Führung von Stockkarten - goldwert für Anfänger!?

  • Werbung

    Mensch, da war schon viel dabei, danke!


    Mich treibt auch die Frage um, wie ich das Gesehene in meine App bekomme. Ich glaube, ich werde bei Sprachmemos bleiben, und diese dann in die App übertragen.

    Die Struktur ist am Anfang eigentlich ganz gut für mich, weil ich dadurch bei der Durchsicht gezielter auf Anzahl Brutrahmen, Stifte/Maden achte. Dann ich für mich wichtig, wann ich da war, um das nachvollziehen zu können, und nicht zu häufig zu gucken.


    Die Stammdaten sind gerade bei Bildung von Ablegern wichtig. Wie schon geschrieben, wie gebildet (Sammelbrutableger (aus welchen Völkern), Schwarmzelle, Königinnenableger, Schwarm), und halt wann gebildet, damit man nicht zu früh in die Kiste guckt.


    Ich vermute, dass ich mit der Zeit die Notation anpassen werde, aber für Anfänger ist ein vorgegebener Rahmen schon eine gute Hilfe.

    2 Völker Carnica in Segeberger (rote Königinen), Ziel für dieses Jahr: mit 6 Völkern in den Winter gehen.

  • Ich bin da etwas altmodisch!

    Am Anfang hatte ich in jedem Volk ein Zettel liegen, der wie oben beschrieben immer davon flog.

    Dann habe ich mir eine Tabelle gemacht und die Daten zu Hause eingetragen und auch den Zustand der Völker beschrieben, sowie Blühbeginn der wichtigsten Pflanzen . Das ging solange gut , wie ich nur 6 Völker hatte. Jetzt sind es mir!


    Mittlerweile verliere ich immer im Mai und Juni den Überblick über die Anzahl der Völker und was ich wo gemacht habe! Es ist da einfach zu viel zum tun und zu wenig Zeit zum aufschreiben!


    Besser wird es ab Juli

    Da mache ich mir eine Tabelle von allen Ständen mit den einzelenen Völkern. Dort trage ich den Varroafall, Varroabehandlung, Gewicht, Menge der Futtergabe ein. Diese Liste führe ich dann bis Ende Dezember!


    Susanna

    Ein freundliches Wort ist wie Honig: angenehm im Geschmack und gesund für den Körper (Sprüche 16,24)

  • Moin,

    für mich ist eine Aufzeichnung unerläßlich, weil ich mir schwer merken kann, welche Kö jetzt wo sitzt (gerade Standbegattung vs. Belegstellenbegattung, F1 vs. F2, etc), welches Volk ich wie verstärkt habe oder wo ich Weiselzellen gebrochen habe.

    Zudem finde ich es wichtig eine gewisse Übersicht über die Volksstärke zu haben, was auch wichtig ist für die Bewertung der Leistungsstärke einer Kö.

    Und ich notiere gerne, ob nd wo ich die Kö gefunden habe oder wenn ich sie nicht gefunden habe, ob zumindest Stifte vorhanden sind (Maßnahmen, wenn man keine Kö und keine Sifte findet, etc.)

    Meine Völker benenne ich nach dem Anflugbrett (Orange, Blau, gestreift, etc.). Zudem kommt in die Excel-Tabelle immer die Zuchtkarte, die ich auch bei Standbegattung erstelle, mit dazu (so zumindest der Plan, derzeit schludere ich da ein wenig).

    Vor Ort habe ich ein kleines Heftlein, in das ich kurz notiere, was ich vorgefunden habe und welche Veränderungen ich vorgenommen habe.

    Am PC übertrage ich die Daten in eine Excel-Liste und ergänze das ggf. noch mit Anmerkungen und falls vorhanden und notwendig mit den Stockgewichten.

    Was mir noch fehlt ist eine Bewertung des Volkes (Sanftmut, Wabenstetigkeit). Hier finde ich den Bewertungsansatz von Rall0r ganz spannend, würde das aber in die Carnica-Noten (1-4) umwandeln wollen. Mal schauen, wie ich damit umgehen werde.

    Wie sehen denn eure Excel-Listen aus? Hier mal ein Beispiel von meiner:

    F=Futter; S=Schied; B=Brut; P=Pollen; MW=Mittelwand; L=Leerwabe; DR=Drohnenrahmen

    Mittlerweile schreibe ich auch direkt mit an eine Wabe, ob da eine WZ=Weiselzelle oder ein SN=Spielnäpfchen vorgefunden wurde.

    Bitte keine Diskussion, ob die Erweiterungen richtig waren, etc., das Sheet ist auch von 2016, mittlerweile würde ich das eine oder andere auch anders handhaben....

