Die leidige Geduld ...

  • Ich habe gestern Begattungseinheiten beweiselt. Alleine die drei Tage Kellerhaft sind eine Geduldsprobe,

    Stell mal 5o Stück davon in den Keller. Und dann kam der Heizungsbauer und schaltet das Licht an. Ich hatte das schon vergessen.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Oder stell dir mal vor, du machst am Montag x Begattungseinheiten von Sonntag eingesammelten Bienen, weil Dienstag die Königinnen eigentlich kommen sollten.

    Dann ist Mittwoch Mittag und noch kein Postauto in Sichtweite.


    Es bleibt spannend.


    Liebe Grüße Bernd

  • Oder stell dir mal vor, du machst am Montag x Begattungseinheiten von Sonntag eingesammelten Bienen, weil Dienstag die Königinnen eigentlich kommen sollten.

    Dann ist Mittwoch Mittag und noch kein Postauto in Sichtweite.

    NIEMALS!!!!!! auf die Post verlassen, einfach niemals!


    Kunstschwärmchen kann man immernoch machen wenn die Königinnen da sind.


    Gruß Chris

  • Tadaaaa - Geduld hat sich ausgezahlt. In beiden WV ist wieder Brut drin und obwohl ich die Königinnen nicht gefunden hab, weiß ich, dass sie da sind, weil die flachen Deckel zeigen, dass die Chefinnen höchstpersönlich die Eier gelegt haben.

    In das Schwarmvolk guck ich noch nicht rein, aber letzte Woche waren auf dem kleinen "eingepflanzten" Wabenstück mit den Fremdeiern mehrere Weiselzellen gebaut - die lass ich jetzt natürlich erst noch ne Weile in Ruhe.


    Ommmmmmmmm....

  • Ich habe gestern Begattungseinheiten beweiselt. Alleine die drei Tage Kellerhaft sind eine Geduldsprobe, oder erst die Wartezeit, bis man nachsehen kann, ob die Königinnen auch begattet worden sind!


    Der Stress wird dann signifikant steigen, wenn tatsächlich ein Großteil erfolgreich begattet wird ("Shit, wohin jetzt mit allen?"), als auch wenn gefühlt zu wenige begattet werden ("Was habe ich nur falsch gemacht, ich Loser?").

    Das Spiel hatte ich vor einer Woche auch - in 2 Etappen.

    1. Serie nur 2 geschlüpfte Königinnen, die am Montag auf der Belegstelle gelandet sind.

    2 Serie dann 4 geschlüpfte Königinnen, die am Donnerstag auf der Belegstelle gelandet sind.


    Um die Begattungseinheiten bin ich, solange Sie noch in Kellerhaft standen, herumgetanzt um festzustellen, welche davon schon ruhig ist und welche noch laut summt.

    Seit sie auf der Belegstelle stehen, ist zwar die Aufregung noch da, wie viele wohl begattet werden und in Eilage kommen. Zum Glück ist die Belegstelle jedoch weit genug entfernt, das ich mir verkneifen kann jeden Montag und Donnerstag eine Kontrolle durchzuführen. So wird es halt Donnerstag nach Pfingsten ein 'Überraschungspaket'.

    Zum Glück hab ich Mini Plus als Einheit gewählt, da kann ich zur Not einfach bis Winter noch 2 Zargen drauf stellen und als Reservekönigin überwintern - also kein Stress mit 'Wohin?'.

  • Tja, ihr scheint mit den Bienen noch nicht ausgelastet zu sein.

    Geht die Völkerzahl mal jenseits der X Stück, stellt sich die Geduld von alleine ein.

    Es ist auch schnurz piep egal ob X, Y oder Z Ableger eine Königin haben oder nicht.

    Ist nach drei Wochen keine Königin drin, landet eine neue Brutwabe mit Eiern in den Ableger.

    Am Ende werden dann die schwachen Völker aufgelöst.

    Dabei ist es eh egal wieviele, denn wie immer hattest du keine Kiste mehr frei um noch mehr Ableger.zu machen bzw den Volksbestand zu erweitern.

    Am Ende hat man seine persönlichen Grenzen und seinen Horizont erweitert.

    Manchmal hat man aber nur seine eigenen Grenzen gefunden. Eine Erfahrung die dann doppekt wertvoll ist.

    Gerade Heute kann ich bisher trotz des verrückten Jahres und trotz mancher Rückschläge, sehr zufrieden sein.

    Das ist aber das Resultat daraus, dass man mit Geduld seine Arbeit macht und kontinuierlich seine Ziele verfolgt. Auch wenn man dann nur die Hälfte des letzten Jahres erntet, ist es für dieses Jahr sicher ein Erfolg.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.