellen verdeckeln wenn die Königin gar nicht begattet wurde?

    Sprich da könnten Drohnen drinn stecken?

  • Mit der Standbegattung hatte ich d. J. auch nicht den durchschlagenden Erfolg. Da blieb schon mal etwas auf der Strecke. Bei Drohnenbrütigkeit ist es manchmal schwierig mit 'ner BW vom anderen Volk. Ich hatte das letztes Jahr, konnte aber mit einem Eistreifen WZ anziehen lassen. Es ist ja noch früh genug im Jahr.

  • War bei genauer Hinsicht wohl nur Buckelbrut... Die Drohnen scheinen die Deckel durchs Wachstum tatsächlich sogar aufzureißen...

    Warum die Königin wohl in Eilage gegangen ist obwohl nicht begattet... Hätte doch noch Zeit für besseres Wetter gehabt.

    Königin müsste eigentlich drinnen gewesen sein... Hat mehrere Tage sogar getütet...

    Aktuell finde ich aber keine Eier mehr...

    Habe eine Brutwabe mit Stiften zugehängt...


    @beemax:was ist ein Eistreifen?

  • @beemax:was ist ein Eistreifen?

    ... Ein Stück Wabe mit Stiften ohne Brut in allen Stadien. Manchmal bevorzugen Bienen, die länger weisellos sind, eher dieses Angebot und ziehen daraus Königinnen. S. auch Basiszucht...

  • Eistreifen: Aus einer Wabe mit Stiften wird ein Streifen heraus geschnitten. Der Streifen wird einseitig auf eine Latte gelötet. Mit einem Streichholz o.ä. werden Eier zerdrückt, jedes 3. Ei bleibt stehen. Die so vorbereitete Zuchtlatte wird mit den Zellenöffnungen nach unten in das Pflegevolk gegeben.

    Das ist eine Alternative zum Umlarven.

    Gruß Ralph

  • Sorry,

    Buckelbrütige Völker werden bei mir in ein paar meter Entfernung abgekehrt, damit die Drohnenmütterschen nicht zurück in den Stock fliegen können.

    Dann erst gibt es den besagten Zuchtstoff, meist in Form einer Wabe.

    Leider klappt.das nicht immer.

    Sollten nach einer Woche keine Weiselzellen im Volk sein, wird es aufgelöst.


    Mit der Standbegattung habe ich dieses Jahr aufgrund der Witterung bis Anfang Juni gewartet. Dennoch ist das Ergebnis aufgrund der Witterung nicht optimal.

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  • Nicht die Drohnenmütterchen sind das Problem, sondern der verkehrte Zustand, mit dem die Masse sich identifiziert. Schlägt man sie ab und bietet ihnen einen gesunden Neuanfang, nehmen sie das in der Regel an.

  • Das Volk hat nun nach 2 Tagen auf der gegebenen Brutwabe noch keine Weiselzellen angelegt... Allerdings weitere Nachschaffungszellen auf den Buckelbrutwaben.

    Grundsätzlich wäre noch Zeit da ich vor 2 Tagen auch Stifte gegeben habe...

    Ihr meint also es könnte helfen, das Volk abzukehren... Danach würden sie eventuell mit der jungen Brut neu starten?

    Was mich irritiert... Da ist nun auf 4-5 Waben Buckelbrut aber keine Eier oder jüngste Brut...

    Warum hat die unbefruchtete Königin oder Drohnenmütterchen das Legen wieder eingestellt?

    Ich verstehe den Zustand des Volkes nicht wirklich...

  • Nachbeschaffungszellen auf der Buckelbrutwabe brechen.

    Solange das Volk eine Chance sieht auch aus der eigenen Drohnenbrut nachzuziehen, nimmt es keinen fremden Zuchtstoff an. Das nennt sich dann Drohnenflöte.

    Danach wieder Zuchtstoff geben.

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