Zwei-Königinnen-Betriebsweise?

  • wenn die Umweiselung erfolgreich abgeschlossen wurde, würde nur noch die junge leben.
    Dr. F.Pohl bentwortet den Leserbrief- er brauche nichts zu tun," die Bienen würden sich im Frühjahr für die junge Königin entscheiden.... den Futterverbrauch im Auge behalten."
    Ich denke, es ist eher so, das die Bienen von der neuen nicht überzeugt sind (zuwenig Phermomone) und beide am Leben lassen, falls Alte im Winter aus Altersschwäche stirbt. Die werden im Frühjahr sobald es Drohnen gibt einen neuen Anlauf starten.
    Ob das dann bei entsprechender Stärke als Schwarm oder stille Umweiselung abläuft, wissen nur die Bienen. Entweder die Bienen knäuln die überflüssige ein oder die Weiseln klären das unter sich. Momentan gehen sie sich aus dem Weg und die Bienen bilden 2 Wintertrauben und werden auch 2 Brutnester anlegen.

  • Also bei meinem Volk mit zwei Königinnen ist nur eine riesige Traube zu erkennen, vielleicht ist der Platz zu eng. Auch sind es beide Jungköniginnen, die beide in eilage waren bei Vereinigung. Ich bin aufjedenfall sehr gespannt, ob im Frühjahr noch beide da sind. Merkwürdig finde ich auch, dass die Varroabelastung bei diesem Volk eher niedrig im Vergleich zu den Nachbarvölkern war. Deutlich niedriger, und das kann ich mir nicht wirklich erklären.

  • Sach mal, liest Du auch die Beiträge oder kommen Dir so Ideen und dann fragst Du einfach mal? Der Faden ist ja nun nicht ganz neu. Und sooooo speziell ist die Frage jetzt nicht. Ich schlag vor, Du schaust mal am Anfang vorbei?


    ;)


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Wurde schon mal die Frage nach Pollen in den Honigräumen gestellt? Denn auf dem einen Bild sind ja wohl überall Depots angelegt worden. Gibt es dazu Erfahrungen? Ich möchte keine Wachsmotten in den Honigrähmchen bekämpfen müssen.


    Und wenn die Völker sooooooooooo stark werden, wie tauscht Ihr die Honigräume aus, ohne dass es ununterbrochen knackt?

    Wer stets begreift was er tut, lebt unter seinen Möglichkeiten. Und. Ich leide nicht an Realitätsverlust, ich genieße ihn.

  • Ich habe dieses Jahr das erste mal ein Doppelvolk erstellt. Bin beeindruckt von der Entwicklung.

    Aus 2 schwächeren Völkern die vielleicht mit ach und weh den ersten Honigraum angenommen hätten, ist ein extrem starkes Volk geworden, dass den ersten Honigraum schon voll hat. Der Zweite ist fast ausgebaut und der Dritte wurde Heute aufgesetzt.

    Das schwächere der beiden Völker hat allerdings bereits Weiselzellen angesetzt. Woran kann das liegen?

    Wie sind eure Erfahrungen mit Doppelvölkern?

  • Also ich hatte auch bereist einen versuch, aber diesen musste ich abbrechen. Irgendwie hat es die Bienen immer hin und her gezogen und beide Königinnen sind nicht in fahrt gekommen. Einzeln jedoch gehen beide richtig in Legeleistung. Ich vermute das ich einen Fehler beim erstellen des Doppelvolkes gemacht habe. Bin mir aber noch nicht ganz schlüssig. Bei beiden war das Flugloch ganz rechts und jetzt hatte ein Volk seines links. Ich denke das Spielte blöd gesagt mit rein, da ich nur ein Stand habe und die Bienen bereits eingeflogen waren. Ein zweiter versuch wird demnächst folgen. Vermutlich wird es wieder in die Hose gehen, aber aus Fehlern lernt man bekanntlich.


    Ich hatte beide Völker an die Mitte zum Trennschied hingesetzt. Wie hast du sie platziert?


    Sind es Schwarmzellen oder wollen sie vielleicht Umweiseln? Das ist ja doch ein wichtiger Unterschied.

  • Die sollten an die Aussenwände, um die Königinnen mit ihrem Duft möglichst weit auseinander zu bekommen. Und damit sind dann auch die Fluglöcher, wenn auf einer Seite, maximal weit auseinander.


