Standort/Ausrichtung der Beute

  • Hallo Forum,


    ich habe mehrere Standorte, mit jeweils 2 - 3 Völkern, einfach weil es mir Spaß macht an mehreren Standorten (meist am Feldrand) zu imkern.


    Einige Völker konnte ich - genau nach Lehrbuch - so ausrichten, dass das Flugloch genau nach Süd-Ost zeigt. So bekommen die Völker die ersten Sonnenstrahlen bis zur Mittagssonne ab.

    Andere Völker wiederum konnte ich aufgrund der Gegebenheiten nicht so ausrichten. Diese stehen direkt nach Süden, mit einem leichten Dreh nach Westen.


    ALLE Völker welche Morgensonnen auf das Flugloch bekommen, entwickeln sich über die letzten Jahre hin deutlich besser als jene, die erste ab Mittag bis in den Abend hinein Sonne bekommen.


    Habt ihr auch bereits solche Erfahrungen gemacht? Oder liegt das vielleicht gar nicht an der Ausrichtung des Fluglochs und ich bilde mir das ein?


    Mich würden eure Erfahrungen/Meinungen interessieren.

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  • Wieviele Völker hast du denn? Ist die Datenbasis ausreichend?

    Meine besten beiden Völker stehen gerade mit dem Flugloch nach Nordwesten. Sie fliegen später, aber nicht weniger lang, weil sie dann eben abends Sonne haben. Allerdings ist dieses Jahr der Honig bei ihnen deutlich feuchter.

    Ich schätze, es ist nicht die Fluglochausrichtung, sondern das Mikroklima am Stand, dass den Ausschlag gibt.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Wieviele Völker hast du denn? Ist die Datenbasis ausreichend?

    Hallo Wolfgang,


    ob die Datenbasis für eine Analyse ausreichend kann ich dir nicht sagen :-)

    Aber um konkret zu antworten: Ich habe 4 Standorte, an jedem Standort stehen 1 - 2 Wirtschaftsvölker und 1 - 2 Ableger.

    An 2 Standorten habe ich die Ausrichtung Südost an den anderen beiden die Ausrichtung Südwest.


    Es war aber tatsächlich bisher immer so, dass die Südost-Völker deutlich besser waren...

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  • Meine Völker stehen auch so. In Richtung Norden würde der Wind hineinpfeifen und in West der Regen. Es ist gut so wie es ist.

    Das sind ja merkwürdige Phänomene bei euch in Franken. Der Wind kommt immer aus Norden, aber der Regen aus Westen? :D

  • Auch wenn sie im Windschatten stehen, kommt der Regen immer aus der Windrichtung! :) Wie soll denn der Regen aus dem Westen kommen, wenn der Wind aus dem Norden pfeift?

    Habt ihr denn in euren 7 Bergen immer kontinuierlichen Nordwind? Ich kenne mich damit nicht aus... bei uns ist alles flach und der Wind kommt zwar meistens aus West oder Süd-West, es gibt aber auch durchaus Tage, an dem er aus Osten oder dem Norden kommt. Daher ist eine Ausrichtung nach der Windrichtung meines Erachtens nicht relevant. Ich habe auch mal gelesen, dass auch die Ausrichtung gemäß des Sonnenstandes keinen Vor- oder Nachteil bringt. Getestet habe ich es allerdings noch nicht, weil ich meine immer an einem Stand habe. Übrigens (platzbedingt) mit dem Flugloch in Richtung Norden an einem Waldrand.

  • Meine Bienenstände stehen in so ziemlich alle Richtungen.

    Den Bienen ist es sch.... egal, da ich eh mit offenen Böden imker.

    Das duch den Bienenbeuten der Wind pfeift ist glaube ich eher eine Illusion des Imkers.

    Man stelle sich einen umgestülpten Eimer oder eine Glocke vor, in der dann noch von oben die Waben runterhängen. Auf den Waben gibt es dann noch achteckige Löcher.

    Ein Wunder der Natur in Stabil- und Leichtbau.

    Nebenbei ist das Ganze noch ideal beheiz- und klimatisierbar.

    Kein wunder das sich die Honigbiene in sovielen Klimazonen wohl fühlt.

    Faszinierend...


    Was sich aber durchaus bemerkbar macht, ist der Standort an sich in Kombination mit Beutentyp. So habe ich Segeberger in Styropor und Holz an der Nordseite mit dem Flugloch nach Norden am Waldrand stehen.

    Der Vorteil des Styropors verkehrte sich im letzten Jahr bei der grossen Hitze ins Gegenteil.

    Obwohl der Bienenstand nach vielen Meinungen alle Nachteile in sich vereint, ist er in den letzten Jahren immer ein Garant für einen guten Honigkübelindex.


    Wie ein Berufsimker mal zu mir sagte: Es ist viel schwieriger bei uns einen Standplatz zu finden, mit ausreichend Tracht und/oder ohn etlichen Nachbarimkern.

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