Wabenhonig - Wie platziert Ihr die Rähmchen bzw. Zargen?

  • Dieses Jahr soll die Linde überwiegend als Wabenhonig geerntet werden.

    Bisher habe ich Wabenhonig nur auf ein paar Völkern in 1/2-DNM-Zargen machen lassen, die ich komplett mit leeren Rähmchen mit Anfangsstreifen gefüllt habe.

    Nur mit Wabenhonig wird es erfahrungsgemäßig schwierig. Eine Zarge will ich deshalb mit ausgebauten Waben bestücken. Dann darüber oder darunter eine oder zwei Zargen für den Wabenhonig.

    Wie macht Ihr das? Setzt Ihr die leeren Rähmchen unter oder über die ausgebauten Waben?

    Arbeitet Ihr zargenweise oder mischt ihr Leerrähmchen in einer Zarge mit ausgebauten Waben?


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Ich kann Dir von meinen Erfahrungen berichten Dadant Halbzargen.


    Was schlecht funktioniert:

    Dickwabenabstand nutzen. Hier legen die Bienen schiefe und teilweise doppelte Waben in einem Rähmchen an, welche dann fast nicht befüllt werden.

    Anfangsstreifen nur an 2 Punkten mit flüssigem Wachs fixieren. Hier verformt sich das Wachs durch die Wärme/Gewicht der Bienen im Stock.

    Draht im Rähmchen lassen...


    Was gut funktioniert:

    In einer Halbzarge abwechselnd eine Mittelwand, einen Anfangsstreifen, eine Mittelwand, einen Anfangsstreifen, usw. geben. Da werden die Wabenhonigrähmchen schön ausgebaut (Abstand zwischen den Rähmchen nicht als Dickwabe!).

    Solch bestückte Zargen direkt aufsetzen. Ich habe auch schon mit ausgebauten Waben gearbeitet, geht auch aber mit Mittelwänden wirds eindeutig besser.

    Anfangsstreifen an 4 Punkten mit flüssigem Wachs fixieren. Nicht damit geizen, das Wachs verschwindet sowieso in der gefrästen Nut.

    Sobald die erste zu 3/4 ausgebaut/befüllt ist, kommt die nächste. Je nachdem, wie viel Wabenhonig Du ernten willst.


    Viel Erfolg :thumbup:

  • Ich habe auch schon mit ausgebauten Waben gearbeitet, geht auch aber mit Mittelwänden wirds eindeutig besser.

    Fischers-Biene :

    Danke für die Infos, allerdings verstehe ich das Zitierte nicht richtig weil etwas zu fehlen scheint, vielleicht hast du da etwas schnell geschrieben.


    Sind jetzt ausgebaute Waben oder MW besser für den Ausbau und die Befüllung der Naturbaurähmchen dazwischen?

    Sobald die erste zu 3/4 ausgebaut/befüllt ist, kommt die nächste.

    Was meinst du damit genau? Nimmst du die 3/4 ausgebauten und befüllten Rähmchen dann etwa schon raus? Wenn ja, warum so früh? Verkaufen kann man doch nur volle und vollständig verdeckelte Waben gut?


    Danke!

    Gruß

    hornet

  • Komisch, wenn ich abwechselnd Anfangsstreifen und MW anbiete, bekomme ich abwechselnd Dick- und Dünnwaben.

    Ja, das hat mich auch verwundert.


    Eher würde ich zwe/drei ausgeschleuderte LW geben als Aufstiegshilfe und zur besseren Annahme. An Positionen 1/5/10 (oder so).

  • Sind jetzt ausgebaute Waben oder MW besser für den Ausbau und die Befüllung der Naturbaurähmchen dazwischen?

    Hallo hornet

    MW sind besser für den Ausbau und die Befüllung der Naturbaurähmchen dazwischen.

    Wenn ausgebaute Rähmchen verwendet werden, ist die Gefahr größer, dass die Bienen die ausgebauten Rähmchen zu Dickwaben ausziehen, trotz geringem Abstand der Rähmchen (also nicht mit Holzrechen!).


    Sobald die erste zu 3/4 ausgebaut/befüllt ist, kommt die nächste.

    Hier habe ich die Dadant Halbzarge gemeint. Sobald sie zu 3/4 gefüllt ist, kommt die nächste Zarge darauf. Diese dann mit so vielen Anfangsstreifen wie gewünscht bestücken. Das hängt natürlich dann auch stark von der Tracht ab. Wenn wenig reinkommt bist Du mit MW/Ausgebauten Rähmchen vielleicht besser beraten, da dann schleudern ohne Wabenbruch möglich ist.


    Eher würde ich zwe/drei ausgeschleuderte LW geben als Aufstiegshilfe und zur besseren Annahme.

    Mit der Annahme hatte ich bisher wenig Probleme. Falls die Damen garnicht wollen, bekommen sie einen Esslöffel voll eigenen Frühjahrshonig über die Waben verteilt. Das schmeckt und sie "entdecken" den neuen Raum. 8)


    Alles sind nur meine Erfahrungen. Also nicht auf die Goldwage legen, sondern mit den eigenen Bienen selbst herausfinden, was gut geht. :thumbup:


    Grüße