Mini + von ApiNord: Designmängel oder Benutzungsfehler?

  • Liebe Forianer (beiderlei Geschlechts),

    ich habe mir ein paar MiniPlus-Beuten zugelegt um Zuchtköniginnen zu verschicken. Habe mir diese hier zuschicken lassen (Beim Klick aufs Bild wird auf die Bildquelle des Anbieters verwiesen...hoffe, das genügt als Quellennachweis...):

    https://www.holtermann-shop.de…ages/info_images/1609.jpg


    Dabei sind mir so ein paar Sachen aufgefallen, die mich rätseln lassen...womöglich mache ich da aber auch einfach was falsch.


    Darum erhellt mich, NutzerInnen der Styro-MiniPlusse:


    a) Das Flugloch: Warum sind die Fluglöcher dieser Kisten unterhalb des Bodens? Das macht es zum einen selbst den Bienen schwer, den Eingang zu finden (sie sterzeln fleissig und sammeln sich gerne unter der Kiste) und zum anderen wird es richtig lustig wenn man dann versucht, ein


    b) Drohnenabsperrgitter zu installieren. Hierfür bietet mir der Händler diese Teile an:


    https://www.holtermann-shop.de…ages/info_images/4990.jpg


    Die machen das Einsteigen in die Kiste noch mehr zum Spagat - zum einen geht die Öffnung nicht über die ganze Breite des Fluglochs und zum anderen ist das Anbringen nicht gleich ersichtlich. Die Nachfrage ergab, man solle sie von innen auf den Boden legen und da fixieren. Das ist natürlich denkbar unpraktisch bei Hartschaum, da ist nicht viel zum Nageln und zudem muss man zur Entfernung die Zarge abheben. Habe daher diesen Fluglochspalt etwas verbreitert und das Ding wie ein Regalbrett reingeschoben. Aber auch hier frage ich mich, warum da nicht zumindest eine Drehscheibenvariante o.ä. verfügbar ist....allerdings habe ich bei den Versandhändlern immer noch solche Varianten gefunden als ob das nun das Gelbe vom Ei sei. Das Verschließen der Fluglöcher für den Transport ist daher auch nicht einfach per Dreh oder Verschieben möglich...da muss dann Schaumstoff ran. Stelle ich mir auf der Belegstelle auch unpraktisch vor; die Dinger können toll verloren gehen.


    c) Der Beespace ist auch nicht gerade bienenfreundlich: Eine Falz ist klar aber warum wird denn die "Falznase" so hoch ausgeführt, dass Bienen auch dort zerdrückt werden können?


    d) Der Raum in der Zarge ist auch sehr luftig ausgeführt - mir ist klar, dass es für das quellende Holz der Rähmchen Platz braucht aber wer eine recht neue Mini Plus verschickt, muss doch befürchten, dass sich die Rähmchen ordentlich bewegen können und womöglich ein wichtiges Tierchen zerdrückt....habe nun ein Holz eingelegt um das zu verhindern; bin aber verwundert, dass das baulich nicht anders gelöst wurde (z.B. über einen Kamm).


    All diese Themen mögen bei Holzsystemen gelöst sein; möchte aber gezielt diese Kiste diskutieren...womöglich gibt es gute Gründe., die ich gerade nicht auf dem Schirm habe. Freue mich über Erfahrungsinput!


    Grüße

    Melanie

  • Hallo Melanie,


    ich bin grade dabei, passende Holzböden für meine Minis zu bauen. Eben weil diese Böden auch in meinen Augen nichts taugen. Sorry, dass ich dir nur beipflichten, aber nicht helfen kann.


    Gruß
    Ludger

  • a) + b): Nach Angabe des Lieferanten paßt der Mini+Holzboden (Art. 1632) auch zu den Styro-Zargen. Der Holzboden scheint denen der Großbeuten nachempfunden - d.h. besser konstruiert zu sein.


    c) Warum muß überhaupt ein Falz sein? Könnte man den ggf. einkürzen oder gar abtrennen ohne Funktionsverlust? Ich finde Rutschleisten viel bienenschonender (bei den Großbeuten, mit Mini+ habe ich keine eigene Erfahrung).

  • MIt "Versand" meine ich den Transport zur Belegstelle. Und da gibt es ja inzwischen so einige, die eben auch MiniPlusse erlauben. Da müssen sie halt ein paar Stunden Auto-fahren....womöglich auch nicht gerade glatte Autobahn. Daher finde ich das Rutschen da nicht so klasse; die Hofmänner sind ja schon gut aber m.E. nicht ausreichend.


    Und mit der Falz ist das bei den normalen Segebergern durchaus anders. Da werden die Bienen nur dann zur Briefmarken, wenn sie aussen sitzen - diese Nasenfalz aber schließt genau mit den Oberträgern ab und die Bienen können da problemlos sitzen wenn der Deckel oder die nächste Zarge drauf kommt. Das ist bei den Minis anders - da hat man außen Briefmarken aber eben auch auf dieser tw. sehr breiten Nasenleiste. Finde ich unfein zumal man diese kleinen Teile nicht so einfach bienenfrei bekommt.