    Gruß

    Ulrich

  • Erstellt habe ich sie indem ich 2 Miniplus Völker verwendet habe. Die Brut kam jeweils in eine Überwinterungszarge, drauf eine 12er Dadantzarge mit fixem Trennschied und mit Verbreiterung, da die Mini-Zargen nebeneinander breiter sind als die Dadant.

    In die Dadantzarge kamen je Seite eine Futterwabe und 3 ausgebaute Waben und der Drohnenrahmen und das Schied. Dann Absperrgitter und Deckel.

    Die Bienen wurden dann in die Dadantzarge gekehrt. Jeweils zur richtigen Königin.

    Das Ganze wurde in 3km Abstand zu Ursprungsstand gemacht.

  • Wie sind eure Resultate 2017 diesbezüglich gewesen ?


    Gestartet bin ich im 4.3.2017 mit 2xLW,1xFW DD, 1xFW DNM und Schied an jeder offene Seite in einer geteilten 12er DD Beute, indem ich jeweils 2 Völker auf die beiden Halbseiten der DD-Beute abgefegt hatte. (3 Tage vorher 10°C, am Tag 9°C).

    Ich habe sofort ein ASG aufgesetzt, darauf eine Klarsichtfolie aufgelegt und dann den Deckel. Selbst in diesem Raum über dem ASG und unter der Folie ist ein Bienenaustausch schon möglich gewesen.

    Ich habe die Völker am bienendichten Mittelschied gruppiert und das eine nach links und das andere nach rechts erweitert.

    Am 26.3.2017 habe ich ein 1xHR 10xLW und 1xHR 10xMW aufgesetzt.

    Mein DD Doppelvolk hat sich eher um den Ausbau des eigenen Brutraums gekümmert und den HR gar nicht angenommen. Ich habe sie dann je bis zu 7xBW (32mm) ausbauen lassen und später dann in den aufgesetzten 2x HR mit Brutdistanzierung jeweils immer 1-2xBW pro Seite nach oben zur gemeinsamen Pflege gezogen.

    Mit den dabei gebildeten Nachschaffungszellen habe ich dann pro Königinschlupfzyklus jeweils einen Ableger gebildet. So hatte ich dann wenigstens 3 Ableger.

    Schwarmzellen hatte ich überhaupt nicht, die Nachschaffungszellen habe ich bis kurz vor Schlupf im HR pflegen lassen.


    Mein 1. Versuch war irgendwie alles in allem ein wenig konzeptionslos. Am 23.7.2017 habe ich beide Völker dann geteilt und sie sich separat in jeweils eigener 12xDD Beute entwickeln lassen.


    Zum 2. Versuch habe ich im Oktober aus 2 Ablegern zum Einwintern dann wieder ein Doppelvolk gebildet.

    Die Beute wurde wie gehabt in der Mitte geteilt, von den Ablegern jeweils 7BW links und rechts rein, ASG drauf und Futterzarge zum gemeinsamen Einfüttern drüber.


    Diesmal habe ich das Volk dann eher gebildet, so wie in der Empfehlung von Peschetz beschreiben im Jahr davor.

    Ich werde versuchen mir noch den Artikel von Bernhard zu besorgen, um seine Erfahrungen diesbezüglich für das nächste Jahr mit einfließen zu lassen. Ich hätte ihn ja gern zum Start gehabt, aber wollte nicht so lange warten


    Ein 2. Doppelvolk werde ich möglicherweise dann wieder aus schwachen Restvölkern im Frühjahr bilden.


    Als Nachteil dieser Doppelvölker in einer 12xDD Beute könnte man die Masse an Bienen, die da drin rumwuseln sehen. Es lässt sich nicht so elegant wie in einer 12er Solobeute arbeiten. Aber im Prinzip ist es ja das was wir wollen, massenhaft Bienen.


    Liebe Grüße Bernd


    Nachsatz: Bevor jemand fragt, ich benutze keine Drohnenrahmen sondern auf jeder BW Drohnenecken.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Hallo Bernd

    Was du da beschreibst hat wohl nichts, mit Zwei-Königinnen-Betriebsweise zu tun.


    Mache dich mal schlau, über die Zwei-Königinnen-Betriebsweise nach Farrar.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)