Führung von Stockkarten - goldwert für Anfänger!?

  • Ich hab jetzt erstmal gekaufte Stockkarten. Mal sehen wie das so läuft und ob das so Sinn macht.

    Warscheinlich läuft es darauf hinaus dass ich in absehbarer Zeit selbst welche erstelle und drucke.

    Das Prinzip an sich finde ich aber sinnvoll! 😊

    Frischgebackene Bienenmama <3

    :) 2 Völker auf DNM 1 1/2



    Was tu ich hier bloß...? =O

  • In den ersten beiden Jahren hatte ich auch Stockkarten als Papier, habe das aber schnell durch "Heimaufzeichnung" (Nachtragen aus Erinnerung) in Excel-sheet ersetzt. Dort gibt es eine fixierte Kopfzeile, in der ich Nummer, Standort und Grundaten wie z.B. "Königin 2017,gelb",oder "ungez. 2019 Schwarmkönigin" eintrage, auch lässt sich markieren, wenn man ein Volk besonders beobachten muss.

    Links eine Spalte für das Datum und dann untereinander die Einträge für die Völkern, eher frei Schnautze, je nachdem was gerade wichtig war.


    Das gibt bei meinen 13 Völkern einen guten Überblick und ich kann planen, was so anliegt oder was ich erwarte. Die Anzahl der Überraschungen ist trotzdem immer erstaunlich :).

  • Hallo zusammen,

    ich verwende auch seit mehreren Jahren Stockkarten. Hauptsächlich verwende ich eine App (bin mir nicht sicher, ob ich die Quelle hier verlinken darf). Mit der erfasse ich vor Ort meine Beobachtungen. Der Vorteil ist die "Verzahnung" der Infos. So wird aus der Aktivität "Varroabehandlung" gleich ein Eintrag ins Bestandsbuch usw. Auch kann ich die ganzen statistischen Daten gleich aufbereiten lassen. Zugegeben, dass hat manchmal was verspieltes, aber ich finde es trotzdem nützlich.

    Parallel dazu führe ich die normalen Stockkarten, die man Herunterladen kann, aber nur für meine Wirtschaftsvölker. Warum? Einmal, weil ich diese in meinem Archiv nach meinen Vorstellungen ablegen und auswerten kann und zum anderen, weil die Ableger oft noch so volatil sind (Umzug in andere Beuten, Weiselzugaben, Brut- und Futtermanagement, Auflösen, Vereinigen etc.), dass das Erfassen auf Papier einfach schneller und effizienter ist, als in der App.

    Darüber hinaus finde ich, dass jeder seine Variante finden sollte. So habe ich beispielsweise die DIB-Stockkarte auch auf meine Bedürfnisse angepasst.

    Anfänger haben auf - wie ich finde - sehr viel von einer schriftlichen Aufzeichnung. Nicht nur für die Vorbereitung der nächsten Königinnenzucht, sondern auch hinsichtliche der Fehler->Folgen Beziehung. Da sammelt sich recht schnell ein ansehnlicher Katalog von DONTs und DOs an.


    Liebe Grüße, Ralf


    BTW: Handy-Benutzung und schmutzige, verklebte Hände vertragen sich nicht wirklich. Ich habe daher immer einen Schmierzettel dabei, auf dem ich erstmal kryptisch meine Notizen mache. Das Übertragen auf die App und in die offziellen Stockkarten ist dann nochmal ein Moment der Reflektion.

  • Satia  
    Warum setzt Du Dir den Hut auf?
    Die Abweichung befindet sich im gelöschten Beitrag...

    Weil ich den gelöschten Beitrag nicht gesehen habe. Und da alle anderen Beiträge ähnlich klangen wie meiner, habe ich mir diesen Hut halt pars pro toto aufgesetzt.

  • Ich schreibe von Anfang an alles ganz altmodisch in ein Buch. U.a. auch das Wetter und die Tracht. So kann ich auch mal mit dem Vorjahr vergleichen. Eine einfache Lösung für die Bezeichnung der Völker habe ich aber noch nicht gefunden.

    Willst du Gottes Wunder sehen, musst du zu den Bienen gehen.

  • Hallo zusammen,

    ich verwende auch seit mehreren Jahren Stockkarten. Hauptsächlich verwende ich eine App (bin mir nicht sicher, ob ich die Quelle hier verlinken darf). Mit der erfasse ich vor Ort meine Beobachtungen.

    welche App ist denn das? 😳

    Frischgebackene Bienenmama <3

    :) 2 Völker auf DNM 1 1/2



    Was tu ich hier bloß...? =O

  • Ich habe die ersten Jahre für jedes Volk eine eigene Stockkarte geführt und unter dem Deckel aufbewahrt. Dabei hatte ich immer das Problem, dass ich vor der nächsten Durchsicht nicht mehr wusste, welches Material ich mitnehmen muss. Mittlerweile mache ich mir meine Notizen in eine ausgedruckte Excel-Liste, die ich in einem Korb aufbewahre, indem meine Imkerkleinteile sind, die zu jeder Durchsicht mitgenommen werden. So kann ich immer nachsehen, was ich gemacht habe und was beim nächsten mal zu tun ist

    Wenn ich mal groß bin, will ich auch Imker werden...