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Hamburger-Jung ()

  • Hi,


    ich äußer mich hier auchmal dazu.

    Ich hab seit anfang meiner Imkerkarriere alles durch, Aufwendige Excel Tabellen, laminierte A4 Stockkarten auf den Völkern, Beeintouch, sogar mal angefangen mir selber ne App zu schreiben...


    Aber jetzt bin ich am Ziel: Keep it simpel.

    Was bringts mir zu wissen wann ich wo ne Wabe gegeben hab oder eine entnommen, auf wievielen Waben da Brut von Holz bis holz ist, ob ich die Königin gesehen habe und wie sanftmütig die diesmal waren?


    Besonders gute Kandidaten merkt man sich eh, die schlechteren bekommen irgendwann ein ‚umw‘ reingeschrieben und werden bei der TBE umgeweiselt. Warum soll ich die immer groß beurteilen? Wennse gut war bekommtse noch n Jahr, wennse schlecht war bekommtse im Juli den Daumen.


    Daher sind meine ‚Stockkarten‘ dieses Jahr das nächstbeste Notizbuch. Immer im Auto, immer dabei. Ein Blick und ich weis was abgeht. Ich kanns lesen, andere müssens nicht lesen.



    Grüße

    Luis

    Mikrowellen-Essen aus biologischem Anbau lässt uns nur so leise aufstoßen, dass sich niemand belästigt fühlt.


    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Imker_luis ()

  • Einen wunderschönen Feiertag zusammen!


    Doku, Daten, Fakten, Hintergründe waren und sind mir, nicht nur in der Imkerei, wichtig ob der Absehbarkeit oder Nachweisbarkeit gewisser Ereignisse / Tendenzen / Gottweißwas.

    Ich hatte, sofern ich mich diesbzgl. recht erinnere, zu Beginn meiner Imkerei keinerlei Aufzeichnungen. Wollte auch nur 1, 2 Völker haben. Aus heutiger Sicht ein frommer Wunsch, ja. :wink:

    Dann hatte ich einige Wochen lang mal klassische Stockkarten angelegt: Gingen mir fürchterbar auf den Keks und wurden bei bzw. vor der nächsten Durchsicht ohnehin nicht genutzt weil wegen vergessen oder Unlustigkeit.

    Mittlerweile nutze ich ein kleines analoges Notizbüchlein in welches ich mir mit tagesaktuellem Datum eintrage was wann an welchem Volk als Nächstes zu tun ist bzw. welche Frage sich bspw. stellen könnte: Zum Beispiel also "in 7 Tagen -> Kö. da / Stifte?"

    Das trage ich daheim dann unmittelbar in meinen analogen Kalender ein. In der Folge sehe ich dort exakt was ich wann bei welchem Volk zu tun habe.

    Klappt für mich (als diesbzgl. extrem disziplinierten Menschen!) hervorragend.


    Zunehmend sonnige Grüße

    vom

    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Bisher nutze ich "klassische" Stockkarten, wo man Waben, Futter usw. eintragen kann.

    Seit letztem Jahr sehe ich die Völker kaum noch genau jede Wabe durch und somit sind die meisten Felder leer. Ich schreibe vor allem besondere Beobachtungen rein.

    Übertragen der Info auf Computer wäre mir zu viel Arbeit und mit klebrigen Fingern dort vor Ort elektronisch speichern will ich keinem Gerät antun.

    Die A4-Bögen sind in Einsteckhüllen, die am Innendeckel fixiert sind und werden jeden Saisonbeginn nach der ersten Durchsicht durch neue ersetzt. Anfangs hatte ich noch in jedem Deckel einen Bleistift aus dem Möbelhaus dazugelegt, aber die waren trotzdem dann immer weg. Jetzt habe ich lieber einen bunt lackierten Bleistift in der Tasche der Imkerjacke.

    Das Bedürfnis abends auf der Couch die Aufzeichnungen zu lesen hatte ich noch nie, sodass es mich nicht stört, dass ich die Stockkarten erst vor dem Öffnen der Völker nochmal lesen kann.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von Amape ()

  • Ich nutze Stockkarten in Papierform seit Jahren.

    Sie liegen zwischen Deckel und Folie.

    Auf ihr werden das Datum, die Schwarmneigung, Sanfmut und Wabensitz (Note 4 optimal bis 1 schlecht/ Note 0 wird umgeweiselt) eingetragen.

    Ferner werden mit + oder - die Anzahl der Waben, Mittelwände, Brutwaben, Honigwaben und Baurahmen in der Spalte eingetragen. Am Ende kommen die Notizen/ Anmerkungen.

