Gelbe Pollenflecken auf dem Rücken


  • Hallo,


    Bei mir haben in den letzten Tagen viele Bienen einen sehr markanten gelben Pollenfleck auf dem Rücken. Weiß jemand welche Blüte/Pflanze das sein könnte? Ist ganz ähnlich wie im Herbst Springkraut, nur zitronengelb. Siehe Bild.


    Schöne Grüße

  • Ginster, das machen die wenn nix anderes zu holen ist wie heuer hier;(

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • Es ist echt ein Elend...

    :cry:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Jepp! Sowas hab ich noch nicht erlebt! Ende Mai Füttern........... Hab Angst das bischen Raps runter zu holen. Robinie fällt wohl wegen nasskalt oder total trocken au noch aus. Futterteig is kaum zu bekommen;(

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

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    W. Churchill

  • Hallo.

    in 45 Jahren imkern habe ich eine solch katastrophale Futtersitiation bei meinen Völkern noch nicht erlebt.

    Alle Futterwaben die bei beginnender Frühtracht, soweit es letztlich überhaubt eine war, sind zwischenzeitlich wieder in den Völkern verschwunden und nach meiner gestrigen Durchsicht auch weitestgehend verbraucht.

    Wenn sich nicht noch etwas radikal ändert bleibt die Schleuder in diesem Jahr trocken.

    Gruß Eisvogel

    PS: Es gibt hier keinen Raps und ich bin Standortimker.

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Ginster, das machen die wenn nix anderes zu holen ist wie heuer hier;(

    Mangels eigener Erfahrung mit Massentracht im Ginster:

    - Ist Ginsterpollen wirklich zitronengelb? Das Herbarium der Honigmacher gebt eher beige-gelb an:

    https://www.die-honigmacher.de/kurs2/Ginster/pflanze_85.html


    Gegen sehr schlechte Trachtverhältnisse am Standort der Fragesteller spricht die von ihnen angegebene massenhafte und weit überwiegende Gelbzeichnung vieler Sammelbienen. Das verstehe ich eher als Hinweis auf eine Massentracht - also Raps. Frischer Masseneintrag davon riecht auch typisch: Abends mal an den Beuten schnuppern -> Wenn die Feinschmeckernase eine feine Note nach Kohl wahrnimmt, dann waren die Bienen massenhaft im Kohlgewächs Raps. Auch die zitronengelben Pollenhöschen, die die Bienen auf die Windel verlieren, schmecken typisch.


    Mein Rat für Jungimker ist immer: Nach Möglichkeit täglich die Windel analysieren, verlorene Pollenhöschen nach Farbe m.H. von Pollenbestimmungstabellen einer Pflanzenart zuordnen lernen, im Flugkreis immer wieder an realen Pflanzen überprüfen (Sammelverhalten beobachten incl. Pollenhöschenfarbe), Ergebnisse von Geschmacks- und Geruchsproben im eigenen Oberstübchen auf der "Festplatte" ablegen, jährlich eine taggenaue Sammelliste erstellen usw. Damit sammelt sich mit den Jahren ein Erfahrungsschatz an und nicht zuletzt die Kunden staunen dann über die Vielfalt von Pflanzen, von denen der örtlich gewonnene Honig gesammelt wurde. Oder, wie ein Feinschmeckermagazin einmal sinngemäß geschrieben hat: Honig ist das Abbild der Landschaft, in der er gesammelt wurde - wie Wein ein Abbild des Bodens ist, auf dem er angebaut wird.

  • Dass hier ein Rapsfeld in der Nähe ist wäre mir neu, aber kann ja sein. Ist wirklich auffällig wie beim Springkraut. Habe Raps, Pollen, Bienen schon per Bildsuche gegoogelt und keine entsprechenden Ergebnisse bekommen. Bienen haben alle einen Zander Raum voll Honig, Löwenzahn hat gehonigt wie verrückt.

  • cooles Tool, hab ich ansonsten für meine Standorte mit Google Earth gemacht. Also ein neues Rapsfeld hab ich nicht entdeckt.


    Ich würde mich mit 18 Völkern + 10 Ableger und mehr als 6 Jahren Erfahrung auch nicht mehr ganz als Jungimker bezeichnen. Vielleicht Juniorimker. ;-)


    ich wird mal noch ein paar Fotos machen

  • Hm, wenn Du /Ihr vor Ort die Trachtquelle nicht aufspüren könnt, dann fällt mir nur noch ein Geländespiel mit Bienen ein:
    https://www.bienenjournal.de/f…bende-honigbienen-findet/


    oder als Vorstufe zur Eingrenzung des Flugradius: Bestäuben der Flugbienen mit Puderzucker z.B. am zeitigen Morgen beim Ausflug und Rückkehrzeit stoppen. Eine solche Massentrachtquelle muß doch zu finden sein.


    Eine Möglichkeit wäre noch, die umliegenden Landwirte oder - falls zu aufwändig - die Landwirtschaftsverwaltung anzufragen, wer bzw. wo derzeit Rapsanbau gemeldet ist. Datenschutz wird u.U. ein Problem, das aber ggf. unter Hinweis auf Abstimmungsbedarf Imker-Landwirt gelöst werden kann.

    Ja, ich gebe es zu: Der Verdacht fällt in meinen Augen noch immer zuerst auf den Raps wegen der zitronengelben Farbe.