Zwei-Königinnen-Betriebsweise?

  • ... der Schwarmtrieb kommt nicht richtig auf weil die angeblasenen Schwarmzellen ständig wieder ausgefressen werden - Vermutung: durch das Schwestervolk...

    Das halte ich für Unsinn, da sich die Völker binnen ganz kurzer Zeit ausgleichen, wenn die Königinnen gesund und leistungsstark sind. Beide Bruträume und beide Königinnen haben in etwa die gleichen Brutnester und die selben Zyklen. Wenn der Scharmtrieb erwacht, dann in beiden Abteilen. Es kommt lediglich durch die Ausgleichsverluste des ursprünglich größeren Volke zu einer Verzögerung, die die "Gegenseite" mit einem Bruteinschlag beantwortet, der Futtersaft abzieht. Geträt ein Doppelvolk in Schwarmstimmung, dann umso deutlicher. Denn dann sind das zwei schwarmtriebige Brutnester die futtersaftige Jungbienen erzeugen ohne Unterlaß.


    Ich sehe in der Zweiköniginnenmethode keine Vorteile für Honigertrag oder Arbeitserleichterung. Es ist Geigelei. Zwei Völker bringen insgesamt mehr bei weniger Aufwand. Für die Brutwabenerzeugung ist die Methode gut geeignet.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Ich sehe in der Zweiköniginnenmethode keine Vorteile für Honigertrag oder Arbeitserleichterung. Es ist Geigelei. Zwei Völker bringen insgesamt mehr bei weniger Aufwand. Für die Brutwabenerzeugung ist die Methode gut geeignet.


    Ich bin noch am Testen, aber ich werde momentan meinen, dass die 2-Kö-Methode bei meiner Betriebsweise in der 12er DD nicht mehr Arbeitsaufwand braucht als bei 2 separaten Völkern (abgesehen vom Honigertrag), aber deutlich weniger materiellen Aufwand. Das zweite Volksteil teilt den gleichen Brutraum, nur mehr Honigzargen werden benötigt, was mir aber recht ist. Und beim 12er DD wird selbst aus solchen Doppelvölkern keine Türme entstehen, die einem über dem Kopf wachsen. Es bleibt überschaubar.


    Auch die Kontrollen dauern keineswegs länger als bei 2 separaten Völkern. Man hat immer noch einen Brutraum zum Kontrollieren. Lästig ist manchmal, wenn die Bienen ausm Brutraum ausquellen, was aber generell bei starken Völkern vorkommen kann.

    imkere als Hobby seit 2011 mit Dadant

  • Hallöchen Ihr 2e,


    der Kollege hat im letzten Sommer nach seiner Aussage bewusst WZ in den Doppelvölkern plaziert und diese waren dann bei der nächsten SK ausgeräumt.


    Und von der Honigleistung sollen die Völker mehr bringen als 2 einzelne und vor allem zeitiger in Schwung kommen.


    Gruß Jörg

  • der Kollege hat im letzten Sommer nach seiner Aussage bewusst WZ in den Doppelvölkern plaziert und diese waren dann bei der nächsten SK ausgeräumt.

    Fremde? Offene? Gedeckelte Zellen nehmen keinen Futtersaft mehr ab ...

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
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  • Moin,
    also ich verfolge diesen Beitrag schon seit einiger Zeit und kann eigentlich nur daraus schließen das es wohl eher mit zwei Königinnen nebeneinander geht, als übereinander!
    Am schwersten denke ich wird es sein zwei gleichwertige Königinnen nebeneinander zu halten, die auch von beiden Volksteilen akzeptiert wird und harmonieren! Auch muss man seine Arbeitsweise und eventuell auch Arbeitsschritte ändern.
    Interessant ist es nämlich schon mit weniger Material und Zeit mehr Honig zu bekommen!
    Gibt es denn überhaupt keine Berufsimker die das so betreiben?
    Erstmal,
    Borderbee

  • am schwersten denke ich wird es sein zwei gleichwertige Königinnen nebeneinander zu halten, die auch von beiden Volksteilen akzeptiert wird und harmonieren!

    Nein, ist sehr egal. Wenn nicht eine beschädigt, deutrlich älter oder ausgelaugt ist geht das problemlos. Ich lasse auch schon mal in einer Seite eine Zelle schlüpfen und eine neue Königin begatten. Dort muß nur bis zu deren ersten Eiern Brut vorhanden sein, damit sie nicht verlassen wird.


    Ich überwintere aber immer getrennt.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
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  • Vereinigst Du dann ganz normal im zeitigen Frühjahr?

    Die Völker überwintern nebeneinander oder erwachen da. Dann werden sie wie oben beschrieben einfach zusammengesetzt.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
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  • Kann mir das vielleicht jemand von euch genau erklären, wie man bei der Erstellung im Frühjahr vorgeht? (Wann genau und wie )
    Dann wären auch die Schwarmverhinderungsmaßnahen noch besonders interessant.
    Macht ihr das wie bei Einzelvölkern (Zellen brechen, Königinableger, Zwischenableger) oder gibt es da andere Möglichkeiten?

  • Bei meiner Nutzung kommt es nicht zu Stimmungen, weil alle 10 Tage den 2 Königinnen fast alle Brutwaben weggenommen und zum Altern übers Gitter gehängt werden. Diese Waben werden dann nach weiteren 10 Tagen also garantiert ohne offene Brut und ohne bereits geschlüpfte Bienen in Pflegevölker gegeben. Somit verliert das Doppelvolk mindestens die Brut einer Königin. Schwarm ist da kein Thema.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hi Henry,


    interessant! Und verhält sich das Ganze wie ein Volk oder siehst Du da Unterschiede (Brutnest, Drohnenbau, Verhonigen, Abwanderung zu einer Seite o.ä.)? Bringen die trotz der starken Schröpfung noch Honig? Und hast Du sie in Segebergern? 2-etagig?


    Gruß Jörg

  • Ja die bringen Honig und lagern den in der 3. und 4. Zarge ein. Ansonsten ist an solchen Völkern nichts normal. Denen wird ständig Bienenbrut weggenommen, daß sie schon 2 Königinnen brauchen das auszugleichen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder