Ableger füttern - wann und wieviel?

  • Hallo zusammen,


    ich habe zwei Ableger. Woher weiß ich, ob und wie viel ich die Ableger füttern muss. Irgendwie verwirrt mich die Fülle an unterschiedlichen Vorgehensweisen.


    Es sind jeweils zwei Brutwaben mit einer Futterwabe und einer Mittelwand. Ein Ableger ist versehentlich ein Königinnenableger geworden. Der zweite Ableger ist ein klassischer Brutableger.


    VG

    Martin

  • Ich hoffe ich liege richtig. Ich kenne es so das immer genügend Futter da sein sollte aber besonders eine stetige Futterquelle da ist um den Bienen Tracht vorzugaukeln um damit das Brutgeschehen anzuregen.

  • Bei meinen Ablegern ist immer eine Futtertasche mit drin. Am Anfang habe ich einfach eine aufgeschnittene Milchtüte genommen, da geht dann idealerweise auch ziemlich genau 1 kg rein.

    Wenn sie dann wetterbedingt nicht ausfliegen können, gibt es vorher ca. 1 kg in die Futtertasche. Aber generell bin ich der gleichen Meinung wie morlu975, ein steter Futterstrom sollte immer vorhanden sein.

    Freier Imker

    Ohne DIB oder Verein

    Nicht vorbelastet

    Offen für alle Anregungen

  • Welche Vor- und Nachteile hat eine Futterwabe im Vergleich zur Tasche mit Zuckerwasser oder evtl.

    Sirup?

    Karl

    Etwa 12 Völker auf Dadant an etwa 4 Standorten. "Bienenrasse":roll:: Bunte Mischung aus Carnica und Buckfast.

  • Vorteil Brutwabe: Verdirbt nicht so schnell, Futter ist invertiert, steht sonst unnötig rum (wenn vom Winter übrig und entnommen), kann nachher gleich als Brutwabe genutzt werden

    Nachteil Brutwabe: Ist nicht neu und kann Probleme aus anderen Völkern mit übertragen, Futter muss für Nutzung von Bienen verdünnt werden.


    Vorteil Futtertasche: Beliebig verfügbar, Konzentration kann an Bedarf angepasst werden (dicker zum Einlagern als Vorrat, dünner zum sofortigen Verbrauch), kontinuierlicher Futterstrom regt Bautrieb und Brut an.

    Nachteil: Volk muss arbeiten (Bauen, Einlagern), zuviel auf einmal kann verderben und kleine Portionen muss man dauernd öffnen, je nach Tracht und Flug auch Räubereigefahr

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Kommt auch immer auf die Tracht und das Wetter an.


    Ich habe seit Ostern 3 Ableger gemacht, alle 3 haben am Anfang eine Futterwabe bekommen. Diese haben sie auch leer gemacht, weil das Wetter zwischenzeitlich schlecht war. Jetzt lagern sie sogar Nektar ein. Ein Ableger hat die Futterwabe wieder voll gemacht und sogar verdeckelt.


    Letztes Jahr habe ich meine Ableger regelmäßig dünn gefüttert (1:1) damit sie auch die MW ausbauen. Dafür habe ich mittig ein Loch in die Folie gemacht, habe den Fütterer (es war ein rechteckiger mit Aufstiegsdom in der Mitte) über das Loch in der Folie gestellt. Ich musste noch den Ausschnitt im Deckel leicht anpassen (Segeberger). Aber ich konnte Füttern, ohne groß das Volk zu stören. Nur Deckel hoch, Futter rein, Deckel zu.

    2 Völker Carnica in Segeberger (rote Königinen), Ziel für dieses Jahr: mit 6 Völkern in den Winter gehen.

  • Naja, so 3-4L pro Woche. Daraus ergibt sich alle 2 Tage. Alles was sie nicht verbrüten, lagern Sie für den Winter ein.

    Eigentlich sollte ein Ableger einen Liter (1:1) Futter in einer Nacht aus dem Fütterer holen können.

    Der Vorteil ist, durch das dünne Futter bringt man die Bienen dazu, dass sie MW ausbauen, weil sie für 1:1 Futter mehr Platz brauchen.

    Der Zweite Vorteil ist, dass dadurch immer Futter im Volk ist, weil sie Futter das von Biene zur Biene weitergeben. Also simuliert man Tracht.


    Wenn Sie länger als einen Tag eigentlich sogar länger als eine Nacht für das Futter brauchen, dann ist das Volk zu klein, dann würde ich denen weniger geben. Am besten immer kurz vor Sonnenuntergang füttern und nicht kleckern. Dann sonst ist die Gefahr von Räuberei recht groß, besonders wenn die Linde durch ist.

    2 Völker Carnica in Segeberger (rote Königinen), Ziel für dieses Jahr: mit 6 Völkern in den Winter gehen.