Unbekannte zerstören nachts sechs Bienenkisten einer Hobbyimkerin

  • Ich würde ja meine Kontonummer nicht einfach so auf meine Internetseite schreiben...

    Kontonummer auf der Internetseite ist für Unternehmen eine normale Sache. Diese Imkerin hat sich ja für ein Kleinunternehmen entschieden (obwohl sie das nicht bräuchte solange Sie nicht zukauft oder weiterverarbeitet).


    Da Sie ja auch auf Ihrer Internetseite zu Spenden aufruft... ich finde nach einem solchen Vorfall könnte man 1-2 Euro locker machen.. "Solidarität". Wenn das nur ein paar Leute machen, ist der Schaden (finanziell) gar nicht mehr so schlimm.


    Traurig unsere Welt.

  • Ich würde ja meine Kontonummer nicht einfach so auf meine Internetseite schreiben...

    Warum? Was könnte denn schlimmes passieren?

    Auf deinen Rechnungen hast du die Kontonummer doch auch stehen?

    Nun ja, hatte ich auch mal...

    Dann rief mich meine Bank aus München an und wollte wissen, ob ich hier gerade einen BMW kaufen wolle.

    Dann gab es Abbuchungen eines Handyanbieters...

    Dann kamen Inkassounternehmen wegen angeblicher Forderungen angeblicher Verträge... immer meine Daten und leider eben auch diese Kontonummer.


    Selbst das Entfernen der Daten löste das Problem nicht mehr und ich habe das Konto schließlich aufgelöst. Kann ich wirklich nicht empfehlen sofern die Spenden den Aufwand nicht rechtfertigen.


    M.

  • Nun ja, hatte ich auch mal...

    Dann rief mich meine Bank aus München an und wollte wissen, ob ich hier gerade einen BMW kaufen wolle.

    Welches Autohaus verkauft denn einen BMW per Lastschrift?

    Autos werden doch idR gegen Bargeld oder per (vorab) Überweisung verkauft. Vielleicht noch per Scheck. In diesen Fällen nützt eine Kontonummer aus dem Internet nichts.


    Beim Rest (Handy-Rechnungen) ist der Papierkram sicher nervig, aber alle Unternehmen haben ihre Bankverbindung im Internet. Für die Imkerei würde ich auch ein separates Konto führen.


    Hier wird die Spendenbereitschaft sicher gegeben sein, daher lohnt so eine Veröffentlichung. Zusätzlich greift bei Frevel die Versicherung, wobei ich nicht weiß, ob diese "nur" Material und Bienen erstattet, oder auch den entgangenen Ertrag aus Honig, der nicht gesammelt wurde.

    2 Völker Carnica in Segeberger (rote Königinen), Ziel für dieses Jahr: mit 6 Völkern in den Winter gehen.

  • Ich möchte diesen Vorfall gar nicht herunterspielen und verurteile solche Taten zutiefst, aber sofern die Dame über einen Verein versichert ist, bekommt sie den Schaden ja größtenteils ersetzt. Sollte sie nicht versichert sein, ist es ihr eigenes Risiko, welches sie bewusst eingeht. Somit greift ja dann die "Solidarität" über die gemeinsam gezahlten Versicherungsbeiträge. Wenn hier nun einige Leute noch zusätzlich etwas spenden, würde sie ja Gewinn mit einer solchen Misere machen, was ja dann auch nicht Sinn der Sache ist.

    Ich würde an Ihrer Stelle die Täter dazu aufrufen, sich zu stellen, ihr die Sanierung zu bezahlen und sie beim Wiederaufbau tatkräftig zu unterstützen. So würden sie es lernen und sehen, was sie mit solchen Taten anrichten. Im Gegenzug sollte sie dann von einer Strafanzeige absehen.

    Interessant ist aber, dass sie sofort die Abiturienten verurteilt und ihnen unterstellt, heuchlerisch zu handeln... das ist nicht die feine englische Art.

  • Hymenoptera hat ja inzwischen schon ein paar Beispiele genannt, warum man seine Kontonummer (mit dazu passendem Namen, Adresse und sonstigen Daten) nicht ins Internet stellen sollte.

    Klar steht die auch auf Rechnungen, aber die bekommt eben auch nicht jeder zu sehen. Und vor allem können die nicht automatisiert gecrawlt werden.


    Ich bin echt schockiert, wie unbedarft einige offenbar in Bezug auf ihre personenbezogenen Daten sind.

  • Ich bin echt schockiert, wie unbedarft einige offenbar in Bezug auf ihre personenbezogenen Daten sind.

    Naja,


    Name und Anschrift muss man wegen der Impressumspflicht auf jeden Fall auf der Internetseite veröffentlichen.

    Bei der Bankverbindung würde ich es mir auch überlegen, aber nur weil es ggfs. Aufwand mit sich bringen kann. Da ist die verpflichtende Veröffentlichung des Namens schwerwiegender für mich.


    Wenn man Spenden einsammeln möchte, gibt es kaum eine sinnvolle Alternative zur Veröffentlichung eines Kontos. Es gibt Alternativen, aber da ist immer die Frage, ob die Spender diese auch nutzen wollen.

    Man kann bei der Bank auch ein Konto für einen gewissen Zweck und eine gewisse Dauer einrichten lassen, und dann wieder kündigen/löschen. Bei meiner Online-Bank dauert die Anlage eines weiteren Kontos keine 5 Minuten.

    2 Völker Carnica in Segeberger (rote Königinen), Ziel für dieses Jahr: mit 6 Völkern in den Winter gehen.

  • Mir ist klar, dass es eine Impressumspflicht gibt, die sehr genau umzusetzen ist, weil sonst Abmahnungen ins Haus flattern.

    Aber seine Kontonummer dazuzuschreiben, ist mehr als leichtsinnig. Selbstverständlich ist ein Konto mit wenigen Klicks angelegt. Aber wenn der böse "Darknetbetrüger" Deine schnell erstellte Kontonummer + echte validierbare Adresse und zusätzliche Informationen erst mal per Script in 20.000 Verträgen usw. eingetragen hat, geht es nicht mehr so schnell, das alles zu stornieren.


    Sorry, dass ich mit meinem berufsbedingt ersten Gedanken den Thread gekapert habe. Ich schlage vor, wir kommen wieder zum eigentlichen Thema zurück: Bienenfrevel.

  • Letztendlich hat die Imkerin Glück gehabt, dass die Kisten nur umgeschmissen wurden und das eben nicht im Winter. Um diese Zeit im Jahr sind die Chancen gross, dass die wieder auf die Beine kommen. Zudem wurde weder Diesel drüber gekippt noch das Ganze angesteckt... das sieht für mich wirklich nach jugendlichem und hirnlosen Vandalismus aus.

    Und um diese Zeit im Jahr sind selbst Queens kein Problem...


    M.

  • Bei einer Imkerfreundin wurden im umzäunten Betriebsgelände im Dezember bei Frost die Kisten umgeworfen und mit Wasser übergossen. Als sie montags auf Arbeit kam, war nichts mehr am Leben.

    Somit hat Melanie Recht, das die Völker um diese Jahreszeit noch eine Chance haben.

    Das entschuldigt jedoch niemals solche Hirnlosigkeit !