  • Nach einigem Rumprobieren haben meine Völker jetzt Namen aus Standort und markierter Königin. "W4-R17" steht auf der Wiese auf Platz 4 und enthält die rote Königin mit der Nummer 17. Notizen vor Ort mache ich fortlaufend in ein kleines Notizbuch, dort steht dann nur "W4". Falls ich die Königin sehe, notiere ich die Nummer dazu, sonst nicht. Zu Hause übertrage ich das in den Rechner, dort ergänze ich mit der Königin bzw vergleiche, ob die drin ist, die drin sein soll. Falls die Beute umzieht oder eine neue Kö reinkommt, ändert sich der Name.


    Fortlaufender Text erleichtert die Notiz von nicht kategorisierbaren Anmerkungen, die sich nicht unbedingt nur auf ein Volk beziehen. Allgemeine Erkenntnisse positiver wie negativer Art sowie gute Vorsätze für das nächste Jahr sind fett rot markiert und werden ggf. als Kopie nochmals an prominenter Stelle gesammelt.

    Soweit die Theorie, praktisch habe ich immer im August/September eine Aufzeichnungslücke.


    ToDo-Listen haben inzwischen zwei Spalten. Einmal die zu erledigende Arbeit und daneben das dafür mitzunehmende Material. Man wird nicht jünger...

  • Bei uns sind die Stockkarten mit Reisszwecke, gegen wegfliegen auf den Isolierdeckel gepinnt.

    Wenn wir das Volk verlassen, ist alles Dokumentiert und man kann während der Arbeit nachsehen, ohne dass Propolis auf einem Telefon klebt.

    Jedes Jahr getauscht und die Behandlungsdoku ist schon geführt.

    Allerdings sind die Eintragungen rudimentär, ausreichend und nicht erschöpfend.


    Zu den Völkern wird immer genug mitgenommen, da man nie weiss, was man wo zusätzlich benötigt.

    Mal eine Mittelwand hier, eine ausgebaute MW dort, etc, etc.

    Die Völker sind durchnummeriert, außen auf den Beuten und auf der Stockkarten.

    Danach irgendwo rumzutippen ist... Nett. Aber da gibt es schon wieder anderes zu tun.

  • Ich hatte am Anfang Zettel unter den Deckeln, die jedoch stets ins Nirvana verschwanden.

    Dann dachte ich: mit 2 Völkern, merk ich mir einfach alles- das ging auch in die Hose, dieses Jahr mit derzeit 6 Völkern, habe ich für jedes Volk eine Nummer und dazu passend ein kleines Notizbuch und es wird an Ort und Stelle eingetragen.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich mir nicht mal bis zum Öffnen des nächsten Volkes alles merken kann.

    Mit einer App habe ich auch probiert, da war mir die Übertragerei zu nervig.

    Und mal schnell nachlesen am Stand hat ein eingesautes iPhone gebracht...

  • Stockkarten sind ein sehr hilfreiches Werkzeug. Aber sie brauchen auch Zeit, um sie zu führen. Die ist, insbesondere in der Saison sehr knapp bemessen. Die doppelte Buchführung steht daher bei mir nicht an. Die braucht man für die Zucht als vernünftige Dokumentation, sonst ist es nette Spielerei. Für Vergessliche ist das "Sammelheftchen nächstes mal mitbringen" sinnvoll. Wobei die meisten Sachen nicht vorhersehbar sind und Kleinteile auch zum Standardequipment gehören können. Dass ich den Stockmeißel brauche, ist nicht notierbedürftig.


    Außergewöhnliches kann man am sauberen Computer mal festhalten, aber nicht jede einzelne Handlung, die im nächsten Jahr vollkommen unwichtig ist.


    Wichtigste Angabe auf derStockkarte sind die Daten passend zur Handlung. Da macht man ohne die meisten Fehler. Ferner ist mir wichtig, was für eine Königin in dem Volk ist. Wo kommt sie her, wie geschaffen, wo begattet? Dazu passend, wie verhalten sich ihre Untertanen.


    Vorgedruckte Tabellen nutze ich nicht mehr. Eine Struktur ergibt sich automatisch recht schnell. Ohne feste Einteilung schreibt man auch nur noch die Besonderheiten auf und keinen Standardkram. Abkürzungen kann man dabei auch gebrauchen. Bei mir kommt mit Bildung des Volkes ein leeres Blatt, besser ein leerer Karton aufs Volk, welches dann langsam aber sicher vollgekritzelt wird. Es reicht wenn der Kuli verstaubt und verschmiert und nicht das Handy. Das nutze ich allerdings auch gerne mal für ein Dokufoto von Besonderem. Da muss es dann durch.


    Viele nutzen statt der Einzelkarten Ordner, die ja mobil sind. Für mich ist das nix, weil die Völker zu oft den Platz wechseln oder aufgeteilt werden oder außergewöhnlich geschröpft...

    Ist die Königin weg, muss ein neuer Name für eigentlich das gleiche Volk her...

    ..."ist mir noch nie passiert" sagte der erfahrene Imker, "aber..."