Wirrbau beim vorweggenommene Schwarm

  • Hallo liebe Kollegen,

    ich habe vor gut 2 Wochen einen vorweggenommenen Schwarm (+Königin) aus einem Volk erstellt und nach einer Nacht im Keller in die neue Beute (Dadant) geschlagen. Ich imkere mit Naturbau mit gewachsten Holzleisten als Anfangsstreifen.

    Nach zwei Wochen haben die Bienen ihre Waben ziemlich genau 90Grad versetzt quer durch alle Leerrähmchen gebaut.

    Was kann ich da tun?

    Meine Idee war, die Brutzarge um 90Grad zu drehen, quasi auf Warmbau umzustellen, am Flugloch neue Leerrähmchen zu geben und die verbauten hinters Schied. Problem: dann sitzt die Kö auch erstmal hinterm Schied. Welche Lösung wäre besser?

    (Anmerkung: ich habe noch keine ausgebauten Bruträhmchen auf Lager)

  • Das einfachste währe wohl Sie nochmal abzuschlagen und nur Rähmchen mit Mittelwände oder zumindest Anfangsstreifen zu verwenden .


    Die etwas aufwendigere Methode währe die Waben oben abzuschneiden und mit Gummiringen an Leerrähmchen zu befestigen. Ist aber mühselig.

  • Schliesse mich dem ersten Satz von R4lph an.


    Du könntest auch versuchen, den noch freien Platz komplett einzugrenzen, damit der Wabenbau nicht mehr weiter ausgedehnt werden kann – in keine Richtung. Dann setzt Du einen weiteren Brutraum unter. Diesen füllst Du unter dem bewohnten Raum mit Rähmchen, die richtig ausgebaut werden (MW?). Das Brutnest wird sich nach unten ausdehnen. Irgendwann kannst Du die Königin nach unten verfrachten, wenn sie nicht schon dort ist, ASG zwischen die beiden Bruträume, drei Wochen warten, oberen Raum abräumen.


    Aber bezugnehmend auf meine einleitende Bemerkung befürchte ich, dass sich da ohnehin nicht mehr viel tun wird. Da stimmt was nicht. Die müssten viel mehr gebaut haben.

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Den Empfehlungen von Hodor folgen, verspricht m.E. die größte Aussicht auf Erfolg. Die Geigelei mit den Wabenschnitten und Gefummel in / an Rähmchen bringt mglw. nur Probleme statt Lösungen.

  • Neu einschlagen und aus dem alten Volk eine Wabe mit offener Brut sozusagen als Leitwabe mitgeben. Das soillte das einfachste und schonendste sein.

    Legt die Königin im erstellten Wabenbau?

  • Vielen Dank für eure Antworten. Ist immer interessant und hilfreich zu sehen, in welche unterschiedlichen Richtungen Lösungen zu finden sind!

    Ich hab einige Bienen verloren, da ich den Schwarm einlaufen lassen wollte, und es an dem Tag wohl zu kühl war. Ärgerlicher Anfängerfehler...

    Der Ableger steht 8km vom Spendervolk weg, dh die Flugbienen müssten noch hier sein.

    Die Königin legt fleißig, Brut in alles Stadien.


    Immenreiner

    Deinen Vorschlag find ich am praktikabelsten. Würdest du die Brutwaben in der Ausrichtung der Naturbauwabe einhängen (Warmbau) oder häng ich die so ein wie ich das möchte (Kaltbau) und die Bienen nehmen dann mit der Zeit diese ausgebaute Brutwaben als Leitwabe, weil sie am Flugloch hängt?