Zwei-Königinnen-Betriebsweise?

  • Mir hat man mal gesagt, wer mit einer Königin im Volk nicht zu Potte kommt, macht was falsch.
    Vielleicht sollte man mal überdenken, ob man die geeignete Biene für seine Gegend hält.
    Viele Grüße
    Lothar


    Da kennst Du aber wahrscheinlich die Betriebsweise von Wolfram Peschetz noch nicht oder hast Dich nicht genau eingelesen
    der Link von Bernhard ist super

  • Die Mehrköniginnenbetriebsweisen kommen und gehen in regelmäßigem Abstand. Allgemeingut waren sie noch nie.


    Remstalimker


    Richtig, aber der Wolfram Peschetz hatte einige 100 solcher 3 Kö Völker, und hat überdurchschnittliche Enten eingefahren
    Mich wundert das auch ein wenig, vorallen das dann die Bienen auf 3 Rähmchen überwintern, natürlich sind da noch 2 Völker nebenan, aber trotzdem


    Aber die Brutnestgrösse muss stimmen sonst hast Schwärme ohne Ende, deshalb hat er ja gänzlich auf FZ umgestellt BR 2 FZ , damit der Honig ausschliesslich in den 1. HR kommt 3. Zarge, die für die Ernte tabu ist, erst im Herbst wird die dann abgenommen usw.

  • Hallo Kurt,
    ob er einige hundert Völker hat, weiß ich nicht. Kann auch erst in 3 Wochen seine Ausführungen genussvoll lesen. Hier muss nicht nur Bienen, sondern auch Trachtangebot zusammenpassen. Zu bemerken ist, dass er schon vor fast drei Jahrzehnten erkannt hat, dass dicke Honigkränze im Brutraum eine Triebfeder für Schwärme sind. Diese Erkenntnis hat erst in letzter Zeit eine breite Resonanz in den Betriebsweisen gefunden. Das Abdrücken der alten Königin auf dem Zusetzkäfig, zum Zwecke der besseren Annahme, ist für mich gleichfalls eine neue Erfahrung. Wie das in der Praxis ist? Man lernt nie aus, vergisst einiges und wird dann von hinten überholt.:lol:


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo Kurt,
    wie willst Du die Leistung einer Königin für die Nachzucht beurteilen, wenn Du die Völker durch Wabenwegnahme und -zugabe beeinflusst?
    Wie hoch ist denn das Mehr an Honig und wie groß der Zeitanteil gegenüber dem "Einzelvolk"?


    Ich habe schon Erfahrung mit Dreivolkbetriebsweise gesammelt - vor zwanzig Jahren.
    Die Völker sollten mittels Umleitungskanäle ihre Jungbienen zum mittleren Volk abgeben, dieses in regelmäßigen Abständen durch Kunstschwarmentnahme am Schwärmen gehindert werden.
    Hat bei mir nicht geklappt.


    Hallo Remstalimker,
    das mit der Königin am Zusetzkäfig zerdrücken ist so neu auch nicht.
    Es gab mal Zusetzkäfige mit zwei Abteilungen, eins für die neue und eins für die alte Königin.
    Irgendwie sollte die neue Königin mit ihren Duft den der alten Königin überdecken.
    Auch sollte nur die neue Königinnen ausgefressen werden, während die alte Königin irgendwie weniger Duftstoffe aussenden konnte und irgendwann entfernt wurde.
    Genaueres weiß ich nicht.


    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
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  • Hallo Kurt,
    ob er einige hundert Völker hat, weiß ich nicht. Kann auch erst in 3 Wochen seine Ausführungen genussvoll lesen.


    Remstalimker, warum das?


    , zum Zwecke der besseren Annahme, ist für mich gleichfalls eine neue Erfahrung. Wie das in der Praxis ist? Man lernt nie aus, vergisst einiges und wird dann von hinten überholt.:lol:


    Also das ist sicher nicht neu, das hab ich schon in meiner Jugend mitbekommen, und das ist jetzt aber schon einige Jahrzehnte her

  • Hallo Kurt,
    die Welt ist bei mir teilweise trübe.


    Zu Peschetz,
    seine Varroaanwendungen sind von vorgestern. Wer also da einsteigen will, muss sich schon etwas einfallen lassen. 100 Beuten = 300 Kunstschwärme?


    Remstalimker

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  • Hallo Kurt,
    die Welt ist bei mir teilweise trübe.


