Erhalt der Feldwege - "Früher blühte es hier - da ist nichts mehr"

  • da kenne ich noch viel extremere Beispiele, wo man den Wegunterbau in den Feldern liegen sieht, weil bis 30cm oder noch dichter am Weg "Feld" sein muss. Landwirte können grausam sein.


    Die Tendenz zu "optimaler Flächenausnutzung" ist auf jeden Fall deutlich zu erkennen.


    abc : Worauf willst Du mit Deiner Frage eigentlich hinaus?


    Grüße

    Roland

  • Wem gehören denn die Flächen, die von den Landwirten genutzt werden?

    Bei uns gehören fast alle Feldwege jeweils den angrenzenden Feldeigentümern.

    Also gehört bei einem angrenzenden Acker gehört mir die "Hälfte" des Weges (bis zur Mitte).


    Daher sehe ich mich als Landwirt auch im Recht die Fläche zumindest bis zum Feldweg hin ackerbaulich zu nutzen.

    Würde mir das verboten werden, wäre das ähnlich wie wenn ich meinen Garten nicht bis zur Grenze ziehen dürfte.


    Grüße Mühle

  • Oh, den Begriff "Abstandsfläche" hast Du bestimmt schon gehört?

    Wenn das Feld so randnah beackert wird, dass der Weg ins Feld fließt, kriegt der Wegbetreiber irgendwann mal das Interesse, eine solche Regelung einzuführen.

  • Entschuldige, ich meinte natürlich, dass der Feldweg in JEDEM Fall sicher und befestigt bleiben muss. Daher gilt es diesen Sicherheitsabstand auf jeden Fall einzuhalten.

    Allerdings halte ich alle Maßnahmen, welche den Weg nicht beschädigen oder die Sicherheit nicht beeinträchtigen für unbedenklich.


    Wegbetreiber eines Feldwegs ist bei uns oft der Landwirt selbst. Daher hat er auch zumindest das Recht bis zur Weggrenze zu ackern.


    Grüße Mühle

  • Bei Wegen und angrenzenden Flächen muss folgendes überprüft werden:


    - Widmung

    - Eigentum mit entsprechenden Grenzen

    - Pachtverhältnisse

    - Unterhaltungslast

    - Nutzungsrechte

    - kartierte Biotope oder Landschaftselemente


    Dies kann man nicht pauschal beantworten und muss für jeden Weg genau betrachtet werden.


    Ich halte daher Vorwürfe an Landwirte ohne genauere Angaben nicht zielführend.


    Grüße vom Apidät

  • Herr Nolte hat sich die Karten vom Katasteramt besorgt,

    der kommunale Wegrandstreifen wurde in diesem Fall z.B. widerrechtlich In Betrieb genommen.

  • Landwirte machen eine wichtige Arbeit. Auch für sie gelten aber Recht und Gesetz und damit, dass sie die gepachtete Fläche bewirtschaften dürfen - und eben nicht mehr. Das Amt hat die Aufgabe, das zu kontrollieren.

  • Generell gilt natürlich immer die Einhaltung von Gesetzen. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass hier nur einige wenige Landwirte sich nicht daran halten. Daraus dann auf alle zu schließen ist nicht richtig.


    Außerdem ist das meiner Meinung so oder so der falsche Ansatz. Von gegen Landwirte wettern wird sich nicht viel ändern. Wie man im Bericht sieht dreht es sich hier um sehr kleine Flächen (ca. 50 ar).

    Würde man dahingehend Gespräche mit Landwirten suchen, kann man deutlich mehr erreichen. Den Zwang für 50ar hergeben oder lieber darum kämpfen mehrere Hektar als Blühwiese/-streifen anzulegen. Dabei wäre letzteres wohl eher der bessere Ansatz.