    Beim letzteren halte ich mich knapp:

    Eier, Königin oder Weiselzellen, Honigraum, Varroabehandlung, Honigernte..

    Im Fuss des DIN A4 Blattes gibt es ein kleine Tabelle mit der Überschrift Varrobehandlung und den Feldern Datum, Mittel (Bezeichnung) und Menge.

    Im Kopf des Blattes sind folgende Felder Stand (Ort), Volks-Nr: (Stand-Numner,Punkt, plus laufende Nummer von links nach rechts)

    Volksbezeichnung (Nils, Josef, Pia, Agnes= Name des Züchters/ Promi=Promenadenmischung)

    Betriebsjahr (2019), eingeweiselt am ( 01.06.2019).

    Als Buchhalter.bin ich es gewohnt, mir die Sekunden für das ausfüllen des Blattes zu nehmen.

    Für mich immer eine Erinnerung, denn bei den vielen Völkern ist es unmöglich alles im Kopf zu behalten. Ferner habe ich immer das alter der Königin im Blick.

    Nicht optimal ist, dass Bienen gerne Papier schreddern.

    Ferner hatte ich dieses Jahr diverse Sturmschäden. Gott sei Dank hatte ich die Stockkarten aus 2018 und konnte die Völker wieder zuordnen. Dennoch nervt das wegfliegen des Papiers.

    Zudem ist Papier empfindlich gegen Feuchtigkeit.

    Dennoch ist es für mich der Weg, der am besten funktioniert.

    Apps sind hier an der holländischen Grenze kaum nutzbar.

    Für mich ist es kaum vorstellbar, ohne die Dokumentation zu imkern.

    Dinge die am Stand benötigt werden, sind unter Notizen im Handy gespeichert.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • > ... ein leeres Blatt, ..., welches dann langsam aber sicher vollgekritzelt wird.
    jau - das vor Ort.

    Das fotogrfier ich wenn ich fertig bin mit dem händi ab und trags zuhause in eine exel/calc-Tabelle: Jeder Kasten hat ein "sheet"/Tabelle und darin jeder Tag eine Zeile. Eingetragen werden Werte (Angriff, Kilo, Kö, ...) bis hin zu tagebuchähnlichen Steno-Text.

    Vor ner Kontrolle kucke ich da meist noch rein - und mach mir einen Plan.

    Die Datei kann ich auf div. andere Geräte speichern.

    juli

  • Hab ich auch mal versucht, hat nicht funktioniert.


    Ableger werden mit Steinen Markiert, liegt er ist die Kö in Eilage, Steht er Paralel ist sie nicht in Eilage. Wenn man Schlau war hat man das Datum unterm Deckel Aufgeschrieben, dann weis man dann auch ob ne neue Kö rein muss oder nicht, also liegt er quer ist es Weisellos.

    Dann nich Reiszwecke in jeder Beute wie alt die Kö ist. Kommt ne schwarze dazu soll das Volk aufgelöst werden.

  • Hab ich auch mal versucht, hat nicht funktioniert.


    Dann nich Reiszwecke in jeder Beute wie alt die Kö ist.

    Richtig, geht mir auch so. Es hieß zwar "wer schreibt, der bleibt", aber letzten Endes geht viel Info irgendwo ins Leere, ist praktisch unnötig. Und was soll die Info am Volk? Besser ist es man rechnet gleich und schreibt sich den Termin ins Handy/Kalender. Den hat man am "Mann" und sucht bei Bedarf Volk/Stand auf.


    robirot Das mit den Reiszwecken mach ich ähnlich. Die sind bei mir am Bodenbrett und zeigen, ganz klar, das Alter der Königin an. Keine heißt, da sollte ein Eintrag/Termin in meinem Notizbuch stehen und eine Messing-Reiszwecke zeigt eine junge, noch zu zeichnende an. Ich zeichne aber nur perfekte Königinnen. Ungezeichnete erleben den nächsten Winter nicht. Das mit der schwarzen iss mir aber neu. Auflösen muss ich nicht vorher planen, aber egal.

    Mit den Steinen dagegen hat man sofort alles im Blick und für den, der viele Ableger erstellt ist das sicher eine gute Methode, obwohl ich da lieber bei meinen Reiszwecken bleibe.

  • Auflösen plane ich schon, z.B. wenn die Völker im Raps stehen und dann ist da doch mal n Stecher dazwischen, dann weis ich gleich beim Abtransport das Volk kommt in Ablegerkästen heim und bekommt dann Krabbelzellen oder aber wenn ich gerade kelne Krabbelzellen habe.