Amtstierarzt

  • Ich hab den Termin vereinbart. Es geht darum, dass bei einem Imker in der Nähe bei einer Eigenkontrolle Sporen (kein Ausbruch) festgestellt wurden und der Vet sich vorgenomnen hat, vorsichtshalber alle Stände zu beproben.


    Find ich gut. Hoffe natürlich dass nichts ist.


    Er war auch sehr nett und kennt sich bestimmt gut mit Bienen aus. Hält Vorträge wie " Bienen u. Amtstierarzt".


    Bin erst mal beruhigt. Dankeschön für eure Tipps. Ich werde vorbereitet sein :)

  • Hallo BerlinBees und natürlich an Alle,


    in welchem Bezirk stehen deine Lieblinge ?


    @ Hymenoptera ,

    ich hatte das Buch auch gelesen und die verschieden "Typen" Amtstierärzte auch schon so vor Augen.....^^ und mich auch mental drauf eingestellt, falls mal Einer auftaucht....

    LG

    Martin

  • Ich bin in Tempelhof.


    Ähm... wie oder wo wird denn eine Futterkranzprobe entnommen, wenn gar kein Futterkranz da ist? Die Brutwaben DNM sind voller Brut, kein Futter. Am Rand des Brutnestes haben sie eine Wabe, in der immer frischer unverdeckelter Nektar ist. Vermutlich laden die Sammlerinnen dort ab?

  • Kurzform unter Ergänzung des Gelernten: Klappe halten und Fragen nur kurz und zweckdienlich beantworten, betont freundlich, vorher gründlich aufräumen, fachlich geeigneten Zeugen dabei haben, allenfalls Wasser und Schreibgelegenheit anbieten.

    Das hört sich ja ein bisschen nach Paranoia an. Könnte es sein, dass der Amtstierarzt da einfach seinen Job macht und die Forderungen, die er stellt, nicht ganz aus der Welt sind und er nicht wirklich unser Feind ist?


    Aber natürlich gilt auch hier: Just because you're paranoid doesn't mean that they aren't out to get you.

    Tja, ich schätze mal, der Marc-Wilhelm hat da so seine Erfahrungen gemacht - als Berufs- und Wanderimker sind vermutlich viele verschiedene Amtsvets bei ihm Dauergäste.


    Es geht m.E. auch nicht darum, den Vet nun als "Feind" brandzumarken aber es ist halt nicht von Vorteil, mehr zu quatschen als notwendig... da ist dieses youtube-Video sehr erhellend...

    Und das mehr als ein Glas Wasser als "Bestechung" ausgelegt werden könnte, wird vermutlich auch auf einem Stück Erfahrung basieren. Wäre ich auch nicht drauf gekommen.


    Einen Zeugen halte ich aber nach dem Auftritt des Pankower AmtsVet für essentiell - dort wurden später Anweisungen behauptet, die definitiv nicht erfolgt sind. Dafür unterirdisches Auftreten... ev. mäßigt dann eine dritte Person auch solche Exzesse...

    M.

  • Die Arbeitsteilung bei der Probenahme ist fachlich klar: Die Entscheidungen trifft der AVet. Er legt fest,

    welche Völker des Standes er öffnen, welche Waben er sich zeigen läßt und wo er Proben zieht. Der Imker hat alle imkerlichen Handgriffe zu verrichten, die dafür nötig sind, z.B. Völker öffnen, Waben je nach Anweisung ziehen und vorzeigen etc. Wenn es fachlich richtig läuft, dann läßt der AVet sogar seine Einmal-Schutzkleidung beim Imker zurück, deren bienendichte Entsorgung dem Imker obliegt. AVet./BSV, die mit bereits woanders benutzter/getragener Schutzkleidung ankommen oder gar woanders bereits benutzte Werkzeuge einsetzen wollen, verletzen damit elementare seuchenprophylaktische Fachregeln, was in der Praxis hier und da vorkommen soll.