    Diese anderen Teile von Warnholz versprechen tatsächlich eine Verbesserung...das macht Sinn... Danke für den Hinweis!


    Grüße

    Melanie

  • Warum muß überhaupt ein Falz sein?

    Naja, die Styro-MPs stehen ja so ohne Schutz im Freien und dafür sind die konzipiert. Der Falz soll verhindern das Regenwasser eindringen kann (drum geht der auch nach oben) - wie bei allen Beuten mit Falz. Letztendlich muss jeder selber entscheiden mit was er imkern möchte....


    (Ich z.B. arbeite daher mit falzlosen Holz-MPs - da benötige ich aber bei der Aufstellung ein Dach/Aussendeckel....)

  • Der Boden ist vielleicht ungewohnt, aber 100.000-fach bewährt. Ich mache später mal Bilder, wie man damit gut umgeht. Ich sehe auf unserer Belegstelle auch wie die Kollegen damit perfekt umzugehen gelernt haben.
    Falz ist nun mal Falz. Abschneiden is nich. Den reichlichen Raum wirst du noch zu schätzen lernen wenn du die Kö suchst, wenn das Kastl wieder bei dir ist ...

  • a) + b): Nach Angabe des Lieferanten paßt der Mini+Holzboden (Art. 1632) auch zu den Styro-Zargen. Der Holzboden scheint denen der Großbeuten nachempfunden - d.h. besser konstruiert zu sein.


    Der Holzboden ist für die Standbegattung ok. Wenn du aber mit Minis zu Belegstelle willst, brauchst du die Möglichkeit für ein Drohnenabsperrgitter. Das ist in den Holzböden (mit klassischem Fluglochkeil) schwierig.


    Gruß
    Ludger

  • Hallo ribes . Du bekomst an die Holzböden keine Fluglochrosetten 'dran?


    Ansonsten haben sich innenliegende Drohnenabsperrgitter besser bewährt, vermutlich weil die Königin leichter ausweichen kann und im Flugloch nicht so leicht eingeknäult wird.

    Möglicherweise hat sie aber auch bei der Rückkehr ersteinmal einen Schutzraum, bevor sie sich durch das Drohnenabsperrgitter drückt.


    Meine Böden sind mit Fluglochrosetten ausgestattet - allerdings kommt das Drohnenabsperrgitter von innen zusätzlich hinein. Beugt nebenher auch noch Fehlbedienungen vor. Bzw. man kann das Flugloch auf diese Weise weiter öffnen.


    Gruß

    Ludger

  • Ich habe damit keine eigenen Erfahrungen, aber mit Anschaffung von Mini+ liebäugelt. Deswegen frage ich so unbedarft.

    Die Fluglochrosetten müßten als Abdeckung des kleinen Fluglochs im Fluglochkeil des Holzbodens problemlos anschraubbar sein (?). Daß sich die Kö. bei Rückkehr vom Hochzeitsflug gerne rasch in Sicherheit bringen will und deshalb den Schatten unter der Beute aufsucht, wenn sie das kleine Einflugloch nicht auf Anhieb findet, das ist nachvollziehbar und passiert ab und an selbst bei meinen Großbeuten/3er-Ablegerböden.

    Ludger Merkens : Warum bringst Du zusätzlich zum Drohnenabsperrgitter noch eine Fluglochrosette an? Vermutlich für den ersten, schnellen Kontrollblick des Belegstellenleiters, dem man seine ohnehin dankenswerte Arbeit nicht noch unnötig erschweren will, indem er ansonsten gezwungen würde, jedes angelieferte Mini+ auseinanderzunehmen, nur um Drohnengitter zu kontrollieren.

  • Hier ein Beispiel für Drohnenabsperrgitter für klassischen MP Fluglochkeil. Gedreht um 90° ist das Flugloch zu, wenn man kein Kombikeil hat.

    Nach der Begattung könnte man es dann auch gegen ein Königinnen ASG tauschen.

    Liebe Grüße Bernd.

  • Hallo ribes ,


    der Fluglochkeil des Mini+ Holzbodens hat von Hause aus kein "kleines" Flugloch. Er ist darauf ausgelegt, das Flugloch komplett verschließen zu können. Klar, ein solch kleines Flugloch ist schnell geschnitten - und Schaumstoff hilft das Loch zu schließen.


    Aber der Boden ist zu flach, als dass eine klassische Fluglochrosette unterhalb der Styroporzarge Platz hätte. (Die Styroporzarge kragt über) Man müsste in die Zarge von innen eine Kerbe einschneiden, in der sich die Rosette drehen kann, dann gäbe es aber Probleme, wenn man die Zarge einmal nicht direkt auf dem Boden einsetzen möchte.


    Ich nutze die Fluglochrosette hauptsächlich als Königinnenabsperrgitter (In den ersten Tagen nach dem Schlupf am Stand, oder wenn ich dort Königinnen auf die Instrumentale Besamung warten habe), oder auch einfach um das Flugloch zu schließen. Die Einstellung "Drohnenabsperrgitter" ist wegen des innenliegenden Gitters bei mir überflüssig. Aber klar, für den Fall, dass ein Belegstellenleiter die Konstruktion nicht kennt - erledigen sich viele Fragen.


    Gruß

    Ludger