    Zu Peschetz,
    seine Varroaanwendungen sind von vorgestern. Wer also da einsteigen will, muss sich schon etwas einfallen lassen. 100 Beuten = 300 Kunstschwärme?


    Remstalimker


    Ich werde im Minimum mit 2 Beuten einen Versuch machen

  • Hallo Kurt,
    ich bin mir nicht ganz sicher ob du jetzt das im Minimum oder Maximum machst. Natürlich mit einem 3K-Volk kann man keine E
    Erfahrungen sammeln. Das letzte 2K-Volk in meinem Imkerfreundekreis ist bei der Wanderung verbraust. Die Angaben von Peschetz sind deshalb diesbezüglich mit Vorsicht zu genießen. Man darf auch nicht vergessen, dass die heutigen Volksstärken in der Regel nicht vergleichbar sind mit jenen vor über 30 Jahren. Damals arbeitete eine Berufsimker im Allgäu noch mit Hybriden (Carnica&Italienerbiene). Später hat er das aufgegeben, weil die C. die Leistungsfähigkeit seiner Hybriden erreicht hatte.


    Allerdings sollte man einem Hobbyimker einen solchen Versuch nicht verwehren, denn viele sprechen darüber und keiner hat Erfahrung. Ich wünsche dir für deinen Versuch zumindest Erfolg und keinen Frust.


    Gruß
    Herbert

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  • Hallo Kurt,
    ich habe vorletztes Jahr Peschetzvölker auf Sylt gesehen. Davon möchte ich nicht drei in eine Beute stecken. Es könnte natürlich sein, dass die nordeutschen Züchter etwas drauf haben und sie deshalb mit dem Urzüchter nicht mehr einig wurden.


    Ich habe allerdings keine große Erfahrung, was passiert, wenn man Königinnen ständig durch Beschränkung am Brüten hindert. Ich weiß nur, wenn eine schwärmt, hüpfen die anderen auch aus der Kiste.
    Gruß
    Remstalimker

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  • Ich habe allerdings keine große Erfahrung, was passiert, wenn man Königinnen ständig durch Beschränkung am Brüten hindert. Ich weiß nur, wenn eine schwärmt, hüpfen die anderen auch aus der Kiste.
    Gruß
    Remstalimker


    Aber bei richtiger Grösse des BR, gibt es da fast keine Schwärme. bei mir werden sie pro Kö 2 x 5 FZ, haben und darüber dann 3 X 11 FZ für Honig


    Bin selber neugierig wie und ob das klappt, werde berichten, hab einen genialen Boden dafür gezeichnet, und geht ballt in Producktion :lol:

  • Die Chinesen haben auch dazu geforscht. Mit mehreren - bis zu fünf - Königinnen pro Beute. Dazu haben sie die Mandibeln der Könginnen beschnitten (Forscher kennen keine Skrupel...), damit sich die Königinnen nicht verletzen und töten. Keine Absperrgitter. Alle Königinnen laufen frei herum. Auch auf einer Wabe. Nach spätestens einer Woche legen alle Königinnen wieder.


    Auch wenn sicher das Amputieren keine gängige Praxis sein wird, so sind die Erkenntnisse hinsichtlich der Bearbeitung und der Eignung von Völkern mit mehreren Königinnen ganz aufschlußreich.


    Zum Beispiel: Alte Bienen stechen Königinnen ab, wenn sie gestresst werden >> wichtig zu wissen bei der Wanderung. Die Flugbienen können z. B. als Flugling vor der Wanderung eingesammelt werden. Auch die Empfindlichkeit von Völkern mit riesigen Brutnestern hinsichtlich Trachtlücken und anderen äußeren Einflüssen ist wichtig zu kennen.


    Es werden aber auch Chancen genannt: solche starken Völker sind resistenter gegen Krankheiten, lagern viel mehr Pollen ein, sind also gut versorgt. Aufgrund der hohen genetischen Diversität innerhalb einer Beute werden diese Vorteile erlangt, sie sorgt auch für die Erledigung unterschiedlichster Aufgaben.


    Die Chinesen nutzen die Mehrköniginnenvölker zur Produktion verdeckelter Brut, mit der sie Produktionsvölker laufend verstärken. Hier für die Produktion von Gelée Royal.


    Siehe: http://www.researchgate.net/pu…le/d912f50042369235dc.pdf