    Der Imker muß sich ja nicht herumstreiten, wenn der Probenehmer das partout anders machen will. Aber er kann darauf bestehen, daß sein Hinweis bzw. die unterschiedlichen Standpunkte ins Protokoll aufgenommen werden. Rechtsanspruch auf Zuziehung eines Zeugen besteht leider nicht. Zur Abklärung, ob ggf. ein Versicherungsfall vorliegt (z.B. bei Verdacht auf Bienenschäden), ist der Vereinsvorsitzende der "geborene" Erstgutachter und pflichtgemäß einzuschalten. Über diese Türe kann der Imker ganz rechtmäßig ggf. doch noch zu einem Zeugen/Zeugin kommen - stimmt´s Hymenoptera ?

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von ribes ()

  • ... AVet./BSV, die mit bereits woanders benutzter/getragener Schutzkleidung ankommen oder gar woanders bereits benutzte Werkzeuge einsetzen wollen, verletzen damit elementare seuchenprophylaktische Fachregeln, was in der Praxis hier und da vorkommen soll.

    Der Imker muß sich ja nicht herumstreiten, wenn der Probenehmer das partout anders machen will. Aber er kann darauf bestehen, daß sein Hinweis bzw. die unterschiedlichen Standpunkte ins Protokoll aufgenommen werden. Rechtsanspruch auf Zuziehung eines Zeugen besteht leider nicht. Zur Abklärung, ob ggf. ein Versicherungsfall vorliegt (z.B. bei Verdacht auf Bienenschäden), ist der Vereinsvorsitzende der "geborene" Erstgutachter und pflichtgemäß einzuschalten. Über diese Türe kann der Imker ganz rechtmäßig ggf. doch noch zu einem Zeugen/Zeugin kommen - stimmt´s Hymenoptera ?


    Tjaha, hier kamen sie sogar in Standard-Strassenbekleidung um Seuchenmaterial abzutransportieren. Hatte ich kein Problem damit - aber albern ist es, wenn man dann den Imker dazu verdonnert, durchweg Einweganzug zu tragen!


    Man kann m.E. immer einen Zeugen dabei haben. Selbst bei einer verbal ausgesprochenen Standsperre ist es eindeutig gesetzlich geregelt, dass der Imer/die Imkerin einen Betreuer oder Verteter bennen kann und diese den gesperrten Stand weiterhin betreten darf. Daher besteht m.E. überhaupt keine gesetzliche Grundlage, einen Zeugen zu verbieten oder seine Anwesenheit besonders rechtfertigen zu müssen.


    Würde den Vet dann eher alleine machen lassen als sich ohne Zeugen verbal zusammenfalten zu lassen. Wer mag sich schon ohne Anwalt bei der Polizei verhören lassen?


    M.

  • Es hängt und fällt mit der Person des Amtsveterinärs.


    Bei uns ist es entspannt, da sie die Schutzkleidung vergaß, wurde einfach von außen geschaut und der BSV für die Beprobung später geholt.


    Bei uns werden Sammelproben gemacht. Aus maximal 6 Völkern müssen insgesamt mindestens 50 g genommen werden, bienenfrei und von einer Wabe mit offener Brut. Ja, funktionierte bei mir auch nicht ganz, daher wurde so nah, wie möglich die Probe gezogen.


    Es hängt wahrscheinlich viel am Besuchsgrund. Daher drück ich einfach die Daumen, dass es entspannt läuft.


    Positiv war bei mir genannt worden, dass jeder Standort eigenes Werkzeug hat. Die Einweghandschuhe sind zwar hygienisch, aber belasten die Umwelt.

    Negativ wurde auf die vereinzelten toten Bienen vor den Fluglöchern hingewiesen. Fluglöchern sollten sehr klein gehalten werden, damit es wohl zu keiner Räuberei komme.

  • Nun war er da. Und hat nur die Proben genommen, nichts weiter. Das Ergebnis gibts in ca. 14 Tagen. Das mit den Sporen war wohl sehr dicht in meiner Nähe ?(


    Er erzählte, dass er gleichzeitig mit mir 15 Imker angeschrieben hat und nur 2 sich bisher zurückgemeldet haben. 8|